Design und Konstruktion
Die Rümpfe der 43 sind gut ausgewogen, und die Verarbeitung ist im gesamten Rumpf hervorragend. Das Deck und das Kajütdach tragen praktische Details, die ein durchdachtes Konzept für das Fahrtensegeln verraten: Handläufe verlaufen entlang des Kajütdachs für sicheren Zugang nach vorn, Sitze sind auf dem Kajütaufbau montiert, um entspannt die Umgebung zu beobachten, und die Trampoline sind sowohl für Komfort als auch für Sicherheit dimensioniert. Der Eingang vom Cockpit zum Salon erfolgt über ein seetüchtiges, erhöhtes Schott durch eine große Schiebetür mit angrenzenden Klappplatten, die für zusätzliche Belüftung und Platz ausgeklappt werden können. Vorne schützen Jalousien die Kabine vor der Sonne und integrieren gleichzeitig Öffnungsluken, und überall angebrachte abnehmbare Deckenverkleidungen ermöglichen einfache Inspektion und Wartung. Die Radsteuerung liegt an Steuerbord mit hervorragender Sicht und Schutz, unterstützt durch ein Windschutz-Bimini, das das Kajütdach mit dem Hardtop verbindet, während das gesamte Cockpit durch ein festes Hardtop geschützt ist, dessen Rollläden bei schlechtem Wetter schnell heruntergelassen werden können.
Rigg und Handhabung
Die meisten Trimmleinen sind nach achtern ins Cockpit und zur Radsteuerung geführt, wo eine elektrische Winsch die Kraft für das Segelhandling übernimmt, ergänzt durch zusätzliche Winschen am Mast. Diese Aufteilung untermauert den Ruf des Bootes als hochseetaugliches Schiff für kleine Crews. Die Steuerposition ist komplette und durch das feste Bimini gut geschützt, und der hintere Niedergang erweist sich sowohl unter Segeln als auch vor Anker beim Beidrehen als äußerst praktisch. Unterwegs ist der Katamaran in der Lage, respektable Durchschnittsgeschwindigkeiten bei hervorragendem Komfort zu erreichen, obwohl eine Konstruktionsbeschränkung den Enthusiasmus auf offenen Ozeanen dämpft: Das Brückendeck hat geringen Freiraum über dem Wasser und neigt in rauer See zum Schlagen (Slamming), ein Phänomen, das auch Multihulls World im Test festgestellt hat. (2)
Unterbringung
Zwei Innenraumkonzepte prägen das Modell. Die Eignerversion bietet drei Kabinen und drei Nasszellen, wobei die Eignerkooje den gesamten Steuerbordrumpf einnimmt und eine Tür sie vom Salon aus abschließt, um Privatsphäre zu gewährleisten; eine einzelne V-Koje befindet sich im Bug. Die Charterversion Moorings 4300 hingegen bietet vier Doppelkojen plus zwei Einzelkojen im Bug. Jede Doppelkabine ist geräumig und verfügt über eine eigene Nasszelle sowie Stauraum unter den queensize Betten. Die Kojen sind überall mit Regalen, Kabinen- und Leselichtern, Lüftern und Kleiderschränken ausgestattet, während der Eignerbereich zusätzlich einen Schreibtisch aufweist. Im Salon bietet eine Steuerbord-Lounge Platz für sechs Personen mit einer beweglichen Sitzbank. Die Polster der Backbord-V-Koje lassen sich zusammenklappen, um den Tisch in eine zusätzliche Schlafkoje zu verwandeln; unter der Lounge verläuft Stauraum für Proviant. Die U-förmige Pantry ist hoch und weit nach Backbord versetzt und verfügt über eine große Arbeitsplatte, zwei Spülbecken, eine integrierte Geschirrtrockenleiste, getrennte Kühlschrank und Gefrierschrank sowie einen zweiflammigen Herd mit Backofen. Eine Kartenmaschine und eine Navigationsecke an Steuerbord beherbergen eine umfangreiche Schalttafel, hinter der die Verkabelung leicht zugänglich ist.
Plicht und Deckslauf
Der Cockpittisch bietet Platz für acht Personen mit einer umlaufenden Lounge und zwei zusätzlichen Sitzen, die unter dem Hardtop geschützt sind. Ein solide konstruiertes Hardtop dient zudem als Halterung für die Solarpaneele und den Traveller, was die Plicht frei hält. Starke Davits halten das Beiboot an einem vollständig begehbaren Schwert am Spiegel auf, zusammen mit großen Steigkanten und einer Dusche an Backbord für einfachen Zugang zum Wasser. Eine Montagefläche für den Grill befindet sich am Heckkorb, und der achterliche Niedergang erleichtert den Wechsel zwischen den Rümpfen.
Bekannte Schwachstellen
Der wichtigste dokumentierte Mangel ist die geringe Durchfahrtshöhe des Brückendecks, was bei rauem Seegang zu hartem Einsetzen (Slamming) führt.
Das Fazit
Der Leopard 43 ist ein gut verarbeiteter, durchdacht aufgeteilter Fahrtenkatamaran, der in beiden Versionen die Privatsphäre des Eigners mit der Praktikabilität für den Charterbetrieb ausbalanciert. Sein geschütztes Steuerhaus, die nach achtern geführten Leinen und das Hardtop machen das Segeln mit kleiner Crew in tropischen Gewässern komfortabel, während der Salon und die Plicht problemlos acht Personen beherbergen können. Das Schlagen des Brückendecks bei schwerer See ist der einzige klare Nachteil der geringen Freiheit im Wasser, und Käufer sollten dies gegenüber dem Komfort und der Bauqualität des Bootes abwägen.
Vorteile
- Gut ausgewogene Rümpfe mit hervorragender Verarbeitung und einfachem Zugang für Inspektionen
- Für kleine Crews geeignetes Rigg mit Leinen an der Radsteuerung und elektrischer Winsch
- Schützende Steuerbord-Radsteuerung und vollständiger Schutz durch das Hardtop-Cockpit
- Flexibles Layout als Eignerversion mit drei Kabinen oder Charterversion mit vier Kabinen
- Praktisches Schwert (Duckboard) am Spiegel, Davits und Wasserzugang über die Heckklappe
Nachteile
- Das Brückendeck schlägt bei rauer See aufgrund der geringen Freiheit über der Welle



