Design und Konstruktion
Sowohl der Rumpf als auch das Deck von Rode sind, wie die Konstruktionsdaten belegen, aus massivem GFK laminiert, und der Ballastkiel ist aus Eisen – eine unkomplizierte, wartungsarme Kombination, die die 35 in ihrer Ära verankert. Im Inneren ist der Innenausbau mit Teakholz ausgeführt, der damals bei den zeitgenössischen Modellen dieser Marke üblich war. Das Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 38 Prozent und die Breite von 11,9 Fuß bei einer Länge über alles von 35,8 Fuß ergeben ein Verhältnis von Länge zu Breite (L/B) von 2,95. Es handelt sich um einen breiten, volumenorientierten Rumpf, der dennoch ein Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 241 aufweist, was laut Konstruktionsdaten zu den „moderaten Regattayachten“ gehört. Mit einer Verdrängung von rund 16.000 Pfund und fast 6.000 Pfund Eisenballast liegt das Boot im Wasser mit einer benetzten Oberfläche von etwa 387 Quadratfuß. Ein Immersionsverhältnis von fast 1.259 Pfund pro Zoll zeigt, wie stabil sie Lasten trägt. (1)
Rigg und Leistung
Die Granada 35 ist eine Masttoppslup, und Schätzungen des stehenden und laufenden Guts aus damaligen Daten zeigen eine Großschot von fast 88 Fuß und Fock- sowie Genuaschoten von jeweils etwa 35 Fuß Länge, allesamt mit einem Durchmesser von rund 14 mm dimensioniert – ein Rigg, das für eine volle Genua und handwerkliche Kontrolle gebaut wurde. Ihre theoretische Rumpfgeschwindigkeit liegt bei 7,4 Knoten, und der Relative Speed Performance-Index liegt bei 66, einem mittleren Wert, der der Klassifizierung als moderater Regattasegler entspricht. Das Kenterungsverhältnis von 1,88 und ein Komfort-Ratio zwischen 25,6 und 28,8 beschreiben ein Boot, das sich für Offshore-Passagen eignet und dennoch ein erträgliches Bewegungsprofil im Seegang bietet. (1)
Unterbringung
Der Innenraum ist im Einklang mit den damaligen Gepflogenheiten für Boote dieser Klasse mit Teakholz ausgestattet. Die vorhandenen Bauunterlagen geben keine detaillierten Angaben zu der Anzahl der Kojen oder zur Aufteilung der Kabinen ab, aber die Breite und die Verdrängung deuten auf ein geräumiges Layout mit drei Kabinen hin, wie es für eine dänische Fahrtenyacht von 35 Fuß aus den frühen Achtzigern typisch ist.
Bekannte Schwachstellen
Der Eisenkiel erfordert die übliche Wachsamkeit gegenüber Strömungskorrosion oder Rissbildung im Antifouling, wie sie bei jedem Boot mit Eisenballast dieser Ära zu erwarten ist. Es gibt jedoch keine Hinweise auf systematische Mängel in der Formgebung, der Kiel-Rumpf-Verbindung oder der Deck-Rumpf-Verbindung.
Refits und Unterhalt
Käufer einer Granada 35 sollten sich auf das übliche Refit-Szenario einer 40 Jahre alten dänischen Yacht aus massivem GFK einstellen: Motorwartung beim Volvo Penta Diesel, Inspektion des Riggs und Pflege des Teak-Innenausbaus. Das Boot wurde mit verschiedenen Kielalternativen gebaut, sodass ein Gutachter bestätigen sollte, welchen Tiefgang und welches Profil ein bestimmter Rumpf aufweist – dies beeinflusst sowohl die Grundfreiheit als auch den Wiederverkaufswert. (1)
Das Fazit
Die Granada 35 ist eine durchdachte dänische Regatta-/Fahrtenyacht aus den frühen 1980er Jahren: solide GFK-Bauweise, ein breites Teak-Innere und ein Masttopp-Rigg, das für konventionelle Leichtwindsegel ausgelegt ist. Ihre moderaten Regatta-Werte und ein akzeptables Kenterungsverhältnis machen sie zu einer vernünftigen Wahl für Küsten- und Offshore-Einsätze für Segler, die eine unkomplizierte Bauweise über exotische Sandwichkerns schätzen.
Vorteile
- Solider GFK-Rumpf und Deck mit Eisenballastkiel
- Teak-Innenausbau, der dem dänischen Handwerk dieser Epoche entspricht
- Kenterungsverhältnis von 1,88 und Komfort-Ratio nahe 28 unterstützen Langstreckenfahrten
Nachteile
- Der Eisenkiel erfordert eine ständige Korrosionsaufmerksamkeit, die bei Kernenkielen nicht besteht







