Westerly GK 29 — Informationen, Bewertung, technische Daten

Michael Pocock·1978 – 1981·~182 hulls·Westerly Marine Ltd.
Ungefähre Zeichnung

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Rumpfart
Einrumpf · flossenkiel
Rigg
7/8-Slup
LOA
29' · 8.84 m
Verdr.
6.000 lbs · 2.722 kg
Erstes Baujahr
1978

Die Westerly GK 29 ist eine 29FußGFKSlup, die von den Briten Michael Pocock und Jack Laurent Giles entworfen und von Westerly Marine Construction Ltd als reine IORHalbtonner gebaut wurde. Sie wurde von 1978 bis 1981 mit 182 fertiggestellten Rümpfen produziert und positioniert sich am Leistungsende der Modellpalette der Werft aus den späten 1970er Jahren, fernab der für das Bootshaus früher in diesem Jahrzehnt bekannten Fahrtenyachten mit Doppelkiel.

Messwerte

Abmessungen 01

Länge über alles
29 ft
Länge an Deck
Länge in der Wasserlinie
27,58 ft
Breite
10,33 ft
Tiefgang
5,25 ft
Maximale Stehhöhe
Durchfahrtshöhe

Bauweise & Rumpf 02

Bauweise
Glasfaser
Rumpfart
Einrumpf
Kielart
Flossenkiel
Ruder
1× Am Spiegel aufgehängt
Ballast
3.000 lbs (Eisen)
Verdrängung
6.000 lbs
Wasserkapazität
Kraftstoffkapazität

Rigg & Segel 03

Rigg-Art
7/8-Slup
Vorliek Großsegel
31,7 ft
Unterliek Großsegel
10 ft
Vorsegeldreieck Höhe
36,5 ft
Vorsegeldreieck Basis
12 ft
Vorstaglänge (geschätzt)
38,42 ft
Segelfläche
390,2 sqft

Berechnungen 04

Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis
18,9
Ballast-Verdrängungs-Verhältnis
50
Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L)
127,68
Komfort-Ratio
14,76
Kenterungsverhältnis
2,27
Rumpfgeschwindigkeit
7,04 kn

Design und Konstruktion

Die GK 29 trägt einen Flossenkiel und ein am Spiegel aufgehängtes Ruder unter einem massiven GFK-Rumpf. Mit einem Längen-Breiten-Verhältnis von 2,81 ist sie breiter als die typische Regatta-/Fahrtenyacht ihrer Größe, und Rezensenten, die dieses Verhältnis berechneten, fanden sie geräumiger als 79 % aller anderen Entwürfe. Ihre Verdrängung von 6.000 lb und der eiserne Ballast von 3.000 lb sorgen für ein Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 43 %, was höher liegt als bei 66 % vergleichbarer Segelboote. Ein Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 222 ordnet sie zu den „moderaten Regattayachten“ ein, wobei 66 % ähnlicher Entwürfe schwerer eingestuft werden. Ein Kenterungsverhältnis von 2,17 bedeutete, dass sie nicht für Hochseeregatten zugelassen worden wäre, und ihr Komfort-Ratio von 18,5 machte sie komfortabler als nur 27 % ähnlicher Boote – ein steifer, leichter, innenraumeffizienter Rumpf, kein weiches Boot für Langstreckenfahrten. (1)

Rigg und Handhabung

Das Boot ist mit einem Masttopprigg statt der fraktionierten Takelung ausgestattet, die man aufgrund ihrer IOR-Stammbaum erwarten könnte. Der Segeltrimm erfolgt über eine Großschot von 22,1 Fuß Länge, Fock- und Genuaschoten von 8,8 Fuß sowie Spinnakerschoten von 19,4 Fuß, alle mit einer Durchmesser von 10 mm. Bei einer benetzten Fläche von etwa 290 Quadratfuß und einem Verdrängungsverhältnis von 865 Pfund pro Zoll schwimmt sie bei einem Tiefgang von rund 5,7 bis 6,0 Fuß abhängig von der Beladung – flach genug für die meisten Marinas. Ihre theoretische Rumpfgeschwindigkeit bei voller Verdrängung liegt bei 6,6 Knoten.

Unterbringung

Unter Deck bietet die GK 29 sechs Kojen sowie eine Pantry und eine Nasszelle. Der breite Rumpf, der ihr die hohe Platzangebot-Rangierung einbringt, sorgt dafür, dass diese Kojen nutzbar und nicht nur nominell großzügig sind. Die Komfort-Ratio zeigt jedoch, dass der Kompromiss auf Kosten der Segeleigenschaften zugunsten des Volumens ging.

Bekannte Schwachstellen

Keine dokumentierten Mängel.

Das Fazit

Die GK 29 ist ein konzentriertes IOR-Halbton-Design, das die Regattatauglichkeit auf See und den Bewegungskomfort gegen viel Innenraum durch die Breite und einen hohen Ballastanteil in einem leichten, moderaten Regattarumpf eintauscht. Sie eignet sich für Segler, die die Proportionen eines Halbtonners mit einer Fahrtenversion mit sechs Kojen suchen.

Vorteile

  • Breiter Rumpf, der als geräumiger eingestuft wird als bei 79 % ähnlicher Konstruktionen
  • Hoher Ballastanteil von 43 %, über dem Wert von 66 % vergleichbarer Boote
  • Masttopprigg mit dokumentierten Schotspezifikationen

Nachteile

  • Das Kenterungsverhältnis von 2,17 schließt die Teilnahme an Hochseeregatten aus
  • Die Komfort-Ratio setzt sie nur über 27 % ähnlicher Konstruktionen

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