Granada 35 — Informationen, Bewertung, technische Daten

Kristian Rode·1980·Granada Yachts
Granada 35 drawingWerftzeichnung
Rumpfart
Einrumpf · flossenkiel
Rigg
Masttoppslup
LOA
35.76' · 10.9 m
Verdr.
16.094 lbs · 7.300 kg
Erstes Baujahr
1980

Die Granada 35 verkörpert eine dänische Interpretation des CruiserRacerIdeals der frühen 1980er Jahre. Entworfen von Kristian Rode und zur Eröffnung des Jahrzehnts von Granada Yachts A/S in Serie gebaut, zeichnet sie sich durch eine Länge über alles von knapp unter 36 Fuß bei einer Wasserlinienlänge von rund 30 Fuß aus. Sie trägt die Proportionen und den technischen Ausdruck eines Bootes, das sowohl zum Wohnen an Bord als auch für anspruchsvolles Segeln konzipiert ist. Ihre Zahlen lesen sich nach wie vor als konsequentes Design und nicht als Kompromiss.

Messwerte

Abmessungen 01

Länge über alles
35,76 ft
Länge an Deck
Länge in der Wasserlinie
30,41 ft
Breite
11,88 ft
Tiefgang
6,07 ft
Maximale Stehhöhe
Durchfahrtshöhe

Bauweise & Rumpf 02

Bauweise
Glasfaser
Rumpfart
Einrumpf
Kielart
Flossenkiel
Ruder
1× Spatenruder
Ballast
5.952 lbs (Eisen)
Verdrängung
16.094 lbs
Wasserkapazität
53 gal
Kraftstoffkapazität
28 gal

Rigg & Segel 03

Rigg-Art
Masttoppslup
Vorliek Großsegel
Unterliek Großsegel
Vorsegeldreieck Höhe
Vorsegeldreieck Basis
Vorstaglänge (geschätzt)
Segelfläche
862 sqft

Berechnungen 04

Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis
21,63
Ballast-Verdrängungs-Verhältnis
36,98
Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L)
255,49
Komfort-Ratio
28,77
Kenterungsverhältnis
1,88
Rumpfgeschwindigkeit
7,39 kn

Design und Konstruktion

Sowohl der Rumpf als auch das Deck von Rode sind, wie die Konstruktionsdaten belegen, aus massivem GFK laminiert, und der Ballastkiel ist aus Eisen – eine unkomplizierte, wartungsarme Kombination, die die 35 in ihrer Ära verankert. Im Inneren ist der Innenausbau mit Teakholz ausgeführt, der damals bei den zeitgenössischen Modellen dieser Marke üblich war. Das Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 38 Prozent und die Breite von 11,9 Fuß bei einer Länge über alles von 35,8 Fuß ergeben ein Verhältnis von Länge zu Breite (L/B) von 2,95. Es handelt sich um einen breiten, volumenorientierten Rumpf, der dennoch ein Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 241 aufweist, was laut Konstruktionsdaten zu den „moderaten Regattayachten“ gehört. Mit einer Verdrängung von rund 16.000 Pfund und fast 6.000 Pfund Eisenballast liegt das Boot im Wasser mit einer benetzten Oberfläche von etwa 387 Quadratfuß. Ein Immersionsverhältnis von fast 1.259 Pfund pro Zoll zeigt, wie stabil sie Lasten trägt. (1)

Rigg und Leistung

Die Granada 35 ist eine Masttoppslup, und Schätzungen des stehenden und laufenden Guts aus damaligen Daten zeigen eine Großschot von fast 88 Fuß und Fock- sowie Genuaschoten von jeweils etwa 35 Fuß Länge, allesamt mit einem Durchmesser von rund 14 mm dimensioniert – ein Rigg, das für eine volle Genua und handwerkliche Kontrolle gebaut wurde. Ihre theoretische Rumpfgeschwindigkeit liegt bei 7,4 Knoten, und der Relative Speed Performance-Index liegt bei 66, einem mittleren Wert, der der Klassifizierung als moderater Regattasegler entspricht. Das Kenterungsverhältnis von 1,88 und ein Komfort-Ratio zwischen 25,6 und 28,8 beschreiben ein Boot, das sich für Offshore-Passagen eignet und dennoch ein erträgliches Bewegungsprofil im Seegang bietet. (1)

Unterbringung

Der Innenraum ist im Einklang mit den damaligen Gepflogenheiten für Boote dieser Klasse mit Teakholz ausgestattet. Die vorhandenen Bauunterlagen geben keine detaillierten Angaben zu der Anzahl der Kojen oder zur Aufteilung der Kabinen ab, aber die Breite und die Verdrängung deuten auf ein geräumiges Layout mit drei Kabinen hin, wie es für eine dänische Fahrtenyacht von 35 Fuß aus den frühen Achtzigern typisch ist.

Bekannte Schwachstellen

Der Eisenkiel erfordert die übliche Wachsamkeit gegenüber Strömungskorrosion oder Rissbildung im Antifouling, wie sie bei jedem Boot mit Eisenballast dieser Ära zu erwarten ist. Es gibt jedoch keine Hinweise auf systematische Mängel in der Formgebung, der Kiel-Rumpf-Verbindung oder der Deck-Rumpf-Verbindung.

Refits und Unterhalt

Käufer einer Granada 35 sollten sich auf das übliche Refit-Szenario einer 40 Jahre alten dänischen Yacht aus massivem GFK einstellen: Motorwartung beim Volvo Penta Diesel, Inspektion des Riggs und Pflege des Teak-Innenausbaus. Das Boot wurde mit verschiedenen Kielalternativen gebaut, sodass ein Gutachter bestätigen sollte, welchen Tiefgang und welches Profil ein bestimmter Rumpf aufweist – dies beeinflusst sowohl die Grundfreiheit als auch den Wiederverkaufswert. (1)

Das Fazit

Die Granada 35 ist eine durchdachte dänische Regatta-/Fahrtenyacht aus den frühen 1980er Jahren: solide GFK-Bauweise, ein breites Teak-Innere und ein Masttopp-Rigg, das für konventionelle Leichtwindsegel ausgelegt ist. Ihre moderaten Regatta-Werte und ein akzeptables Kenterungsverhältnis machen sie zu einer vernünftigen Wahl für Küsten- und Offshore-Einsätze für Segler, die eine unkomplizierte Bauweise über exotische Sandwichkerns schätzen.

Vorteile

  • Solider GFK-Rumpf und Deck mit Eisenballastkiel
  • Teak-Innenausbau, der dem dänischen Handwerk dieser Epoche entspricht
  • Kenterungsverhältnis von 1,88 und Komfort-Ratio nahe 28 unterstützen Langstreckenfahrten

Nachteile

  • Der Eisenkiel erfordert eine ständige Korrosionsaufmerksamkeit, die bei Kernenkielen nicht besteht

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