Konstruktion und Bauweise
Die Concordia 40 ist ein Einrumpfboot mit massivem Holzrumpf im traditionellen Langkiel-Design. Sie verdrängt 18.000 Pfund bei einem Eisenballast von 7.700 Pfund – ein Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von fast 43 Prozent, das der Yawl ein stabiles, seegütiges Verhalten verleiht. Das Deck ist aus Holz, und die LOA von 39,83 Fuß bei einer LWL von 28,5 Fuß erzeugt ein Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von rund 347. Dieser Wert ordnet sie fest in die Tradition schwerer, volumenstarker Fahrtenyachten ein und nicht in den Bereich der leichten Regattayachten. In einer zeitgenössischen Werftbewertung wurde die Concordia-Yawl aufgrund ihrer Schönheit, ihrer hervorragenden Bauweise und ihrer erfolgreichen Regatta-Ergebnisse als ebenso klassisch wie jede andere Segelyacht der Welt bezeichnet. Die erste der Serie, eine 39-Fuß-Yawl namens Java, trug einen schlanken, eleganten Rumpf, der durch eine lange Kimmstreifen-Bemalung mit einem Stern am Bug und einem Halbmond am Heck gekennzeichnet war – ein Motiv, das sich über die gesamte Serie hinweg als charakteristische Stern-und-Mond-Kimmstreifen fortsetzte. (1)
Rigg und Seeverhalten
Das Yawl-Rigg des Bootes war nicht nur ästhetisch motiviert. Das Magazin SAIL berichtete, dass ein Yawl-Rigg für eine bessere Vermessung und zur Stabilisierung vor Anker erforderlich war – eine praktische Kompromisslösung zwischen den Regatta-Regeln und dem täglichen Komfort im Hafen. Mit einer Segelfläche von 650 Quadratfuß und einem Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis (SA/D) von etwa 15 ist die Concordia 40 nach modernen Maßstäben kein Leichtwindflieger. Doch ihre flachen, harten Kimmformen sorgen für Formstabilität, wenn die Böen am Ankertau ankommen, sodass das Boot auch ohne extreme Krängung standhaft gegen die Böen ankämpfen kann. Eigner berichten, dass die ursprünglichen 39-Fuß-Boote und die späteren 41-Fuß-Varianten gegeneinander antreten konnten, ohne dass ein Nachteilsausgleich nötig war – ein Beweis dafür, wie eng die vergrößerte Version die Proportionen des Originals beibehielt. Das Kenterungsverhältnis von 1,56 und die Komfort-Ratio nahe 39 beschreiben weiterhin eine Yacht, die eher für Offshore-Einsätze als für Küsten-Sprints gebaut wurde. (2)
Unterbringung
Unter Deck wurde die Concordia 40 als wohnlicher Fahrtenkreuzer mit Regatta-Disziplin konzipiert. Der Herd in der Pantry wurde an Steuerbord installiert, um für Rechtshänder handlicher zu sein, und die Kojen mussten zusammenklappbar sein, damit sie sich während des Ankerns vor dem Rennen nicht in Stauraum für nasse Segel verwandelten. Die Wassertanks wurden demontierbar ausgeführt, um Inspektion und Wartung zu erleichtern, und von Anfang an war eine separate Nasszelle vorhanden. Bei der frühesten Java erinnerte das Interieur mit seinen knotigen Kiefernholzmöbeln und Cordura-Kissen an ein Haus in Neuengland – eine Wärme, die durch die gesamte Klasse getragen wurde. Spätere Versionen mit 41 Fuß gewannen ein zusätzliches Saling, was das Volumen und die Stehhöhe erhöhte, sodass sich das Boot unter Deck größer anfühlte, ohne die grundlegenden Proportionen zu verändern. (2)
Bekannte Schwachstellen
Die am häufigsten dokumentierte Schwachstelle ist das Schmetterlingsfenster im Vorschiff, das laut SAIL Magazine zwar sehr schön ist, aber bei an Deck stehendem Wasser anfällig für Undichtigkeiten ist. Ein Käufer oder Eigner sollte diese Verbindung als Wartungspriorität betrachten, da Decksundichtigungen an einem Holzrumpf strukturelle Probleme nach sich ziehen können, wenn sie nicht behoben werden. (2)
Refits und Eignerschaft
Die Klasse hat sich als außergewöhnlich langlebig erwiesen: Von den gebauten 103 Booten sind noch 102 vorhanden. Diese Überlebensrate zeugt sowohl von der Qualität des ursprünglichen Baus als auch von der Hingabe der Eigner. Häufige Upgrades bei späteren Booten umfassen größere Barient Primärwinschen und eine elektrische Ankerwinde; einige Exemplare erhielten zudem einen Yanmar 30 PS Diesel anstelle des ursprünglichen Gray Marine Benzinmotors. Die Untergruppe der 41-Fuß-Boote, die zwischen 1950 und 1966 in Deutschland von Abeking & Rasmussen gebaut wurden, umfasst 24 Einheiten der Gesamtlänge von 41 Fuß, wobei 99 der insgesamt 103 gebauten Boote aus dieser Werft stammen.
Das Fazit
Die Concordia 40 ist ein Holz-Klassiker, der ihren Ruf durch belegte Regatta-Erfolge, eine durchdachte Aufteilung für das Fahrtensegeln und eine außergewöhnliche Beständigkeit in der Flotte verdient hat. Sie ist kein modernes Performance-Boot, aber ihre Formstabilität, die Vielseitigkeit des Yawl-Riggs und der gemütliche Innenraum machen sie zu einer exklusiven Wahl für Segler, die handwerkliche Qualität über den Komfort von Verbundstoffen stellen.
Vorteile
- Bewährte Hochseeregatta-Historie mit großen Siegen bei Ozeanregatten
- 102 von 103 Rümpfen sind noch vorhanden, was auf eine langlebige Bauweise hinweist
- Das Yawl-Rigg sorgt für Stabilität vor Anker und bei der Vermessung
- Flache Kimmkanten bieten beruhigende Formstabilität in Böen
- Entnehmbare Wassertanks und klappbare Kojen zeigen ein cleveres Konzept für das Fahrtensegeln
Nachteile
- Holzrumpf und -deck erfordern ständige Pflege
- Das Schmetterlingsflügel-Vordecksskylight hat Undichtigkeiten bei eindringendem Wasser
- Der originale Benzinmotor ist bei vielen Booten veraltet und weniger sicher als ein Diesel









