Design und Konstruktion
Mit einer Länge über alles von 31,17 Fuß und einer Wasserlinie von 25,59 Fuß verdrängt die Maxi 95 9.480 Pfund und bringt 3.527 Pfund Ballast in einem Rumpf mit Flossenkiel und Skeg-aufgehängtem Ruder. Das erhöhte Kajütdach war eine bewusste Entscheidung, um Innenraumvolumen zu gewinnen, ohne die Deckslinie zu verlängern. Die daraus resultierende praktische, familienorientierte Aufteilung wurde zum Markenzeichen des Designs. Die Philosophie der schweren Verdränger der frühen Maxi-Modelle ist hier deutlich zu erkennen: Dies ist eine volumengetriebene Fahrtenyacht und keine Federleicht-Rennmaschine, mit einem Ballast-Verdrängungs-Verhältnis, das sie bei Fahrtenbeladung stabil und berechenbar macht.
Rigg und Segelplan
Das Boot ist als Masttoppslup getakelt, mit einer I-Dimension von 38 Fuß und einem J von 10,92 Fuß, während das Großsegel auf einer Vorliek von 34,78 Fuß über einer Fußlinie von 11,15 Fuß zu etwas mehr als 200 Quadratfuß Segelfläche anläuft. Die Arbeitsfock misst fast 199 Quadratfuß, und die Genoa-Optionen reichen je nach Schnitt von etwa 300 bis 308 Quadratfuß. Auf raumen Kursen erweitert sich der Segelsatz um einen Drifter nahe 308 Quadratfuß, eine asymmetrische Kite mit 542 Quadratfuß und einen großen Spinnaker von 628 Quadratfuß, ergänzt durch eine Sturmfock von 71 Quadratfuß für schweres Wetter. Das Skeg-aufgehängte Ruder in Kombination mit dem Flossenkiel verleiht der Fahrtenyacht ein typisches Steuerverhalten im Petterson-Stil, und das Masttopprigg hält den Segelplan für eine Familiencrew einfach und gutmütig. (1)
Unterbringung
Das erhöhte Kajütdach ist der Schlüssel zur Kabine der Maxi 95. Durch das Anheben des Kajütaufbaus anstatt eine Breite von über 10,5 Fuß zu erreichen, behält der Entwurf eine überschaubare Decksfläche bei und schafft gleichzeitig Steh- und Sitzzonen unter Deck. Die praktische, familienorientierte Aufteilung spiegelt dasselbe Lastenheft der frühen 1970er Jahre wider: volumenreiche Wohnraumkonzepte für längere Törns, um auch einer Crew auf Langstrecke den Komfort zu bieten, und nicht das minimalistische Interieur einer Regattayacht.
Bekannte Schwachstellen
Die Maxi 95 zeigt unter normaler Nutzung keine typischen strukturellen Schwachpunkte. Ein Käufer oder Eigner sollte dennoch die übliche Sorgfalt bei der Besichtigung eines GFK-Fahrtenyachts aus dieser Ära walten lassen.
Refits und Eignerschaft
Mit 1.600 gebauten Rümpfen über ein Jahrzehnt hinweg genießt die Maxi 95 eine engagierte Eignergemeinschaft und eine lange Produktionszeit, was Ersatzteile und Wissen leicht zugänglich macht. Der spezifizierte Motor ist ein Volvo Penta MD11 mit 25 PS und Direktantrieb. Die Tankkapazitäten von 16 Gallonen Kraftstoff und 26 Gallonen Wasser positionieren das Boot eher als Fahrtenyacht für Küstenfahrten und moderate Strecken als für Langstreckenreisen. Die Rumpfgeschwindigkeit von 6,78 Knoten ordnet sie fest in den Bereich der stabilen Familien-Fahrtenyachten ein, den Petterson bei der Gründung von Maxi etabliert hat.
Das Fazit
Die Maxi 95 ist eine durchdachte skandinavische Familien-Fahrtenyacht: ein Petterson-Entwurf mit dem Volumen, der Stabilität und der Einfachheit, die den frühen Namen Maxi erfolgreich machten. Sie belohnt einen Eigner, der eine gutmütige Masttoppslup mit echtem Kabinenraum und einer großen Produktionsbasis sucht, und verlangt im Gegenzug nur die übliche Pflege einer GFK-Fahrtenyacht aus den 1970er Jahren.
Vorteile
- Eines der meistgebauten Maxi-Modelle mit rund 1.600 gebauten Rümpfen
- Das erhöhte Kajütdach bietet echten Innenraumvolumen für ein 31-Fuß-Boot
- Einfaches, gutmütiges Masttopp-Rigg mit einer vollständigen Segelgarderobe für Leichtwind und Starkwind
- Stabiles Fahrtenprofil dank 3.527 lbs Ballast bei 9.480 lbs Verdrängung
Nachteile
- Die bescheidene Kraftstoffkapazität von 16 Gallonen begrenzt die Reichweite unter Motor
- Der schwere Verdrängerrumpf aus den frühen 1970er Jahren ist nicht für sportliche Leichtwindleistungen gebaut







