Konstruktion und Bauweise
Die Passage 42 ist ein Einrumpfboot aus massivem GFK, das überwiegend aus diesem Material gebaut wurde. Es verfügt über einen festen Flügelkiel und ein intern montiertes Spatenruder, das über eine Radsteuerung bedient wird. Die Werft gab an, dass die maximale Rumpfstabilität durch ein laminiertes, vollständiges internes Spanten- und Wrangenrahmensystem erzielt wurde, das den Rumpf verstärkte, ohne Gewicht zuzufügen, und dass das Boot hauptsächlich aus GFK gefertigt war. Der markante Hunter-Balkon über der Plicht wurde von der Werft als strukturelles Edelstahlrohr beschrieben, das stark genug ist, um die Großschot und die Travellerschiene zu tragen. Mit einer Länge über alles von 42,5 Fuß, einer Wasserlinienlänge von 38 Fuß, einer Breite von 14 Fuß und einer Verdrängung von 24.000 Pfund, unterstützt durch 7.700 Pfund Bleiballast, liegt das Design bei einem Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von fast 32 Prozent – ein Wert, der seine Stabilität als Fahrtenyacht unterstreicht und nicht für Regatten ausgelegt ist. (1)
Rigg und Handhabung
Über dem Deck trägt die Passage 42 ein B&R Masttoppslup-Rigg mit einem 60-Fuß-Mast und einem geneigten Vorsteven. Rollfock mit einer 130-prozentigen Genua und inneren Stagen, kombiniert mit zwei selbstholenden Winschen, vereinfacht die Segelhandhabung ebenso wie das Rollfock-Vorsegel. Ein typisches Hunter-Geräteträger ragt über der Plicht auf, wo die Großschot und der Traveller sicher befestigt und ungestört sind. Die Seitendecks sind breit für sicheres und effizientes Crew-Verhalten, und das Mittelcockpit-Layout hilft dabei, Kapitän und Crew warm und trocken zu halten. Das Cockpit selbst ist zwar nicht übermäßig geräumig, aber komfortabel geformt und durch hohe Bordwände, eine Sprayhood und ein Bimini vor den Elementen geschützt. Eine Ankerrolle am Vorsteven leitet die Kette in einen Ankerkasten, wobei eine elektrische Ankerwinde die Arbeit erleichtert. (1)
Unterbringung
Unter Deck sorgen die Breite von 14 Fuß und die Stehhöhe von 6 Fuß 6 Zoll für eine atemberaubende Menge an offener Fläche. Das Boot verfügt über geräumige Schlafplätze für vier Personen mit einer Vorschiffskabine und einer Achterkabine; die Eignerkabine achtern hat eine eigene Nasszelle mit Badewanne und begehbarem Duschkopf, während die Vorschiffskabine über ihre eigene Nasszelle mit Dusche verfügt. Die Kapazität erweitert sich auf sechs oder mehr Personen, wenn die Salonsofakojüte und der Esstisch zu einer Doppelkoje umgebaut werden. Eine großzügige Navigationsecke befindet sich direkt achtern des Salons und gegenüber dem Motorraum. Die Pantry ist so gut ausgestattet wie möglich und verfügt über einen kardanisch aufgehängten dreiflammigen LPG-Herd, Backofen mit Grillfunktion, Mikrowelle, eine Spüle mit zwei Becken, Kühlschrank und Gefrierschrank. Das Boot verfügt über 150 Gallonen Frischwasser und 70 Gallonen Diesel für seinen japanischen 62-PS-Yanmar 4JH2TE-Hilfsmotor.
Cockpit und Decksfeatures
Das Heck verfügt über einen offenen, umgedrehten Spiegel mit einer Badeplattform und einer klappbaren Leiter, während eine ebene Fläche oberhalb der Achterkabine, die als Sonnenlounge bezeichnet wird, zum Entspannen einlädt. Öffnungen im Cockpit knapp über Fußhöhe ermöglichen das Gespräch zwischen den Personen an Deck und anderen unter Deck. Das Cockpit ist mit Beleuchtung und Lautsprechern in Kopfhöhe an Backbord und Steuerbord ausgestattet. Zur Werftausstattung gehörten ein UKW-Funkgerät, ein Knotenmesser, ein Echolot sowie ein AM/FM-Radio mit CD-Player und acht Lautsprechern; zu den Optionen zählten unter anderem das Rollgroßsegel im Mast, Klimaanlage, eine elektrische Fallwinsch und Ledersitze.
Bekannte Schwachstellen
Eigner berichten von undichten Kettenkästen, kleinen elektrischen Problemen und Schwierigkeiten mit einigen Geräten, obwohl die meisten dieser Probleme ohne großen Aufwand behoben werden konnten. Ein Käufer oder Rezensent sollte dies eher als typische, vom Eigner gemeldete Mängel denn als strukturelle Fehler betrachten.
Das Fazit
Die Hunter Passage 42 ist eine rein auf Langstreckenfahrten ausgelegte Fahrtenyacht, die reine Geschwindigkeit gegen Volumen, Komfort und einen geschützten Steuerstand eintauscht. Ihr Mittelcockpit-Layout, der Flügelkiel und der geringe Tiefgang sind ideal für die Küsten- und Binnengewässerpassagen, die ihr Name verspricht, während das Geräteträger-Dach und die Rollfock das Segeln mit kleiner Crew einfach halten. Die Anzahl der Kojen und der Pantry-Komfort schlägt sich in größeren Booten nieder, und die warme, trockene Plicht ist ein echter Vorteil in kalten Ankerbuchten.
Vorteile
- Das Mittelcockpit-Design hält die Crew warm und trocken
- Große Breite und eine Stehhöhe von 1,98 m schaffen ein offenes, wohnliches Innenraumkonzept
- Vorschiff- und Achterkabine jeweils mit eigener Nasszelle und Dusche
- Der strukturelle Edelstahlbügel befreit das Cockpit von den leinenverlegenden Elementen der Großschot
- Rollfock und selbstholende Winschen erleichtern das Segelhandling mit kleiner Crew
Nachteile
- Von Eignern gemeldete undichte Püttinge und kleinere elektrische Fehler
- Das Cockpit ist trotz der sozialen Aufteilung nicht übermäßig geräumig
- Kann von uninformierten Käufern mit späteren Modellen der Marlow-Hunter 42SS verwechselt werden









