Design und Konstruktion
Don Martins Half-Ton-Regatta-/Fahrtenyacht wurde von Cooper Enterprises aus GFK mit Holzverzierungen gebaut. Dieser Konstruktionsansatz sorgte dafür, dass die 29 leicht genug für das Regattaboot blieb, während die optische Wärme einer traditionellen Kabine erhalten wurde. Der Rumpf verfügt über 2.500 Pfund Ballast bei einer Verdrängung von 6.200 Pfund – ein Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 40 Prozent, das dem Boot eine steife Plattform für seine Länge bietet. Der feste Flossenkiel weist einen Tiefgang von 4,75 Fuß auf. Ein intern montiertes Spatenruder befindet sich hinter dem Flossenkiel, und der geneigte Vorsteven vervollständigt ein Profil, das eher auf die International Offshore Rule Half-Ton-Klasse als auf den reinen Freizeitsegelsport an der Küste ausgelegt ist. Mit einer Länge über alles von 28,58 Fuß und einer Wasserlinienlänge von 22,50 Fuß liegt die Martin 29 am kompakten Ende des Regatta-/Fahrtenyacht-Spektrums, bietet jedoch die Ausstattung eines Langkielboots. (1)
Rigg und Handhabung
Die Martin 29 ist als Bermudarigg-Slup mit Masttopp-Rigg getakelt. Ein I-Vorliek von 36,00 Fuß und eine J-Basis von 11,40 Fuß füttern eine 205,20 Quadratfuß große Fock oder Genua, während das Vorliek des Großsegels mit 31,50 Fuß und der Unterliek mit 9,50 Fuß eine Fläche von 149,63 Quadratfuß ergeben, was einer Gesamtsegelfläche von 354,83 Quadratfuß entspricht. Das Rigg als Masttopp-Slup und die moderate Segelfläche eignen sich hervorragend für Clubregatten und kleine Törns innerhalb der Half-Ton-Klasse. Ein schwedischer Volvo MD6A-Diesel mit 12 PS sorgt für Hafenmanöver, wobei ein Kraftstofftank von 12 US-Gallonen eher dieser Hilfsfunktion dient als langen Motorenstrecken. Die Rumpfgeschwindigkeit liegt bei 6,36 Knoten – ein Wert, der zu der Wasserlinie von 22,50 Fuß und der leichten Verdrängung von 6.200 Pfund passt. (1)
Unterbringung und Systeme
Unter Deck zeichnet die Breite von 9,25 Fuß und die Kapazität von 24 US-Gallonen für Frischwasser die Martin 29 in erster Linie als Regatta-/Fahrtenyacht aus. Die Tankkapazitäten sind eher auf Wochenendregatten und Küstentörns als auf längeres Wohnen an Bord ausgelegt. Die Leistung des Volvo MD6A mit 12 PS ist ausdrücklich für Hafenmanöver vorgesehen, was unterstreicht, dass der Vortrieb des Bootes von den Segeln und nicht vom Motor kommt. Holzverzierungen über der GFK-Konstruktion verleihen dem Innenraum einen klassischen Charakter, der sie von späteren rein weißen Serien-Fahrtenyachten unterscheidet, während die Bezeichnung als Freizeitkielboot ihre Doppelrolle im Regattabereich und vor Anker bestätigt.
Das Fazit
Die Martin 29 bleibt eine speziell für Regatten gebaute International Offshore Rule Half Ton Renn- und Fahrtenyacht mit dem Stammbaum von Don Martin und einem aktiven Klassenverein, der das Design auf den Regattabahnen konkurrenzfähig hält. Ihre Konstruktion aus GFK und Holzverzierungen, ihr Ballastanteil von 40 Prozent und das Masttoppslup-Rigg liefern ein steifes, handliches 29-Fuß-Boot, dessen begrenzte Kraftstoff- und Wasserkapazität ihre regattaintensive Abstammung deutlich über die Fahrtdistanzen hinweg signalisiert. Da Cooper Enterprises seit 1990 geschlossen ist, fließen Ersatzteile und Klassenwissen heute durch die Gemeinschaft der Half Ton Class und nicht mehr über die Support-Hotline eines Werften.
Vorteile
- Entworfen von Don Martin als reine Regatta-/Fahrtenyacht nach der International Offshore Rule Half Ton
- Steifes Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 40 Prozent mit 2.500 lb bei einem Rumpfgewicht von 6.200 lb
- Aktiver Half Ton Class Club, der weiterhin Regatten veranstaltet
- Masttoppslup-Rigg mit 354,83 qm Segelfläche für lebendige Leistung
Nachteile
- Nur 45 Liter Kraftstoff und 95 Liter Wasser begrenzen die Reichweite beim Fahrtensegeln
- Nicht mehr in Produktion, da Cooper Enterprises 1990 geschlossen wurde
- Der 12 PS starke Volvo MD6A ist nur als Hilfsmotor ausgelegt, kein echtes Motoren-Plattform








