Design und Konstruktion
Perrys 35-Fuß-Rumpf weist ein Verhältnis von Länge zu Breite (L/B) von 3,04 bei einer Breite von 11,67 Fuß auf, was Zeitgenossen als etwas breiter als der Durchschnitt für diese Epoche bemerkten. Der Rumpf ist aus massivem GFK gefertigt, der Kiel eine feste Flosse mit 3.500 Pfund Bleiballast für ein Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 35 Prozent, und das Ruder ist ein intern montiertes Spatenruder. Ein Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 234 ordnet das Boot eher zu den moderaten Regattayachten als zu schweren Langstreckenbooten ein, während ein Kenterungsverhältnis von 2,17 bedeutet, dass es nicht für Hochseeregatten zugelassen worden wäre. Der umgekehrte Spiegel ändert keine anderen Abmessungen, sodass die 35 die Wasserlinie von 26,75 Fuß der 33 beibehält, ebenso wie den identischen Segelplan und den gemeinsamen Innenraum. (1)
Rigg und Handhabung
Die Mirage 35 ist eine Masttoppslup mit einer Segelfläche aus Großsegel und Fock von 468 Quadratfuß (ca. 43 m²). Das Verhältnis von Segelfläche zu Verdrängung liegt bei 16,1 für das ISO-Referenzsegel und steigt auf 19,4 mit einer 135-prozentigen Genua. Das ist ein kraftvolles Rigg für diese Größe: Der Entwurf trägt mehr Rigg, als 93 Prozent aller ähnlichen Segelboote vor Anker haben. Die Abmessungen des stehenden und laufenden Guts sind großzügig für ein 35-Fuß-Boot – die Fallen haben einen Durchmesser von 28,4 Metern bei einem halben Zoll Dicke, die Schoten reichen von 10,8 bis 27,1 Metern bei 14 Millimetern Dicke. Dies deutet auf ein Rigg hin, das für Lasten im Offshore-Stil ausgelegt ist, auch wenn das Kenterungsverhältnis gegen Regatten auf Blauwasserrevieren spricht. Auf der Regattabahn weist das Boot einen PHRF-Durchschnitt von 150 mit einem Spannungsverhältnis von 144 bis 156 auf. Die theoretische Rumpfgeschwindigkeit beträgt 6,9 Knoten, und ein Streckungsverhältnis von etwa 1.088 Pfund pro Zoll vermittelt ein klares Gefühl dafür, wie lastempfindlich der Fünf-Fuß-Tiefgang bei Manövern in Marinas ist. (2)
Unterbringung
Der gemeinsame 33/35-Rumpf bietet eine geräumige Kabine mit einer Stehhöhe von 6 Fuß 5 Zoll (ca. 1,96 m). Tester merkten an, dass die 35-Fuß-Version eigentlich mit einem etwas edleren Interieur als ihr Vorgänger gebaut werden sollte. Da Wasserlinie, Breite, Tiefgang und Aufteilung bei den beiden Modellen identisch sind, basiert das Wohnvolumen im Wesentlichen auf dem bewährten Plan der 33er mit einigen kleinen optischen Upgrades. Der 151-Liter-Wassertank und der 76-Liter-Dieseltank unterstützen das Küstensegeln, bieten jedoch keine Langstreckenautonomie. (1)
Motorisierung und Technische Daten
Ein einzelner Volvo Penta-Diesel mit etwa 21 PS treibt das Boot an, wobei die Kraftstoffkapazität von 20 Gallonen im Register vermerkt ist. Die Komfort-Ratio von 19,8 und eine benetzte Fläche von fast 333 Quadratfuß vervollständigen das Bild eines Rumpfes mit moderater Verdrängung, der sich in einer berechenbaren Art krängt und wieder aufrichtet – eher als schwere Hochseeyacht für Langstrecken.
Das Fazit
Die Mirage 35 ist ein durchdacht weiterentwickeltes Perry-Design, das eine bewährte 33-Fuß-Cruiser-Renner-Klasse mit einem umgekehrten Spiegel und einem etwas edleren Innenraum verlängert, während das leistungsstarke Rigg, die breite Aufteilung und die Leistung des Blei-Flossenkiels erhalten bleiben. Es ist ein für Club-Regatten geeignetes Küstenboot mit einem kraftvollen Masttopprigg und einer komfortablen Kabine, aber ihr Kenterungsverhältnis und die moderate Verdrängung sprechen dagegen, sie als Hochseeregattaboot oder Langstrecken-Fahrtenyacht zu betrachten.
Vorteile
- Entwickelt aus der bewährten Mirage 33 mit identischer Wasserlinie, Breite, Segelfläche und Innenraumhöhe
- Leistungsstarkes Masttopprigg, das über 93 Prozent der vergleichbaren Segelboote übertrifft
- Breiter, geräumiger Innenraum mit etwas hochwertigerer Verarbeitung als bei der 33
- Blei-Flossenkiel und Spatenruder in einem massiven GFK-Rumpf
Nachteile
- Das Kenterungsverhältnis von 2,17 schließt den Einsatz im Hochseeregattasport aus
- Das moderate Verdrängungs-Längen-Verhältnis beschränkt das Boot auf Küsten- und Clubregatten
- Der Tiefgang von fünf Fuß ist lastempfindlich und verändert sich bei Ballaständerungen um einige Zentimeter










