Design und Konstruktion
Hunters Konstruktionsansatz bei dieser Generation nutzte ein Ganzkörper-Interieur (Unibody): Die gesamte Innenaufbaustruktur wurde separat gebaut und anschließend in den Rumpf einlaminiert, anstatt vor Ort montiert zu werden. Die Rumpf-Deck-Verbindung wurde verstärkt, indem die Flansche nach außen gedreht wurden, was einen besseren Zugang zu den Durchbolzen ermöglichte. Der Flansch wurde mit einem hochdichten Vinyl-Rubrail mit Edelstahl-Inlay versehen. Außen wurde der Rumpf mit MaxGuard-Gelcoat laminiert, der speziell gegen Gelbwerden, Haarrisse und Verfärben geschützt ist. Die Seitenscheiben waren in gebürsteten Aluminiumrahmen eingebettet, was Teil dessen war, was die Werft als raffinierte Passgenauigkeit und Verarbeitung der neuen Hunter-Linie präsentierte. Durch den Entfall des Backskisten-Schranks an Steuerbord konnte Hunter die Kabinenhöhe erhöhen, und eine vollständige Luke über der Achterkoje verbesserte die Belüftung unter Deck. (1)
Rigg und Handhabung
An Deck hielten der für Hunter typische Edelstahlbügel und der Traveller die Schoten und Blöcke frei von der Crew, während alle Leinen nach achtern zu den Winschen auf dem Kajütdach geführt wurden, sodass ein einzelner Segler das Boot bedienen konnte, ohne ständig um das Steuerrad herumgehen zu müssen. Das Testboot war mit einer Rollgenua und einem Rollgroßsegel ausgestattet, wobei letzteres Spitzenleistung gegen Komfort eintauschte; die Segelfläche sank von 928 Quadratfuß im Standard auf 843 mit Mastfurlung, und der Mast wurde in der Rollversion von 60 Fuß 2 Zoll auf 62 Fuß 10 Zoll länger. Die Steuerung erfolgte über eine Whitlock-Nabe und einen Steuerpedestal, was direkter ist als Kabelsysteme, ergänzt durch ein optionales 42-Zoll-Rad, das etwas Platz auf dem Vordeck kostete. Tester stellten fest, dass sie schnell wendete und sich im Vorwärts- und Rückwärtsgang in knapp mehr als ihrer eigenen Länge drehen konnte, wobei sie ihren maximalen Krängungswinkel erreichte, bevor Wasser in die Plicht lief. (1)
Unterbringung
Unter Deck bot das Layout mit zwei Kabinen eine Vorschiffskabine und eine Achterkabine, jeweils mit eigener Nasszelle und Dusche. Die vordere Nasszelle nutzte den Bug klug direkt hinter dem Ankerkasten, und die dortige Pullman-Koje bot einer Statur von 1,88 m Platz ohne Einschränkungen auf einer echten, gelagerten Matratze. Achtern machten eine Queen-Size-Matratze und die zusätzliche Decksluke den Eignerraum bei warmem Wetter wohnlich; die achtere Nasszelle hinter der Navigationsecke diente gleichzeitig als Tagestoilette mit separater Dusche. Im Salon befand sich ein Sofakoje mit ausziehbarer Schublade gegenüber der Sitzecke sowie ein Esstisch mit optionaler Ausklappfunktion. Der Innenausbau bestand aus massivem Burma-Teakholz mit seidenmatter Lackierung, und die Pantry war mit Corian-Arbeitsplatten, einem separaten Frontlader-Kühlschrank mit Gefrierfach, einer eingebauten Mikrowelle und einem zweiflammigen Herd mit Backofen ausgestattet. Der Schrank für Geschirrtücher verfügte sogar über einen Ablauf, eine bakterienresistente Oberfläche und eine eigene Belüftungsventilator.
Ausrüstung und Sicherheit
Hunter ausstattete die 41 AC mit einer standardmäßigen elektrischen Ankerwinde und einer doppelten Ankerrolle im Bug, die in einen tiefen Stauraum für zwei Anker führt. Ein CO2-Sensor und ein automatisches Feuerlöschsystem im Motorraum zeugten von der Sorgfalt bei der Brandbekämpfung. Das Yanmar-Panels am Steuerstand platzierte Warndioden und analogen Messinstrumente genau dort, wo der Rudergänger sie ohne Verrenken ablesen konnte. Die bequemen Sitzbänke auf der Heckreling aus Teakholz und Chrom machten sie zu den „besten Plätzen im Haus“ für entspanntes Steuern. (1)
Das Fazit
Die Hunter 41 AC ist eine gut durchdachte Fahrtenyacht, deren Henderson-Rumpf für einfaches Handling und eine trockene, stabile Plattform sorgt. Der Ganzmetall-Innenraum und die nach außen gerichtete Flanschverbindung zeugen von hohen Bauqualitäten, und die Unterbringung ist für diese Größe wahrhaftig hausgemütlich. Das Rollgroßsegel ist der einzige klare Kompromiss, der Segelfläche und Geschwindigkeit zugunsten von Einfachheit opfert.
Vorteile
- Schnelles, berechenbares Handling mit allen Leinen nach achtern geführt für das Segeln mit kleiner Crew
- Zwei separate Kabinen mit eigener Nasszelle und Dusche
- Verklebtes Einrumpf-Innenschiff und verstärkte, nach außen gerichtete Rumpf-Deck-Flansche
- Standard-Winden, Brandmeldeanlage und CO2-Sensor
Nachteile
- Das Rollgroßsegel opfert Segelfläche und Leistung
- Die optionale 42-Zoll-Radsteuerung verringert den Durchgangsraum auf dem Vordeck







