Design und Konstruktion
Gibert Marine baute die 126 mit massivem GFK für Rumpf und Deck, und der Kiel ist aus Eisen statt aus Blei. Das Ballast-Verdrängungs-Verhältnis liegt bei 34 Prozent – ein Wert, der höher ist als die 21 Prozent vergleichbarer Segelboot-Konstruktionen –, und der Ballast von 6.850 Pfund verleiht ihr einen stabilen, souveränen Charakter. Das Verhältnis von Länge zu Breite des Rumpfes beträgt 3,11, und der Konstrukteur hat sich eindeutig für eine etwas voluminösere Rumpfform entschieden: Im Vergleich zu ähnlichen Segelbooten ist die 126 geräumiger als 73 Prozent aller anderen Entwürfe. Die benetzte Fläche misst etwa 484 Quadratfuß, und das Immersionsverhältnis liegt bei rund 1.565 Pfund pro Zoll, was bedeutet, dass sie tief im Wasser liegt und unter Last nur langsam ihren Trimm verändert. (1)
Rigg und Handhabung
Die theoretische Rumpfgeschwindigkeit liegt bei 7,8 Knoten, was zu ihrer Verdrängung und Wasserlinie passt. Der Flossenkiel weist je nach Beladung einen Tiefgang von etwa 1,8 bis 1,9 Metern auf, was das Boot auf größere Marinas beschränkt und es von flachen Ankerplätzen fernhält. Das stehende und laufende Gut folgt einem konventionellen Masttoppslup-Plan: Die Schoten von Fock und Genua sind ca. 12,5 Meter lang und erfordern 14-mm-Leine, die Großschot ist mit einer Länge von 31 Metern ebenfalls als 14-mm-Leine ausgeführt, und eine Spinnakerschot von ca. 28 Metern vervollständigt das Inventar für raume Kurse. Dies sind Schätzwerte, aber sie beschreiben ein Boot, das für anspruchsvolles Segeln auf See ausgelegt ist und nicht für das Einhandsegeln im Day-Sailing-Stil. (1)
Unterbringung
Die Breite und das Rumpfvolumen der 126 übersetzen sich direkt in viel Innenraum – das entscheidende Argument für die Wohnlichkeit dieses Entwurfs. Mit einer Breite von 4,05 Metern (13,3 Fuß) und einer Rumpfform, die explizit auf viel Platz ausgelegt ist, bietet das Boot Wohnverhältnisse, die die meisten zeitgenössischen Boote ähnlicher Länge in den Schatten stellen. Die Kombination aus einer Wasserlinienlänge von 10,32 Metern (33,8 Fuß) und einem Längen-Breiten-Verhältnis von 3,11 gibt Joubert-Nivelt die Plattform, einen Fahrten-Innenraum mit echtem Stil zu gestalten.
Das Fazit
Die Gib'Sea 126 Croisiere ist eine schwere, geräumige, solide gebaute französische Fahrtenyacht aus den frühen 1980er Jahren, die eher auf Volumen und stabile Tragfähigkeit als auf spritzige Leistung ausgelegt ist. Ihr eiserner Kiel, der große Tiefgang und das hohe Submergierungsverhältnis eignen sich für Langstreckentörns, bei denen der Tiefgang im Hafen kein Limit darstellt. Sie belohnt Käufer, die Innenraumvolumen und einen bewährten Verdrängerrumpf über geringen Tiefgang oder regattamäßige Beschleunigung stellen.
Vorteile
- Geräumiger Rumpf – mehr Platz als bei 73 % ähnlicher Konstruktionen
- Solide GFK-Rumpf- und Deckskonstruktion
- Hohes Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 34 % für hohe Stabilität
- Traditionelles, bewährtes Masttoppslup-Rigg
Nachteile
- Der tiefe Tiefgang schränkt sie auf große Marinas ein
- Die hohe Absenkungsrate führt zu einem langsamen Trimmwechsel unter Last
- Eisenkiel anstelle von Blei







