Design und Konstruktion
Sowohl Rumpf als auch Deck sind aus handaufgelegtem GFK gefertigt, und der Kiel ist aus Eisen – ein unkomplizierter, robuster Unterwasserschiffskörper, der mit einem Skeg-aufgehängten Ruder verbunden ist. Mit einer Breite von fast 13,75 Fuß und einem Verhältnis von Länge zu Breite von 2,92 ist der Rumpf breit und volumenorientiert statt fein geschnitten. Das Ballast-Verdrängungs-Verhältnis liegt bei 29 Prozent, was bei einer Verdrängung führt, die das DL-Verhältnis auf 446 setzt – eine Zahl, die dieses Boot in die Kategorie der extrem schweren Fahrtenyachten einordnet. Die benetzte Fläche beträgt etwa 495 Quadratfuß, und die Tiefgangsverteilung liegt bei rund 1.575 Pfund pro Zoll – beide Werte unterstreichen, wie viel Boot sich durch das Wasser bewegt. Ein Kenterungsverhältnis von 1,68 und eine Komfort-Ratio von 46,9 vervollständigen das Bild der Stabilität, und die theoretische Rumpfgeschwindigkeit für ein Verdrängerboot dieser Länge beträgt 7,7 Knoten.
Rigg und Handhabung
Sie ist mit einem Ketsch-Rigg ausgestattet, und ein langjähriger Eigner beschreibt sie präziser als eine Ketsch mit Kuttertakelung, die einen asymmetrischen Spinnaker und eine Code-D-Lichtwindgenua fährt. Dieses geteilte Rigg mit der Genua für Leichtwind sorgt für handliche Segelflächen bei kleiner Crew und ermöglicht es, auch bei Flaute Fahrt zu machen. Der Tiefgang liegt je nach Beladung bei etwa 1,90 bis 2,00 Metern, was den Einsatz auf großen Marinas einschränkt. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt unter den angegebenen Bedingungen 10,0 Knoten, während das theoretische Maximum des Verdrängerrumpfes bei 7,7 Knoten liegt – ein Unterschied, der eher auf den Charakter eines Motorsailers als auf reine Segelleistung hinweist. (1)
Unterbringung
Der Innenraum ist, wie bei den meisten anderen Booten dieser Art, mit Teakholz ausgestattet. Der Werftkontext ordnet sie in die Siltala-Reihe von Pilothouse-Fahrtenyachten ein, wobei ein Eigner eine Doppelsteueranlage als Teil der Ausrüstungsliste angibt – eine geschützte Steuerstation und eine achtern –, was langsame Passagen bei kaltem oder nassen Wetter ideal ermöglicht. Das Volumen, das durch die Breite und die schwere Verdrängung entsteht, spricht eher für ein Layout zum Wohnen an Bord als für einen spartanischen Regatta-Innenraum.
Eignerschaft und Ausrüstung
Eigner berichten von einem Wassermacher, einer Windgenerator und einem Generator unter den installierten Systemen sowie zwei Steuerständen für das Ankern. Diese Energie- und Wassereunabhängigkeit bestätigt das Urteil des Eigners selbst, dass das Boot in der Lage ist, eine Weltumsegelung zu bewältigen. Die Wellenantrieb-Übertragung ist eine einfache, wartungsarme Konstruktion für einen einzelnen Dieselmotor. (1)
Das Fazit
Die Nauticat 43 ist ein reinrassiger, extrem schwerer Motorsailer mit dem Design von Sparkman & Stephens und einem handaufgelegten GFK-Rumpf aus der Werft Siltala Yachts Oy. Das Ketsch-Rigg mit Leichtwindoptionen, ein großzügiges benetztes Volumen und eine hohe Komfort-Ratio machen sie in erster Linie zu einer erstklassigen Langstrecken-Fahrtenyacht. Tiefgang und Verdrängung sprechen eher für geplante Hafenstopps als für das Herumtuckern in flachen Buchten. Die Angaben zum Kielmaterial gehen auseinander; eine Rezension nennt Eisen, während andere Daten auf Blei hindeuten.
Vorteile
- Ultraschwere Verdrängung und eine Komfort-Ratio von 46,9 begünstigen die Stabilität auf See
- Kutter-Ketsch-Rigg mit Code-D-Genua und asymmetrischem Spinnaker erweitert das Revier bei leichtem Wind
- Von Eignern gemeldete Doppelsteuerstände, Wassermacher, Windgenerator und Generator ermöglichen weltweites Fahrtensegeln
Nachteile
- Der Tiefgang von 6,23–6,53 Fuß beschränkt sie auf große Marinas
- Die benetzte Fläche von 495 Quadratfuß und das DL-Verhältnis von 446 bestätigen das träge Segelverhalten bei leichtem Wind unter Segeln allein
- Eiserne Kiel nach allen Berichten statt des Bleis, was einige Daten nahelegen









