Design und Konstruktion
Die 2800 verfügt über einen voluminösen Rumpf mit einem eleganten, schmalen Spiegel und flachen, breiten Seitendecks sowie Vordeck. Zudem sind Handläufe entlang des Kajütaufbaus angebracht, um sich sicher auf dem Deck bewegen zu können. Unter der Wasserlinie ist die Konstruktion aus massivem Laminat mit gut erhaltenem Gelcoat gefertigt. Der serienmäßige Flossenkiel ist lang genug, sodass das Boot bei normaler Ankerpflege trockenfallen kann. Ein Spatenruder hängt hinter diesem Kiel; die Steuerung ist direkt von der Pinne auf ein unbalanciertes Ruderblatt übertragen, weshalb das Boot auch dann noch Höhe läuft, wenn die Pinne unbeaufsichtigt bleibt. Der tiefe Flossenkiel hat einen Tiefgang von 4 Fuß 10 Zoll (ca. 1,47 m), während eine Flachkiel-Variante nur 3 Fuß 11 Zoll (ca. 1,20 m) tief war. Eine kleine Anzahl von Rümpfen wurde nach den Spezifikationen des tieferen „Club Special“ gebaut, um die Leistung zu verbessern. (2)
Rigg und Handhabung
Das Rigg ist eine typische Weiterentwicklung der Konzepte aus den 1970er Jahren für die Half Ton und One Ton Cup: ein kleines, leicht zu bedienendes Großsegel kombiniert mit einer sehr großen, überlappenden Genua als Ankersegel. Die praktischen Maße sorgen für ein Vorsegeldreieck mit einer Höhe von knapp unter 33 Fuß und einer Basis von 11 Fuß, ergänzt durch ein 135 Quadratfuß großes Großsegel und eine 190 Quadratfuß große Genua – insgesamt 325 Quadratfuß Segelfläche. Viele Boote wurden mit Bindereffs ausgestattet, die zurück ins Cockpit geführt werden, und der Traveller der Großschot führt ursprünglich quer über den Niedergang – ein Detail, das die Sicherheit an Deck beeinflusst. Angenehme Rumpflinien und ein Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 32,7 Prozent sorgten für gute Leistung unter dem Standard-Flossenkiel, und Yachting Monthly befand sie zu ihrer Zeit als leistungsstarke Regatta-/Fahrtenyacht. Das unbalancierte Spatenruder erfordert eine aufmerksame Hand, aber die Pinne gleitet sauber durch ein sicheres, gut geschütztes Cockpit mit guten Füßenstellplätzen. (2)
Unterbringung
Unter Deck wurde die 2800 von einem Regatta-Enthusiasten mit Blick auf Fahrtensegler-Eigner gestaltet. Der Salon ist hell und luftig, mit zwei ordentlichen Einzelkojen und einer engen Achterkoje hinter dem Kartentisch. Im Vorschiff kann ein Erwachsener oder zwei Kinder sehr komfortabel schlafen, während eine eingegossene Nasszelle mit Dusche zwischen dem Hauptschott und dem Salon eingeklemmt ist. Die Pantry beherbergte ursprünglich einen kardanisch aufgehängten zweiflammigen Herd, der durch einen direkt darunter montierten Campingaz-Brenner ausgeglichen wurde, mit einer eingegossenen Kunststoffspüle gegenüber der Nasszelle und einem tiefen Fußraum für den Koch. Das Cockpit selbst bietet auf See viel Sicherheit, was seinem Regattageburtstal entgegenkommt. (2)
Bekannte Schwachstellen
Die ursprüngliche Gasinstallation platziert den Camping Gaz-Brenner direkt unter dem kardanisch aufgehängten Herd ohne einen entleerten Stauraum – eine Konfiguration, die nicht mehr den heutigen Sicherheitsanforderungen für Gas an Bord entspricht. Der Großschotweg, der über die Luke verläuft, stellt bei Wenden ein Risiko dar, dass sich im Tauwerk verfangen kann. Eigner, die dies bemerkt haben, haben die Schotführung verlegt oder modifiziert. Das Tendenz zum Sonnenschuss des unbalancierten Ruders ist eher ein typisches Merkmal des Entwurfs als ein Mangel, es prägt jedoch das Handling des Bootes.
Refits und Eignerschaft
Eigner, die eine 2800 suchen, finden einen unkomplizierten Wellenantrieb-Diesel (einen Volvo Penta MD5 mit 8 PS nach damaliger Spezifikation) mit 11 Gallonen Kraftstoff und 36 Gallonen Wasser sowie solide Laminatrümpfe, die im Allgemeinen ihren Gelcoat gut erhalten haben. Ein klassisches Reffsystem aus der Plicht ist üblich, und die Club Special-Variante mit tiefem Kiel ist für Segler interessant, die das sportlichere Ende des Leistungsspektrums schätzen. Aufgrund der hohen Produktionszahlen sind Ersatzteile und Fachwissen in der Flotte recht leicht zu bekommen.
Das Fazit
Die Dufour 2800 ist eine gut gemachte kleine Regatta-/Fahrtenyacht, deren voluminöser Rumpf und heller Salon das Potenzial von 27 Fuß optimal ausschöpfen, während ihr aus den 1970er-Jahren stammendes Regattarigg eine engagierte Crew belohnt. Das unbalancierte Spatenruder und die Travellerschiene am Niedergang sind eher veraltet als fehlerhaft, und der originale Gaskocher ist der eindeutige Punkt, den ein moderner Käufer geplant korrigieren sollte.
Vorteile
- Großer Rumpf mit hellem, luftigem Salon und praktischem Kojenplan
- Der serienmäßige Flossenkiel trocknet an einer Wand auf; geringer Tiefgang und der Club Special erweitern die Zielgruppe
- Solide Laminatbauweise mit gut erhaltenem Gelcoat in der gesamten Flotte
- Die aus Regatten abgeleitete Plicht ist auf See sicher und gut geschützt
Nachteile
- Das unbalancierte Spatenruder neigt zum Anluven, wenn die Pinne losgelassen wird
- Der originale Gaszylinder ist direkt unter dem Herd montiert, was nicht mehr den heutigen Sicherheitsstandards entspricht
- Die Travellerschiene der Großschot kreuzt den Niedergang, was im Betrieb eine Gefahr darstellt






