Design und Konstruktion
Andrieu verlieh der 40 DS einen sehr schnellen Rumpf mit dynamischem Aussehen: ein minimales Bugüberhang und ein breites Heck, typisch für französische Entwürfe, mit genügend Heckausstellung, um zu verhindern, dass das Spiegel bei geringer Geschwindigkeit im Wasser schleift. Der Flossenkiel ist relativ schlank mit einer langen, flachen Kielflosse mit niedrigem VCG, und das Ruder ist ein tiefgehendes Spatenruder. Über der Wasserlinie ist das Deck in der Jeanneau-Tradition wunderschön gearbeitet und geformt, mit unübertroffener Verarbeitungsqualität und einem modernen Decksbehandlung. Das große, erhöhte Kajütdach ist eine umschließende GFK-Konstruktion, die manche als klobig empfinden, doch Licht und Sicht unter Deck kompensieren diese optische Herausforderung. Die Belüftung erfolgt über zahlreiche Luken, aber nur wenige öffnende Bullaugen. (1)
Rigg und Handhabung
Die 40 DS ist mit einem standardmäßigen Masttoppslup-Rigg mit zwei Salingen ausgestattet, bei dem die Salinge und Vorliekspanten leicht zurückgepfeilt sind. Die Segelfläche liegt bei rund 683 Quadratfuß, was zu einem Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis von 17,29 führt, was damalige Fachzeitschriften als absolut ausreichend für eine Fahrtenyacht bewerteten. Die Schotführung erfolgt mittschiffs am Baum mit einem sehr kurzen Traveller, der weit vorn montiert ist – so weit vorn, wie es ein Kritiker noch akzeptierte. Zwei Steuerstände zeichnen das achtere Cockpit aus – eine originelle Idee für eine 40-Fuß-Yacht. Käufer konnten zwischen einer Radsteuerung auf einer Steuersäule im Mittelbereich des Cockpits oder einer am Schott montierten Radsteuerung auf der Rückseite des Kajütaufbaus wählen. Das vorn montierte Rad lässt den Rest des Cockpits frei und bietet dem Rudergänger etwas Schutz vor dem erhöhten Kajütaufbau. (2)
Unterbringung
Im Innenraum ist die 40 DS ein Boot mit erhöhtem Salon und außergewöhnlich viel Platz und Volumen. Sie kombiniert feine Teakholzarbeiten mit einem neuen Satinlack in bestem Jeanneau-Stil. Das Rigg ist konventionell aufgeteilt: eine Doppelkoje im Vorschiff, eine Doppel-Hundekoje achtern und zwei Nasszellen, wobei optional eine Einzel-Hundekoje an Steuerbord direkt hinter der Pantry vorhanden ist. Es gibt keinen separaten Kartentisch, obwohl kleine Sitze mit Tisch an Backbord als Navigationsecke dienen können. Jeanneau bot ein Eigneraufteilung mit 2 Kabinen und einer riesigen U-förmigen Pantry, eine Version mit 3 Kabinen und 1 Nasszelle mit separater Dusche sowie eine Aufteilung mit 3 Kabinen und 2 Nasszellen an; alle Layouts gelten als hervorragend für Langstreckenfahrten, und das Boot wurde für das Fahrtensegeln mit zwei Paaren konzipiert.
Motor und technische Daten
Die 40 DS wurde mit der Option eines 40-PS- oder 78-PS-Diesel-Hilfsmotors angeboten, beide als Einzylinder mit Direktantrieb. Ihr D/L-Verhältnis von 191,6 und das Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von fast 33 Prozent ordnen sie fest im Bereich der Fahrtenyachten mit moderater Verdrängung ein. Die Angaben zur Kraftstoff- und Wasserkapazität variieren in den Quellen, daher sollten Käufer die Tankkapazitäten bei den einzelnen Booten selbst überprüfen; die vom Hersteller angegebene Wasserkapazität beträgt 112 Gallonen.
Das Fazit
Die Sun Odyssey 40 DS ist eine interessante Kombination aus Leistung und Komfortmerkmalen. Der Rumpf von Andrieu ist für eine 40-Fuß-Fahrtenyacht wirklich schnell, und das erhöhte Deck des Salons sorgt trotz seines polarisierenden Aussehens für bemerkenswert viel Licht unter Deck. Doppelsteuerstände und die offene Plicht des Layouts mit Schotten und Radsteuerung machen sie leicht zu handhaben und gesellig, während drei Innenraumvarianten es einem Paar oder zwei Familien ermöglichen, mit viel Volumen zu segeln. Das Fehlen eines echten Kartentisches und die geringe Anzahl an öffnenden Luken sind die größten Kompromisse.
Vorteile
- Sehr schneller Rumpf mit geringer Verdrängung, High-Aspect-Flosse und tiefem VCG-Bulbkiel
- Außergewöhnliches Innenraumvolumen mit drei flexiblen Layouts für Langstreckentörns
- Doppelte Steuerstände und optionales Schott-Rad für eine offene, geschützte Plicht
- Wunderschön verarbeitetes Deck mit unübertroffener Veredelung im Jeanneau-Stil
Nachteile
- Kein eigener Kartentisch; Navigation erfolgt über den Sitz auf Backbordseite
- Wenige öffnende Luken trotz vieler Decksluken
- Die polarisierende Ästhetik des umschließenden Kajütaufbaus
- Widersprüchliche Angaben zu den Tankkapazitäten erfordern eine Prüfung an Bord









