Design und Konstruktion
C&C Design formte die 29-3 eher als zweckmäßige Fahrtenyacht für Küstenreviere denn als rüstungslose Regattayacht. Der GFK-Rumpf geht in ein geneigtes Vorsteven und einen senkrechten Spiegel über. Der Ballast von 3.000 Pfund ist in einem Flossenkiel untergebracht, was einen Tiefgang von 5,17 Fuß ergibt, wobei ein optionaler Flachkiel mit 4,17 Fuß für flacheres Wasser zur Verfügung steht. Ein am Skeg aufgehängtes Ruder stützt das Heck. Das Ballast-Verdrängungs-Verhältnis (B/D) von 38,46 Prozent gepaart mit einer Verdrängungslänge von 268,31 Fuß kennzeichnet sie als moderate Fahrtenyacht mit einer Komfortzahl von rund 22 – für eine stabile, aber nicht federleichte Bewegung im Seegang. Die Rumpfgeschwindigkeit von 6,49 Knoten ist das natürliche Limit für ihre Wasserlinienlänge von 23,5 Fuß. (1)
Rigg und Handhabung
Die 29-3 ist eine Masttoppslup mit Bermuda-Rigg, einer Masthöhe von 40 Fuß über der Wasserlinie und einem Segelplan mit insgesamt rund 374 Quadratfuß. Das Vorsegeldreieck misst 35 Fuß in der I-Höhe und 12,83 Fuß an der J-Basis, während die Vorliek des Großsegels 30 Fuß beträgt und das Unterliek 10 Fuß misst. Dies ergibt ein Großsegel von 150 Quadratfuß und eine Fock oder Genua von 224 Quadratfuß. Diese Segelfläche auf einem 7.800-Pfund-Rumpf erzeugt ein Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis (SA/D) von fast 15, was ausreicht, um das Boot bei leichtem Wind in Fahrt zu halten, ohne dass es für ein kleines Paar überbesegelt ist. Der Standard-Tiefgang von 5,17 Fuß und das Skeg-Ruder sorgen für ein berechenbares Kursverhalten; der Flachkiel opfert etwas Abdrift im Seegang für viel Spaß beim Anlanden in flachen Buchten. (1)
Unterbringung
Unter Deck ist die Kabinenhöhe mit 72 Zoll (ca. 1,83 m) – also ganze sechs Fuß – so bemessen, dass sich die meisten Erwachsenen ohne Bücken bewegen können. Der Wassertank fasst 24 US-Gallonen (ca. 90 Liter), was für Wochenendtörns ausreicht, aber nicht für längere, autarke Törns. Das Innenraumvolumen, das durch die Breite von 10 Fuß und die Länge von 28,67 Fuß entsteht, lässt sich am besten als kompakte Aufteilung für zwei oder drei Personen beschreiben, anstatt als enges Regattaboot umzubauen.
Motor und Antrieb
Die Leistung kam aus einer flexiblen Auswahl: Ein gut montierter Außenborder war die Originalausrüstung, und das Boot kann mit einem japanischen Yanmar-Diesel von 8, 12 oder 15 PS oder einem Benzinmotor mit 15 PS ausgestattet sein. Die Yanmar-Dieselmotoren decken das für das Modell genannte Leistungsbereich von 8 bis 15 PS ab, sodass Käufer im unteren Bereich eine leise, langsam drehende Option und im oberen Bereich mehr Schub für ein schwieriges Manöver in der Marina bei Starkwind erhalten. Der Außenborderschacht hält das Heck einfach und den Boden in der Kabine trocken, sofern die Installation fachgerecht ist.
Das Fazit
Die Lancer 29-3 ist eine von C&C entworfene Fahrtenyacht mit vernünftigen Proportionen: Eine Breite von 10 Fuß und eine Verdrängung von 7.800 Pfund machen sie für ihre Länge geräumig und stabil, und der optionale Flachkiel erweitert die Reviergrenzen. Das Rigg ist einfach zu handhaben, und die Motorisierungsoptionen ermöglichen es dem Eigner, den Antrieb an Budget und Lärmtoleranz anzupassen. Die Wasserkapazität von 24 Gallonen und das kompakte Konzept einer Fahrtenyacht sprechen eher für den Küstenbereich als für Blauwasserträume.
Vorteile
- C&C Design-Kreuzer-Pedigree mit stabilem Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 38 Prozent
- Optionale Flachkiel-Version mit 1,27 Metern Tiefgang neben dem standardmäßigen Flossenkiel mit 1,58 Metern
- Flexible Antriebslösung: Außenborderschacht oder 8–15 PS Yanmar-Diesel
- Volle Stehhöhe von 1,83 Metern im Salon bei einer Breite von 3,05 Metern
Nachteile
- Die geringe Wassertankkapazität von nur 24 Gallonen begrenzt die Revierfahrt
- Umbenannt in Lancer 30 im Jahr 1982, was die Modellsuche erschwert
- Die Benzinmotorisierung ist für das Fahrtensegeln auf engen Revieren weniger ideal




