Design und Konstruktion
Der GFK-Rumpf der 486 ist als massiver Sandwichbau ohne Kernkonstruktion ausgeführt, und Kirie bot das Modell mit verschiedenen Kielalternativen an, damit Eigner den Tiefgang an ihre Revierreviere anpassen konnten. Der Flossenkiel aus Eisen weist je nach Beladung einen Tiefgang von etwa 6,73 bis 7,03 Fuß auf, was das Boot auf große Marinas beschränkt, während die Option mit Bleiflossenkiel den Tiefgang auf rund 5,25–5,55 Fuß reduziert und ihr den Zutritt zu den meisten Häfen ermöglicht. Der Ballast macht 26 Prozent der Verdrängung aus, was 5.732 Pfund Blei entspricht – ein Verhältnis, das laut Daten nur über 7 Prozent bei ähnlichen Entwürfen liegt. Nach Klassenmaßstäben ist sie also leicht auf Ballast, doch sowohl das Kenterungsverhältnis von 2,07 aus den Konstruktionsparametern als auch der Wert von 2,09 aus den Tests schließen eine Teilnahme an Hochseeregatten aus. Ihr Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 223 ordnet sie unter den „moderaten Regattayachten“ ein, wobei 62 Prozent der vergleichbaren Entwürfe schwerer wiegen. (1)
Rigg und Handhabung
Als Masttoppslup trägt die 486 einen Segelplan von 961 Quadratfuß bei diesem 22.046 Pfund schweren Rumpf, was zu einem Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis von 19,50 führt – ausreichend, um das Boot unter Segeln zu halten, ohne dass eine Regattacrew erforderlich ist. Die benetzte Fläche beträgt etwa 570 Quadratfuß, und das Inventar an stehenden Schoten ist großzügig bemessen: Die Schoten von Fock und Genua sind 44,9 Fuß lang und haben einen Durchmesser von 5/8 Zoll, die Großschot misst 112,2 Fuß und die Spinnakerschot 98,7 Fuß, allesamt mit demselben Durchmesser von 16 mm. Die theoretische Rumpfgeschwindigkeit für ein Verdrängerboot dieser Länge liegt bei 8,0 Knoten; mit einem Yanmar 4JH2 erreicht sie maximal 7,4 Knoten, und eine Installation mit 60 PS sinkt diesen Wert leicht auf 7,3.
Unterbringung
Acht bis zehn Kojen auf einem 47,5-Fuß-Rumpf sind nur möglich, weil Vaton das Volumen als primäres Designziel betrachtet hat – das Längen-Breiten-Verhältnis von 3,07 und die Platzierung im 85. Perzentil der Raumausstattung sorgen dafür, dass die Zahl glaubwürdig und nicht eng wirkt. Das Komfort-Ratio von 24,8 erzählt jedoch eine weniger schmeichelhafte Geschichte: Im Vergleich zu ähnlichen Segelbooten ist sie komfortabler als gerade einmal 21 Prozent von ihnen, sodass die Großzügigkeit des Innenraums sich nicht in einer weichen Bewegung auf See niederschlägt.
Leistungsumfang
Die Zahlen zeichnen ein Boot, das eher für Küsten- und moderate Offshore-Törns als für Regatten gebaut ist. Ein Kenterungsverhältnis von 2,09 schließt Regatten auf hoher See aus, und das Absorptionsvermögen von etwa 1.802 Pfund pro Zoll bedeutet, dass sie für ihre Länge schwer belastet ist. Dennoch deuten die DL-Klassifizierung als moderater Regattasegler und das SA/D-Verhältnis von 19,50 auf einen Rumpf hin, der auf Segel reagiert und nicht träge dahinschleppt. Der tiefgehende Tiefgang der Bleikiel-Variante im Hafen erweitert zudem ihren praktischen Revierbereich. (1)
Das Fazit
Die Feeling 486 ist eine volumenorientierte Fahrtenyacht aus der Kirie-Ära der Feeling-Reihe: Vatons breiter Rumpf im 85. Perzentil bietet acht bis zehn Kojen und die Option eines Bleikiels, was sie vor den Nachteilen von reinen Hafenrevieren schützt. Ein moderater Segelplan und eine berechnete Geschwindigkeit von 7,4 Knoten machen sie zu einer willigen Begleiterin auf Küstenfahrten. Der Kompromiss ist klar – ein geringes Ballastverhältnis und eine Komfortbewertung hinter 79 Prozent ihrer Altersgenossen bedeuten, dass sie an Steifigkeit und Segeleigenschaften einbüßt, um dieses Volumen zu erreichen. Ihr Kollisionsverhältnis, das Hochseeregatten ausschließt, bestimmt ihre Grenzen.
Vorteile
- Älter als 85 % ähnlicher Konstruktionen mit 8–10 Kojen
- Option mit Blei-Flossenkiel hat einen Tiefgang von nur 5,25–5,55 Fuß, ideal für die meisten Marinas
- Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis von 19,50 und ein DL-Verhältnis von 223 kennzeichnen eine agile, moderate Fahrtenyacht
Nachteile
- Das Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 26 % liegt nur über 7 % vergleichbarer Konstruktionen
- Die Komfort-Ratio setzt sie vor nur 21 % ähnlicher Boote
- Das Kenterungsverhältnis von 2,09 schließt sie von Hochseeregatten aus






