Design und Konstruktion
Fountaine Pajot baute die Lipari mit vakuuminfizierten Decks und Rümpfen mit PVC-Sandwichkern. Die Decks selbst gehören zu den größten im damaligen Serienbau infundierten GFK-Bauteilen. Der Übergang der Werft zur Vakuuminfusionsverfahren für Katamaran-Rumpf-Deck-Kombinationen begann 2002 mit der Lavezzi 40, und die Lipari spiegelt diese Generation der Formgebung wider; alle beim Gutachten untersuchten Laminatverbindungen und Konstruktionsdetails wirkten sauber und gut ausgeführt. Die Rümpfe weisen ein relativ hohes Freibord und eine ausreichende Brückendecksfreiheit auf, während die Hecksektionen so breit sind, dass die Spiegel nicht am Wasser schleifen. Über der Wasserlinie verbreitert sich eine innenliegende, ausgestellte Kimm die Vorschiffskojen deutlich mehr als bei vielen vergleichbaren Katamaranen. (1)
Rigg und Handhabung
Der Steuerstand zentralisiert das laufende Gut, und die Fallen der Fallen sind zu großen Backskisten geführt, was die Plicht frei hält. Das Boot besitzt ein Großsegel mit Volllatten und rundem Kopf. Aufgrund dieses Riggs und des niedrigeren Freibords kann die Masthöhe von 58 Fuß 7 Zoll kürzer sein als bei ähnlich großen Katamaranen; dieser niedrigere Segeldruckpunkt reduziert das Stampfen im Seegang. Auf dem Wasser stellten Testsegler in Cruising World fest, dass sie bei 22 Knoten Wind mit starken Böen bis zu 9 bis 10 Knoten Geschwindigkeit lief, sich leicht manövrieren ließ und raumschots ohne Verlust an Fahrt überholt werden konnte. In kurzem Kabbelwasser wurde kein Schlagen des Brückendecks verzeichnet. Unter Motor liefen die standardmäßigen beiden 20-PS-Volvo-Dieselmotoren (optional 30 PS) mit 7 bis 8 Knoten bei 2.200 bis 3.200 U/min. (1)
Unterbringung
Die Lipari bietet eine Auswahl an drei- oder vier-Kabinen-Layouts. Bei der Version mit drei Kabinen ist der gesamte Steuerbordrumpf als Eignerkabine ausgebaut. Die Prüfung von Cruising World lobte die geräumige Aufteilung, die gute Stehhöhe unter Deck und einen erhöhten Salon mit hervorragender Sicht. Die große, verschiebbare Glastür zum Niedergang lässt sich öffnen, um Innen- und Außenbereich zu verbinden. Der helle, luftige Innenraum hat einen modernen Touch, den ein Jurymitglied der Auszeichnung „Boat of the Year“ als IKEA-artig bezeichnete, und ist überall leicht und funktional gestaltet. Alle Kojen sind groß und die Kabinen gut belüftet; die Vorschiffskojen gewinnen an Breite durch den ausgestellten Knickspant. Die Pantry verfügt über eine Edelstahl-Doppelspüle, einen dreiflammigen Herd mit separater Backofen und guten Stauraum. Die Sitzecke bietet Platz für vier bis sechs Personen und dient gleichzeitig als praktische Seekoje nahe der Plicht. Einige Schränke fehlen Türen oder Deckel, und in der Eignerkabine nimmt die Dusche einen Teil des Rumpfes ein, ist jedoch nur teilweise abgetrennt. (1)
Cockpit und Deck
Anstelle eines Biminis aus Segeltuch verlängert die Lipari das Kajütdach über den Außenbereich, was eine solide, durchgehende Plattform schafft, auf der die Crew das Großsegel bedienen und Solarpaneele montieren kann. Die Seereling und Relingstützen sind gut dimensioniert, und die Relingstützen sind sicher durch ein angeformtes Fußteil gebolzt. Das Ankergeschirr läuft über Rollen, die direkt vor dem Querträger aus dem Spiegel herauslaufen, und die Motorluken befinden sich weit über der Wasserlinie und öffnen querschiffs, sodass die Motoren bei jedem Wetter gewartet werden können. Motoren, die weit achtern platziert sind, helfen dabei, Wartungsunordnung und Lärm aus den Achterkabinen fernzuhalten. (1)
Das Fazit
Die Lipari 41 ist eine durchdacht konstruierte Fahrtenkatamaran, die etwas an Innenaufwertung zugunsten von Leichtigkeit, Belüftung und einer Performance-Vorteil gegenüber schwereren Schwestergattern opfert. Ihre vakuuminfundierte Bauweise, das zentrale Rigg und das für Eigner orientierte Drei-Kabinen-Layout machen sie zu einem absolut fähigen Boot für das dauerhafte Wohnen an Bord. Die teilweise geschlossene Duschkabine und die schranklosen Schränke zeigen jedoch deutlich, wo der Werft Kosten eingespart hat.
Vorteile
- Leichter und leistungsorientierter als viele Katamarane dieser Größe mit höherem SA/D-Verhältnis
- Geräumige, gut belüftete Drei- oder Vier-Kabinen-Layouts mit breiten Vorschiffskojen
- Festes, geformtes Cockpitdach statt eines Biminis aus Segeltuch – praktisch für Solarpaneele und Segelhandling
- Quer öffnende Motorluken über der Wasserlinie für Witterungsgerechten Zugang
Nachteile
- Einigen Innen-Schränken fehlen Türen oder Deckel
- Die Eignerversion mit Nasszelle ist nur teilweise getrennt



