Design und Konstruktion
Was die Impala 30 strukturell auszeichnet, ist ihr Sandwich-Rumpf und -Deck mit einem Balsaholzkern, der laut dem Originaltest das Klima unter Deck verbessert, indem er gegen kaltes Wasser isoliert und Kondenswasser in der Kabine begrenzt. Sowohl Rumpf als auch Deck sind solide GFK-Schalen um diesen Balsakern, und der Kern selbst verlangt Respekt: Jede Beschädigung des Sandwiches lädt zum Wassereintritt ein, und die daraus resultierende Fäulnis kann teuer oder praktisch unzureichend zu reparieren sein. Der Rumpf ist knickspant (Chines), was zur erhöhten Anfangsstabilität beiträgt und hilft, Spritzwasser nach außen zu lenken, um das Deck auf See trockener zu halten. Blei macht den Ballast von 3.307 Pfund im Flossenkiel aus, was zu einem Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 43 Prozent führt – höher als bei 62 Prozent vergleichbarer Konstruktionen und ein wesentlicher Beitrag zu ihrer Krängungsfestigkeit. Nielsen baute das Boot auch an anderen Werften, und einige Impala 30 wurden als Bausatz für den Selbstbau verkauft, sodass sich die Verarbeitungsqualität von Boot zu Boot unterscheiden kann. (1)
Rigg und Handhabung
Die Impala 30 wurde entweder mit einem 7/8-Rigg oder einem Masttopprigg angeboten, und die Wahl prägt ihren Charakter. Die 7/8-Version trägt kleinere Vorsegel, was das Wenden erleichtert – ein Punkt, den die ursprüngliche Besprechung sowohl für Fahrtensegler als auch für Regattasegler als nützlich bezeichnete. Mit einer 135-prozentigen Genua steigt das Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis auf 20,6, und selbst unter dem ISO-Referenzsegel liegt sie bei 17,1 – Zahlen, die sie bei Leichtwindgeschwindigkeit vor 62 Prozent ähnlicher Boote platzieren. Ihr Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 177 ordnet sie zu den „leichten Regattayachten“ ein, wobei 82 Prozent vergleichbarer Konstruktionen schwerer sind; der Relative Speed Performance-Index von 82 bedeutet, dass sie schneller ist als 82 Prozent ihrer Altersgenossen. Der Flossenkiel macht sie manövrierfähiger als ein Boot mit Langkiel, wenngleich mit geringerer Kursstabilität. Unter dem 12-PS-Yanmar SB12G-Diesel mit Wellenantrieb erreicht sie etwa 7 Knoten, knapp unter ihrer theoretischen Rumpfgeschwindigkeit von 6,9 Knoten.
Unterbringung
Unter Deck ist die Impala 30 im Mahagoni-Stil ausgestattet und bietet Platz für fünf oder sechs Kojen sowie eine Pantry und eine Toilette. Ihr Wassertank mit 26 Gallonen und der 7-Gallonen-Dieselkanister aus Edelstahl sind ideal für Wochenendtörns und Küstenfahrten. Das Verhältnis von Länge zu Breite (L/B) von 2,77 macht sie geräumiger als 82 Prozent aller ähnlichen Entwürfe – eine großzügige Raumaufteilung, die ihrer Gesamtlänge von 30 Fuß widerspricht und ihren Charme als kompakte Fahrtenyacht erklärt.
Bekannte Schwachstellen
Das größte Problem ist das Sandwich-Rumpfkonstrukt mit Balsakern. Da besondere Sorgfalt darauf verwendet werden muss, dass kein Wasser durch gebohrte oder beschädigte Bereiche eindringt, sollten Käufer und Eigner Decksdurchführungen, Püttinge und Rumpfdurchführungen als potenzielle Rotteerschächte betrachten. Die Eigenbautradition bedeutet zudem, dass die strukturelle Ausführung eines Bootes nicht immer den Werftstandards entspricht, weshalb eine individuelle Inspektion wichtiger ist als der Durchschnitt der Klasse. (1)
Refits und Eignerschaft
Eigner, die sich für ein 7/8-Rigg entscheiden, finden eine gut dokumentierte Reihe von Längen für die Trimmleinen – Großsegel- und Vorsegelfall von 28,3 Metern auf 10-mm-Leine, Schoten von rund 9 Metern auf 12-mm-Leine und eine Großschot von 22,6 Metern –, die beim Riggwechsel hilfreich sind. Die bescheidene Kraftstoffkapazität von 8 Gallonen und der 12 PS starke Innenborder bedeuten, dass Refits des Antriebs eher durch den Einsatzzweck als durch einen Mangel begrenzt sind; sie wurde in erster Linie als leichtes Segelboot gebaut.
Das Fazit
Die Impala 30 ist eine leichte, breite und schnelle Slup aus der Mitte der 1970er Jahre. Ihr Sandwich-Rumpf mit Balsakern und Knickspant bietet Wärme, viel Platz und hohe Anfangsstabilität. Der Kern erfordert jedoch eine disziplinierte Wartung, und die unterschiedliche Baugeschichte lohnt eine sorgfältige, individuelle Besichtigung.
Vorteile
- Raumig für ihre Länge, übertrifft ähnliche Konstruktionen um mehr als 82 Prozent in der Breite
- Überdurchschnittliches Ballast-Verdrängungs-Verhältnis und gute Geschwindigkeit bei Leichtwind im Vergleich zu Klassenkollegen
- Die Option mit 7/8-Rigg erleichtert das Wenden mit kleineren Vorsegeln
Nachteile
- Risiko von Fäulnis im Balsakern durch jede Art von Undichtigkeit im Sandwichbau
- Selbstbauten führen zu variabler Bauqualität
- Das Kenterungsverhältnis von 2,17 schließt eine Teilnahme an Hochseeregatten aus







