Design und Konstruktion
Die 42 CC basiert auf einem neuen Rumpf, der bei Beginn der Produktion eingeführt wurde. Ihr voluminöses Profil bietet reichlich Platz im Innenraum und an Deck, ohne sich als Regattaboot auszugeben. Beneteau plante, jährlich etwa 80 dieser Boote zu bauen, und das Boot wurde von Yachting Monthly in einem Bericht vom Juli 2002 getestet, bevor die Produktion auf Touren kam. Das Mittelcockpit selbst ist in seiner Aufteilung unauffällig, aber überraschend tief und wird durch eine feste Windschutzscheibe über dem Niedergang abgedeckt. Kleine Sülls machen das Bewegen an Deck sicherer als bei einer Alternative mit niedrigem Freibord. Der hohe Heckspiegel lässt sich leicht mit Retro-Styling verwechseln, erfüllt jedoch seinen Zweck durch den zusätzlichen Stauraum, den er zusammen mit den tiefen Seitenschubladen an Deck bietet. (1)
Rigg und Handhabung
Sie trägt ein Kutterrigg mit zwei Salingen, das weit vorn angesetzt ist. Dies passt zum nach vorn verlagerten Mittelcockpit und sorgt dafür, dass das Boot auch von einer kleinen Crew leicht gehandhabt werden kann. Unter Segeln bei einer stabilen Brise von 10 Knoten stellten Testsegler fest, dass sie auf allen Kursen zum Wind leicht zu führen war. Ihre beste Geschwindigkeit – rund 6,5 Knoten – zeigte sie auf einem ruhigen Halbwindkurs, während sie am Wind aufgrund ihrer relativen Schwere etwas unter 5 Knoten lief. Der Standard-Volvo D2-55 (53 PS) brachte 8,8 Knoten bei 3.000 U/min und fuhr unter Deck bei nur knapp über 2.000 U/min leise. In einem Testbericht für Yachting World bemerkten die Tester jedoch eine seelenlose und unpräzise hydraulische Steuerung bei niedrigen Geschwindigkeiten. Eine Drahtseilsteuerung wurde nicht angeboten, da die Verlegung der Leitungen zum Ruderquadranten zu komplex war. Da das Rad auf dem Schott montiert ist, fühlte sich die Steuerposition für die Rezensenten ungewohnt an, und die vordere Position des Ruders opfert traditionelle Sichtlinien zugunsten von freiem Platz in der Plicht. (1)
Unterbringung
Unter Deck wird das Boot von der Werft als hell, funktional und luxuriös beschrieben, während Rezensenten es als einen Salon mit kleinen Quadraten und guter Stehhöhe bezeichnen, der eher als Durchgang zwischen den Kabinen dient als als Lounge. Die Testaufteilung bot zwei große Kabinen: eine Achterkabine mit einer geräumigen Koje, Schrankstauraum, einem Schminktisch und einer eigenen Nasszelle an Steuerbord sowie eine vordere Kabine, die auf Steuerbord versetzt ist und bei kompakten Gesamtausmaßen eine gut dimensionierte Koje bietet. Eine mittschiffs im Bug positionierte Nasszelle bietet sicheren Halt auf beiden Seiten – ein praktisches Detail für Krängungslage. Auf der Backbordseite des Salons befindet sich ein nach vorn gerichteter Kartentisch mit einem langen Rumpfbugfenster für Licht, und die Plichtverkleidung trägt eine solide, längs verlaufende Pantry mit Stauraum im Familienformat. Gute Stauraummöglichkeiten und eine ordentliche Pantry machen sie zu einer praktischen Fahrtenyacht, und das große Achterdeck bietet problemlos Platz für ein paar Sonnenanbeter.
Deck und Ausrüstung
An Deck lässt sich der zentrale Achterschiffsbereich nach hinten verschieben, um Stufen freizulegen. Ein Fernbedienungshebel, der mit einem hydraulischen Aggregat verbunden ist, lässt den Spiegel nach unten klappen – eine klappbare Badeplattform, die auch das Magazin Yachting Monthly als besonderes Deckselement hervorhob. Das feste Windschutzscheiben-Design, die tiefe Plicht und die Duchten vervollständigen einen Decksplan, der für ein sicheres und komfortables Leben an der Küste und auf See gebaut ist und nicht für Regatta-Tuning optimiert wurde.
Motorzugang und Eignerschaft
Ein großes Wartungsluk im hinteren Bereich des Motorraums lässt sich von der Achterkabine aus öffnen. Wer sich auf allen Vieren hineinzwängt, hat eine geringe Stehhöhe, aber fast genug Platz, um einen Katamaran zu wassern. Rezensenten stellten fest, dass für jeden erdenklichen Zusatz wie Wassermacher, Generator oder Klimaanlage Platz vorhanden ist – alles passt ohne Probleme. Dies macht die 42 CC ungewöhnlich gut geeignet für Eigner-Anpassungen an einem Boot dieser Größe.
Das Fazit
Die Oceanis 42 CC ist eine volumenorientierte Mittelcockpit-Fahrtenyacht, die als komfortabler, praktischer Zufluchtsort für ein Paar oder eine kleine Familie bestens geeignet ist. Sie lässt sich leicht von einer kleinen Crew handhaben und bietet zudem einen hervorragenden Motorraum für Upgrades. Ihre Segeleigenschaften sind solide, aber nicht herausragend, und das Gefühl der hydraulischen Steuerung bei niedrigen Geschwindigkeiten zusammen mit dem Schottrad wird Traditionalisten spalten.
Vorteile
- Großer Rumpf mit tiefen Backskisten und einem großen Achterdeck zum Entspannen
- Geräumige Achterkabine mit eigener Nasszelle und einer mittschiffs gelegenen Vorschiffstoilette mit Stützpunkten
- Außergewöhnlich guter Zugang zum Motorraum für ein 42-Fuß-Boot, bereit für Generator oder Wassermacher
- Leicht zu bedienendes Kutterrigg; leises, kraftvolles Segeln dank des serienmäßigen Volvo
Nachteile
- Die hydraulische Steuerung fühlte sich bei niedriger Geschwindigkeit leblos und unpräzise an; keine Seilzug-Option
- Der Salon wirkt eher wie ein kleiner Quadrat als wie ein echter Wohnraum
- Die Segelleistung ist für Verdrängung und Rigg nicht herausragend







