Design und Konstruktion
Felci verlieh dem Rumpf und seinen Anhängen konservative Proportionen, und das Unterwasserschiff spiegelt eine seriennahe französische Bauweise wider, nicht ein maßgeschneidertes Laminat. Die Konstruktion nutzt unter der Konstruktionswasserlinie ein einwandiges Laminat mit einem Sandwich-Laminat darüber, und das Deck wird im Resin-Transfer-Formverfahren aufgelegt, um erhebliche Gewichtseinsparungen zu erzielen. Die Flachkiel-Option ist aus Gusseisen gefertigt, und es wurden zwei Kiele angeboten – einer mit 5 Fuß 3 Zoll Tiefgang und der andere mit 6 Fuß 11 Zoll. Eine flache Sprunglinie setzt sich in die Konturen des Kajütaufbaus fort, und das Gesamtpaket liest sich als vernünftiger Kompromiss zwischen Volumen und Steifigkeit.
Rigg und Handhabung
Das Boot ist mit einem an Deck gesteppten, fraktionierten Rigg auf zurückgepfeilten Salingen ausgestattet, kombiniert mit einem Aluminiummast mit zwei Salingen. Die Segelfläche wird mit 886 Quadratfuß angegeben, was zu einem Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis von rund 21 führt; Robert Perry errechnete auf Basis der tatsächlichen Maße für I, J, E und P einen konservativeren Wert von 18,32. Dies erinnert daran, dass Werftangaben und die tatsächliche Rigggeometrie nicht immer übereinstimmen. Bei der Performance+-Variante wird der Mast durch ein PBO-Achterstag und Rod-Wanten unterstützt, die an einer einzigen inneren Pütting enden, ergänzt durch Barberhauler und eine leistungsstarke Baumniederholin. Die Beschläge in der Plicht sind großzügig dimensioniert: Ein Paar Harken Quattro Winschen mit doppelten Trommeln steht neben dem Niedergang für Fallen und Spinnakerschoten, Winschen für die Fock liegen vorne auf den Sülls, und ein weiteres Paar achtern für die Großschot des Doppelend-Mains. Breite Seitendecks ermöglichen günstige Winkel beim Schotenziehen der Vorsegel und sicheren Bewegungsfreiraum, während Fußrelingen im Achterschiff und außenliegende Relingstützen für mehr Sicherheit und Hebelwirkung beim Ausreiten sorgen. (1)
Unterbringung
Dufour bot im Basismodell drei Innenraumaufteilungen und vier Varianten um einen standardisierten zentralen Kern aus Pantry, Salon, Navigationstisch und Achtertoilette an. Käufer konnten sich für drei Kabinen mit einer oder zwei Nasszellen oder für zwei Kabinen mit einer Nasszelle entscheiden; die achterliche Steuerbordkoje konnte gegen einen großen Stauraum eingetauscht werden, und im Vorschiff standen eine Pullman-Doppelkoje oder eine V-Koje mit einer zweiten Nasszelle zur Auswahl. Die Pantry ist kompakt – ein zweiflammiger Herd mit einer robusten Sicherheitsleiste, die gleichzeitig als Haltepunkt für den Sicherheitsgurt dient – und der Innenraum ist in Moabi-Holz ausgeführt, mit reichlich belüfteten Schränken und tiefen Fächern. Die Sitzgelegenheiten sind funktional gehalten, und der Navigationstisch befindet sich vor der Achtertoilette auf der Steuerbordseite, frei von den nassen Linien, die im Regattamodus über den Niedergang herabreichen. Die Achtertoilette selbst liegt direkt neben dem Niedergang für einfachen Zugang vom Cockpit oder aus der Kabine.
Bekannte Schwachstellen
Das gezeigte Exemplar wurde mit einer Bugrolle und einem Ankerwinden geliefert, jedoch ohne Anker, was eher ein Detailsache beim Ausbau als ein Mangel ist. Die gekürzte Konstruktionsnotiz bestätigt lediglich die getrennte Laminierung unter und oberhalb der Wasserlinie; in den offiziellen Unterlagen wird nichts über Osmose, Fugen- oder Riggprobleme berichtet. (2)
Refits und Unterhalt
Käufer sollten beim Erhalt des Bootes darauf achten, dass für eine Bugrolle und einen Ankerwinden Platz vorhanden ist. Das PBO-Rigg und das Rod-Rigging aus dem Performance+-Paket erfordern zudem regelmäßige Inspektionen, die sich von der Standard-inspektion von Edelstahl an Deck unterscheiden. Die einfache Luke im Cockpitboden bietet direkten Zugang zum Anker im Steuerquadranten – ein großer Vorteil bei Gutachten und routinemäßigen Checks. Der standardisierte Aufbau des Kabinenaufbaus beschränkt Änderungen im Wesentlichen auf Umrüstungen von Kojen und Nasszellen, anstatt strukturelle Umbauten vorzunehmen. (2)
Das Fazit
Die Dufour 40 ist eine durchdacht aufgetakelte Performance-Fahrtenyacht, die etwas Segelfläche zugunsten echter Ergonomie in der Plicht und eines konfigurierbaren Innenraums opfert. Die konservativen Rumpfproportionen von Felci und das praktische Deck- sowie Kabinenlayout von Roseo machen sie zu einer absolut soliden Wahl für Küste und Offshore – ohne übertriebenen Anspruch.
Vorteile
- Breiter Rumpf mit kurzem Heck, konservativen Anhängen und zwei Tiefgangsoptionen
- Konfigurierbare Schlafplätze um eine feste Pantry und einen Navigationskern herum
- Gut platzierte Winschen im Cockpit und breite Seitendecks für die Segelbedienung
- Direkter Zugang zum Steuerquadranten durch eine Luke im Cockpitboden
Nachteile
- Das tatsächliche SA/D-Verhältnis liegt niedriger als es einige Werbeparameter vermuten lassen
- Die zweiflammige Pantry schränkt das Kochen ein
- Bugrolle und Ankerwinde lieferbar, aber nicht serienmäßig montiert







