Konstruktion und Bauweise
Sowohl Rumpf als auch Deck sind aus massivem GFK gefertigt, der Kiel besteht aus Blei. Bei einer Verdrängung von 9.259 Pfund und einem Ballast von 3.086 Pfund liegt das Ballast-Verdrängungs-Verhältnis bei etwa 33 Prozent, und das Verhältnis von Länge zu Breite (L/B) von 3,14 beschreibt einen Rumpf mit angemessener Breite. Das Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 228 ordnet sie zu den „moderaten Regattayachten“ ein, während eine benetzte Fläche von fast 290 Quadratfuß und eine theoretische Rumpfgeschwindigkeit von 6,8 Knoten ihre Unterwasserschiffe als effizient kennzeichnen. Sie wurde von Granada Yachts A/S und auch auf anderen Werften gebaut, was kleine Unterschiede zwischen den einzelnen Booten erklären kann. (1)
Rigg und Handhabung
Das 7/8-Rigg führt eine Fock- und Genuaschot von etwa 30 Fuß auf einer 1/2-Zoll-Leine, eine Großschot von rund 75 Fuß und Spinnakerschoten von fast 66 Fuß, allesamt mit 12 mm Leinenstärke. Unter Motor sorgt der Volvo Penta MD2020 Diesel für 7,0 Knoten Leistung. Der Tiefgang liegt je nach Beladung bei etwa 5,4 bis 5,7 Fuß. Das Kenterungsverhältnis beträgt 1,88 und das Komfort-Ratio liegt zwischen 23,6 und 25,8. Die Absorptionsrate ist etwa 865 Pfund pro Zoll.
Unterbringung
Die verfügbaren Unterlagen beschreiben keinen spezifischen Aufteilungsplan oder die Anzahl der Kojen, und die im Bootsbau üblichen Details zur Ausstattung beziehen sich auf andere Modelle. Die Breite von 2,88 Metern (9,55 Fuß) und die moderate Verdrängung ermöglichen einen herkömmlichen Innenraum für eine mittelgroße Fahrtenyacht, doch die genaue Aufteilung sollte individuell geprüft werden.
Bekannte Schwachstellen
Die Tatsache, dass es sich um einen Bleikiel handelt, bedeutet, dass das Ballastmaterial gegenüber pauschalen Schätzungen für Eisen überprüft werden sollte. Das Boot wurde zudem auch in anderen Werften gebaut, was zu ungewöhnlichen Details führen kann. Jedes Exemplar muss als Einzelstück betrachtet werden.
Refits und Eignerschaft
Die Eignerschaft umfasst eine dänische Regatta-/Fahrtenyacht aus der Kleinserie mit einem Standard-Volvo Penta-Diesel und GFK-Bauweise. Die geringe Stückzahl führt zu teilweiser Teilekompatibilität mit größeren Schwestergeschwadern, und die Schotgrößen des 7/8-Riggs bilden den Maßstab für das laufende Gut.
Das Fazit
Die Granada 30 ist ein sauberer, in geringer Stückzahl gebauter Entwurf von Elvstrøm & Kjærulff aus den späten 1970er Jahren: GFK, Blei-Flossenkiel, 7/8-Rigg und eine moderate Regattayacht-Form.
Vorteile
- Bleikiel und massiver GFK-Rumpf von einer bekannten dänischen Werft
- Geringer Tiefgang von ca. 1,60–1,74 m für den Hafenbetrieb
- Mäßiges Verdrängungs-Längen-Verhältnis, ideal für leichte Regatten und Tagestörns
Nachteile
- Unter 100 gebaut; begrenzte Teileverfügbarkeit und geringe Bekanntheit des Modells
- Auch bei anderen Werften gebaut, sodass sich die einzelnen Spezifikationen unterscheiden können







