Design und Konstruktion
Die Dufour Gib'Sea 43 wurde von der Dufour-Werft in Frankreich als GFK-Einrumpfboot mit einem massiven, handaufgelegten GRP-Rumpf gebaut. Unter der Dufour-Eignerschaft wiesen die Gib'Sea-Modelle der frühen 2000er Jahre eine angeformte innere Bodengruppe auf, die direkt mit dem Rumpf laminiert war, um die Lasten von Kiel und Rigg zu verteilen. Das Boot ist als CE-Kategorie A-Ocean klassifiziert, und zeitgenössische Rezensionen beschreiben es als eine Mischung aus Eleganz und robuster Leistung für anspruchsvolles Fahrtensegeln auf See. Mit 60 registrierten Rümpfen liest sich die Struktur eher wie eine durchdachte Serien-Fahrtenyacht als wie ein leicht gebauter Charter-Kompromiss, und die große Breite von 14 Fuß ist der Schlüssel zu ihrem Innenraumkonzept.
Rigg und Handhabung
Ihr Rigg ist ein Masttoppslup mit einer großzügigen Segelfläche für ein Boot dieser Kategorie; das vom Tester gemessene SA/D-Verhältnis von 21,48 liegt über typischen Durchschnittswerten und signalisiert eine gute Bereitschaft, sich schon bei leichtem Wind zu bewegen. Zur stehenden Takelung gehören zurückgepfeilte Salingen und ein Babystay im Vorschiff, und die Doppelradsteuerung bietet dem Steuermann hervorragende Sicht nach außen über das extrem breite Heck. Der 50 PS starke Volvo Penta-Hilfsmotor treibt einen Wellenantrieb für Hafenmanöver und Motoren bei leichtem Wind an, und das Mittelmeer-Komfort-Layout lässt genügend Platz zum Bewegen und Entspannen am Steuer. Sie kann auch mit Winden über 40 Knoten und Wellen über 13 Fuß umgehen – ein Wert, der eher auf eine Hochsee-Zertifizierung als auf reine Küstenfahrten hinweist.
Unterbringung
Der breite Heckbereich ist der Schlüssel für die gelungene Aufteilung: Tester wiesen darauf hin, dass das extrem breite Heck es ermöglicht, zwei Kabinen achtern unterzubringen. Das Boot kann je nach Kundenwunsch mit vier oder drei Kabinen bestellt werden. Der Salon nutzt eine J-förmige Inselsofakonfiguration, die optimal zur Breite des Rumpfes passt. Durch Öffnen der Steuerbordseite entsteht eine gut dimensionierte Pantry mit reichlich Arbeitsfläche. Eine minimale Vorpiek und keine großen Stauvolumina im Achterkajütaufbau sind zu erwarten. Doch mit vier Kabinen und einem großen Salon eignet sie sich hervorragend als langfristige Fahrtenyacht für Familie und Freunde. Das Volumen steht im Vordergrund – sie wurde für den Chartermarkt konzipiert, und das spiegelt sich im Innenraum wider.
Das Fazit
Die Gib'Sea 43 ist eine raumgreifende Fahrtenyacht für die Langstrecke, deren Breite und das Bodengruppendesign ein Charter-Volumen bieten, ohne auf Segeleigenschaften zu verzichten. Das Rigg ist großzügig, die Steuerungsanordnung ist für ihr Baujahr modern und die CE-Kategorie A mit dokumentierter Schwerwettertoleranz macht sie zu einer glaubwürdigen Blauwasser-Yacht. Die Kompromisse liegen im Stauraum-Realismus – keine echte Backskiste, nur ein minimales Vordeck – und in einem Verdrängungsprofil, das Stabilität vor Leichtwind-Eigenschaften stellt.
Vorteile
- Vier- oder Drei-Kabinen-Layout auf einer Breite von 14 Fuß mit breitem, achterlichem Insel-J-Saloon und geräumiger Pantry an Steuerbord
- Großzügiges Charterboot-Rigg mit zurückgepfeilten Salingen und Doppelradsteuerung mit einem hohen SA/D-Verhältnis von 21,48
- CE-Zertifizierung der Kategorie A-Ocean mit dokumentierter Toleranz gegenüber 40-knotigen Winden und 13-Fuß-Wellen – robuste Seetüchtigkeit (1)
Nachteile
- Keine sichtbare Backskiste und nur ein minimales Vorschiff, was bei der Prüfung der nutzbaren Stauraumkapazität bemängelt wurde
- Das Designkonzept für den Chartermarkt setzt auf Volumen statt auf Blauwasser-Minimalismus (1)







