Design und Konstruktion
Mit einer Länge über alles von 33 Fuß 7 Zoll, einer Wasserlinienlänge von 28 Fuß und einer Breite von 10 Fuß 6 Zoll verdrängt die Grampian 34 12.000 Pfund und hat 5.000 Pfund externen Bleiballast. Dieses Ballast-Verdrängungs-Verhältnis (B/D) von 0,42 ist robust genug, um der Ketsch echte Steifigkeit und aufrichtende Kräfte zu verleihen – eine strukturelle Ehrlichkeit, die durch dickes, handaufgelegtes GFK unterstrichen wird, das für Langlebigkeit gebaut wurde. Historische Berichte weisen darauf hin, dass diese Konstruktion oft dafür gelobt wurde, auch nach extremen Kenterungen und Stürmen unbeschadet davonzukommen, was den Ruf des Bootes als schwerer Plänkler mit einer Rumpfgeschwindigkeit von 7,1 Knoten unterstreicht und nicht als Leichtwind-Sprinter. (1)
Rigg und Seeverhalten
Das Ketsch-Rigg trägt eine Segelfläche von 429 Quadratfuß, aufgeteilt auf ein Großsegel von 198 Quadratfuß und ein Vorsegel von 232 Quadratfuß, wobei ein Besan das Rigg ergänzt. Ein bescheidenes SA/D-Verhältnis von 13,5 und ein PHRF-Wert von rund 168 ordnen sie fest im Bereich der stabilen Fahrtenyachten ein. Der lange Flossenkiel mit einem Tiefgang von 5 Fuß 2 Zoll (oder die optionale Flachkiel-Variante mit 4 Fuß 2 Zoll) sorgt für ein berechenbares Verhalten im Seegang. Sie ist ein Boot, das dafür gebaut wurde, seine Crew auch bei Sturm komfortabel und aufrecht zu halten, nicht um die raume Kursstrecke zu gewinnen.
Unterbringung
Unter Deck nutzt das Mittelcockpit-Layout das Rumpfvolumen effizient. Mit einer Stehhöhe von 1,88 m (6 Fuß 2 Zoll) verfügt die Yacht über eine V-Koje im Vorschiff, eine U-förmige Pantry, umbaubare Sofakojen und eine separate Nasszelle. Eine geräumige Achterkabine mit Achterkoje ergänzt die Schlafplätze für bis zu fünf Personen. Ein Wassertank mit 40 Gallonen und ein Kraftstofftank mit 30 Gallonen sind unauffällig integriert – ein Konzept, das eindeutig auf ausgedehnte Törns und nicht auf Wochenendregatten ausgelegt ist.
Das Fazit
Die Grampian 34 Ketsch ist eine durchdacht weiterentwickelte Hochseeyacht: Eine kanadische Interpretation eines britischen Rumpfes, vergrößert und als Ketsch getakelt für ein berechenbares Verhalten auf See. Ihr bescheidener Segelplan und die schwere Bauweise werden Regattasegler nicht begeistern, aber für einen Käufer, der eine seetüchtige, geräumige Fahrtenyacht mit einem geschützten Mittelcockpit und einer soliden Aufrichtfähigkeit sucht, bleibt sie ein ernsthafter Kandidat.
Vorteile
- Robuste Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 0,42 für hohe Steifigkeit und Aufrichtfähigkeit
- Dicke, handaufgelegte GFK-Bauweise, die sich durch Standfestigkeit bei Sonnenschüssen und Stürmen bewährt hat
- Mittelcockpit-Layout mit Schlafplätzen für fünf Personen und einer geräumigen Achterkabine
- Ausgewogenes, trockenes Handling im Küsten- oder Blauwasserbereich
Nachteile
- Die bescheidene SA/D von 13,5 und eine PHRF von rund 168 kennzeichnen sie als langsame Fahrtenyacht
- Schwere Verdränger-Yacht mit mäßiger Leistung bei leichtem Wind








