Design und Konstruktion
Gibert Marine baute die Gib'Sea 44 aus massivem GFK – ein konsequentes Laminatverfahren, das typisch für französische Fahrtenyachten dieser Ära ist. Die Rumpfform ist ein Einrumpfboot mit Flossenkiel und Skeg-aufgehängtem Ruder. Diese Konfiguration verbindet Kursstabilität mit einer guten Manövrierbarkeit im Küstenbereich. Mit einer Verdrängung von 19.900 Pfund bei einer Wasserlinienlänge von 33,83 Fuß ist das Boot eher moderat schwer als ultraleicht oder schwer verdrängend. Die Breite von 13,35 Fuß sorgt für viel Volumen, ohne dass extrem breite Proportionen erreicht werden. Die Handschrift von Joubert-Nivelt zeigt sich in einem für Küstenfahrten optimierten Rumpf, der auf berechenbares Verhalten statt auf reine Regatta-Leistung getrimmt ist.
Rigg und Handhabung
Die Gib'Sea 44 ist als Masttoppslup mit einer Gesamtsegelfläche von 742 Quadratfuß getakelt, aufgeteilt in ein Vorsegeldreieck von 429,21 Quadratfuß und ein Großsegel von 312,32 Quadratfuß. Die I-Maßnahme von 50,20 Fuß und die J von 17,10 Fuß, ergänzt durch eine P von 44,30 Fuß und eine E von 14,10 Fuß, beschreiben ein hohes, relativ schmales Großsegel und ein großes, von der Genua angetriebenes Vorsegeldreieck, typisch für diese Zeit. Eine Durchfahrtshöhe von 55,83 Fuß ermöglicht das Befahren vieler fester Brücken, während das Rigg für Küstenfahrten weiterhin völlig ausreichend ist. Klassifizierungen aus dieser Ära beschreiben sie als recht gute Leistung mit einem moderaten Gewicht des Rumpfes. Sie gilt als gut stabil und steif mit einer guten Aufrichtfähigkeit bei Kenterung – ein beruhigender Charakterzug für eine Familien-Fahrtenyacht, die im Sichtbereich von Land operiert. (1)
Unterbringung und Einsatzzweck
Die Gib'Sea 44 eignet sich am besten als Küstenkreuzer und weniger für Langstrecken auf See. Dies spiegelt sich in ihrer Rumpfgeschwindigkeit von 7,79 Knoten und ihrem moderaten Verdrängungs-Längen-Verhältnis wider. Die Länge von 43,18 Fuß und die Breite von 13,35 Fuß bieten genügend Platz für ein Innenraumkonzept im Stil von drei Kabinen, das typisch für die Aufteilungsphilosophie dieses Entwurfs ist. Die Einmotorisierung erleichtert die Manöver und die Batterieladung für den Küstenrevier, dem das Boot konzipiert ist, und das Skeg-Ruder bietet zusätzlichen Schutz in unbekannten Häfen.
Das Fazit
Die Gib'Sea 44 ist eine durchdachte französische Fahrtenyacht der späten 1970er Jahre: eine solide GFK-Konstruktion, ein steifer und selbstaufrichtender Rumpf und ein Masttoppslup-Rigg, das eher für entspanntes Segeln als für Regatten ausgelegt ist. Die Linien von Joubert-Nivelt verleihen ihr berechenbares Seeverhalten und ein gutes aufrichtendes Moment, während die Bauweise von Gibert Marine ein unkompliziertes Boot für Küstentörns liefert. Sie ist eine vernünftige Wahl für geschützte Gewässer und Küstenfahrten, weniger jedoch für diejenigen, die eine Expeditionseinheit suchen.
Vorteile
- Bemerkenswert stabil und steif mit guter Kenterstabilität
- Solider GFK-Rumpf von einer etablierten französischen Werft
- Masttoppslup-Rigg mit großzügiger Segelfläche von 742 qm für Küstenfahrten
Nachteile
- Am besten für Küstenfahrten geeignet, weniger für Langstrecken auf See
- Der moderate Rumpfgewicht begrenzt die absoluten Leistungsmargen







