Dufour Atoll 50 — Informationen, Bewertung, technische Daten

Philippe Briand·2000·Dufour Yachts
Dufour Atoll 50 drawingWerftzeichnung
Rumpfart
Einrumpf · flossenkiel
Rigg
7/8-Slup
LOA
50.03' · 15.25 m
Verdr.
30.865 lbs · 14.000 kg
Erstes Baujahr
2000

Der Dufour Atoll 50 kam als von Philippe Briand entworfene Einrumpfyacht, die eigens für den Chartermarkt gebaut wurde. Die Produktion dieses 15,25 Meter langen Bootes lief nur knapp zwei Saisons lang von 2000 bis 2001, wobei lediglich 30 Rümpfe zu Wasser gelassen wurden. Bekannt auch unter dem Namen Atoll 6, folgte er auf einen 43FußAtoll, der ein Jahr zuvor eingeführt worden war, und war eine radikalere Ausprägung desselben Konzepts. Was Briand und Dufour ablieferten, war weniger eine Fahrtenyacht als vielmehr ein schwimmendes Apartmenthaus mit Segeln – ein Boot, das ganz im Sinne des Komforts für zahlreiche Personen konzipiert war und nicht darauf ausgerichtet war, die Ansprüche einer einzelnen Eignergeneration zu befriedigen.

Messwerte

Abmessungen 01

Länge über alles
50,03 ft
Länge an Deck
Länge in der Wasserlinie
48,33 ft
Breite
16,57 ft
Tiefgang
5,9 ft
Maximale Stehhöhe
Durchfahrtshöhe

Bauweise & Rumpf 02

Bauweise
Glasfaser
Rumpfart
Einrumpf
Kielart
Flossenkiel
Ruder
1× Spatenruder
Ballast
9.945 lbs (Blei)
Verdrängung
30.865 lbs
Wasserkapazität
396 gal
Kraftstoffkapazität
132 gal

Rigg & Segel 03

Rigg-Art
7/8-Slup
Vorliek Großsegel
Unterliek Großsegel
Vorsegeldreieck Höhe
Vorsegeldreieck Basis
Vorstaglänge (geschätzt)
Segelfläche
1.268 sqft

Berechnungen 04

Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis
20,61
Ballast-Verdrängungs-Verhältnis
32,22
Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L)
122,06
Komfort-Ratio
23,23
Kenterungsverhältnis
2,11
Rumpfgeschwindigkeit
9,32 kn

Design und Konstruktion

Mit einer Länge über alles von 15,25 Metern, einer Breite von 5,05 Metern und einer Verdrängung von 14 Tonnen war die Atoll 50 eine breite, schwere Plattform, bei der das Volumen im Vordergrund stand. Das Deck ist aus massivem GFK gefertigt. Der prägende äußere Akzent ist das Hardtop mit integriertem Panorama-Sonnendach, mit dem Briand die Plicht in einen salondüsteren Salon mit Meerblick verwandelte, anstatt sie als wetterexponierten Arbeitsbereich zu nutzen. Im Bug wurde in das Deck ein eingelassener Sonnenplatz ausgeschnitten – eine Lösung, die bei der kleineren 43-Fuß-Atoll fehlt –, wodurch die Stehhöhe in den beiden vorderen Kabinen zugunsten des Entspannungskomforts an Deck geopfert wurde. Das Hardtop war kein reines Designelement; es ermöglichte auch bei schlechtem Wetter komfortables Segeln, da es das Steuer und den gesellschaftlichen Bereich vor Anker geschützt hielt. (1)

Rigg und Handhabung

Alle Manöver wurden in die Plicht verlagert, wodurch die Kontrolle über die 117 Quadratmeter Segelfläche im geschützten Ruderbereich achtern konzentriert wurde. Mit einem einzigen 85-PS-Diesel und einer Kraftstoffkapazität von 132 Gallonen war das Boot primär für zuverlässiges Motoren zwischen Charterhäfen und in geringerem Maße für das Segeln gebaut. Die Wasserkapazität von 396 Gallonen unterstrich das Konzept, bei dem der Gast voranstand.

Unterbringung

Die Innenraumkonfiguration umfasste bis zu sechs Doppelkabinen mit insgesamt 12 Kojen und vier Nasszellen mit Dusche – eine Dichte, die die rein charterorientierte Ausrichtung des Bootes erklärt. Die Plicht selbst fungierte als Salon mit Blick auf das Meer, ausgestattet mit einer Pantry im Katamaran-Stil, einem Wohnbereich und einer Doppel-L-Sofa mit separaten Couchtischen, was die Grenze zwischen Innen- und Außenbereich verwischte. Die beiden Achterkabinen und zwei separate Toiletten waren über Niedergänge vom Deck aus erreichbar, und ein kompakter Vorraum diente den beiden anderen Nasszellen und den Vorschiffskabinen. Der eingelassene Sonnenschutz im Bug verringerte die Deckenhöhe dieser Vorschiffskabinen – ein Kompromiss, der zugunsten eines komfortablen Stehhöhen-Niveaus auf Deck akzeptiert wurde.

Das Fazit

Die Dufour Atoll 50 ist eine Kuriosität: eine voluminöse Plattform im Briand-Stil, die für den Charterbetrieb gebaut wurde. Ihr Hardtop- Cockpit und das Layout mit sechs Kabinen machten sie zu einem kompetenten Boot für Bareboat-Charter, doch ihre zweijährige Produktionszeit und die Stückzahl von nur 30 Einheiten sorgen dafür, dass sie heute selten zu sehen ist. Sie belohnt Käufer, die geschützten Gemeinschaftsraum und die Anzahl der Kojen über die traditionelle Intimität einer kleinen Fahrtenyacht stellen, und enttäuscht jene, die eine Privatiers-Pflegegeschichte erwarten.

Vorteile

  • Das Hardtop mit Sonnenschutz ermöglicht komfortables Segeln bei schlechtem Wetter
  • Die Plicht fungiert als Salon mit Meerblick, Pantry und L-förmigen Sitzen
  • Sechs Doppelkabinen und vier Nasszellen bieten Platz für 12 Gäste

Nachteile

  • Exklusiv für den Charterbetrieb konzipiert, nicht für den privaten Besitz
  • Der eingelassene Sonnenbereich im Bug verringert die Stehhöhe im Vorschiff
  • Nur 30 Einheiten gebaut; die kurze Produktionszeit schränkt Ersatzteile und die Erfahrung der Eigner ein

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