Grampian 34 — Informationen, Bewertung, technische Daten

Charles Angle/Axel Schmidt·1972 – 1977·~50 hulls·Grampian Marine
Grampian 34 drawingWerftzeichnung
Rumpfart
Einrumpf · flossenkiel
Rigg
Ketsch
LOA
33.58' · 10.24 m
Verdr.
12.000 lbs · 5.443 kg
Erstes Baujahr
1972

Die Grampian 34 Ketsch ist das größte Serienmodell von Grampian Marine. Es handelt sich um eine MittelcockpitFahrtenyacht, die in Oakville, Ontario, als modifizierte Adaption der britischen Triangle 32 entwickelt wurde. Das Boot, das um 1972–1977 eingeführt und von Peter Ibold gezeichnet wurde, setzt auf seetüchtige Fahrten für Hochseepassagen statt auf Geschwindigkeit oder Schnickschnack. Vor der Schließung der Werft wurden etwa 100 Rümpfe fertiggestellt.

Messwerte

Abmessungen 01

Länge über alles
33,58 ft
Länge an Deck
Länge in der Wasserlinie
26,46 ft
Breite
10 ft
Tiefgang
5 ft
Maximale Stehhöhe
Durchfahrtshöhe

Bauweise & Rumpf 02

Bauweise
Glasfaser
Rumpfart
Einrumpf
Kielart
Flossenkiel
Ruder
1× Skeg-aufgehängt
Ballast
5.170 lbs (Blei)
Verdrängung
12.000 lbs
Wasserkapazität
Kraftstoffkapazität

Rigg & Segel 03

Rigg-Art
Ketsch
Vorliek Großsegel
33 ft
Unterliek Großsegel
12 ft
Vorsegeldreieck Höhe
38,25 ft
Vorsegeldreieck Basis
10,54 ft
Vorstaglänge (geschätzt)
39,68 ft
Segelfläche
551 sqft

Berechnungen 04

Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis
16,82
Ballast-Verdrängungs-Verhältnis
43,08
Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L)
289,18
Komfort-Ratio
30,2
Kenterungsverhältnis
1,75
Rumpfgeschwindigkeit
6,89 kn

Design und Konstruktion

Mit einer Länge über alles von 33 Fuß 7 Zoll, einer Wasserlinienlänge von 28 Fuß und einer Breite von 10 Fuß 6 Zoll verdrängt die Grampian 34 12.000 Pfund und hat 5.000 Pfund externen Bleiballast. Dieses Ballast-Verdrängungs-Verhältnis (B/D) von 0,42 ist robust genug, um der Ketsch echte Steifigkeit und aufrichtende Kräfte zu verleihen – eine strukturelle Ehrlichkeit, die durch dickes, handaufgelegtes GFK unterstrichen wird, das für Langlebigkeit gebaut wurde. Historische Berichte weisen darauf hin, dass diese Konstruktion oft dafür gelobt wurde, auch nach extremen Kenterungen und Stürmen unbeschadet davonzukommen, was den Ruf des Bootes als schwerer Plänkler mit einer Rumpfgeschwindigkeit von 7,1 Knoten unterstreicht und nicht als Leichtwind-Sprinter. (1)

Rigg und Seeverhalten

Das Ketsch-Rigg trägt eine Segelfläche von 429 Quadratfuß, aufgeteilt auf ein Großsegel von 198 Quadratfuß und ein Vorsegel von 232 Quadratfuß, wobei ein Besan das Rigg ergänzt. Ein bescheidenes SA/D-Verhältnis von 13,5 und ein PHRF-Wert von rund 168 ordnen sie fest im Bereich der stabilen Fahrtenyachten ein. Der lange Flossenkiel mit einem Tiefgang von 5 Fuß 2 Zoll (oder die optionale Flachkiel-Variante mit 4 Fuß 2 Zoll) sorgt für ein berechenbares Verhalten im Seegang. Sie ist ein Boot, das dafür gebaut wurde, seine Crew auch bei Sturm komfortabel und aufrecht zu halten, nicht um die raume Kursstrecke zu gewinnen.

Unterbringung

Unter Deck nutzt das Mittelcockpit-Layout das Rumpfvolumen effizient. Mit einer Stehhöhe von 1,88 m (6 Fuß 2 Zoll) verfügt die Yacht über eine V-Koje im Vorschiff, eine U-förmige Pantry, umbaubare Sofakojen und eine separate Nasszelle. Eine geräumige Achterkabine mit Achterkoje ergänzt die Schlafplätze für bis zu fünf Personen. Ein Wassertank mit 40 Gallonen und ein Kraftstofftank mit 30 Gallonen sind unauffällig integriert – ein Konzept, das eindeutig auf ausgedehnte Törns und nicht auf Wochenendregatten ausgelegt ist.

Das Fazit

Die Grampian 34 Ketsch ist eine durchdacht weiterentwickelte Hochseeyacht: Eine kanadische Interpretation eines britischen Rumpfes, vergrößert und als Ketsch getakelt für ein berechenbares Verhalten auf See. Ihr bescheidener Segelplan und die schwere Bauweise werden Regattasegler nicht begeistern, aber für einen Käufer, der eine seetüchtige, geräumige Fahrtenyacht mit einem geschützten Mittelcockpit und einer soliden Aufrichtfähigkeit sucht, bleibt sie ein ernsthafter Kandidat.

Vorteile

  • Robuste Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 0,42 für hohe Steifigkeit und Aufrichtfähigkeit
  • Dicke, handaufgelegte GFK-Bauweise, die sich durch Standfestigkeit bei Sonnenschüssen und Stürmen bewährt hat
  • Mittelcockpit-Layout mit Schlafplätzen für fünf Personen und einer geräumigen Achterkabine
  • Ausgewogenes, trockenes Handling im Küsten- oder Blauwasserbereich

Nachteile

  • Die bescheidene SA/D von 13,5 und eine PHRF von rund 168 kennzeichnen sie als langsame Fahrtenyacht
  • Schwere Verdränger-Yacht mit mäßiger Leistung bei leichtem Wind

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