Design und Konstruktion
Die Concordia 41 wurde von 1950 bis 1966 von der Werft Abeking & Rasmussen in Deutschland gebaut. Insgesamt wurden 103 Concordia-Yawls fertiggestellt, davon 99 in dieser Werft. Die 41-Fuß-Version war kein völlig neues Boot: Die ursprünglichen Yawls maßen an Deck 39 Fuß und 10 Zoll. Das längere Modell behält dieselben Proportionen bei, erhält jedoch eine zusätzliche Bodenbrettschiene, die das Innenraumvolumen und die Stehhöhe unter Deck vergrößert. Von der gesamten Flotte wurden nur 24 Boote mit einer Länge über alles von 41 Fuß gebaut, was dieses Modell zu einer echten Minderheit innerhalb der größeren Concordia-Yawl-Familie macht. Der Rumpf hat eine Verdrängung von 21.450 Pfund, die durch einen Eisenballast von 8.250 Pfund ausgeglichen wird. Die flachen, harten Kimmformen sorgen für eine hohe Formstabilität, wenn die Böen auffrischen. (1)
Rigg und Handhabung
Ein Yawl-Rigg wurde nicht aus optischen Gründen, sondern wegen der Messformel und des stabileren Verhaltens vor Anker gewählt. Die 41 verfügt unter diesem Rigg über eine Segelfläche von 740 Quadratfuß. Die Steuerung erfolgt über ein Rad, das ein spezielles dreieckiges Ruder steuert, das von Ted Hood für mehr Effizienz entworfen wurde, und eine riesige Notpinne ist unten am Hauptschott als Backup festgezurrt. Eigner berichten, dass die ursprünglichen 39-Fußer und die 41er ohne Ausgleichsklasse gegeneinander segeln konnten, was belegt, wie eng der vergrößerte Rumpf den Charakter des früheren Bootes bewahrt hat. (1)
Unterbringung
Unter Deck wirkt die 41 größer als ihre 39-Fuß-Schwester dank des zusätzlichen Fußraums, der das Volumen und die Stehhöhe erhöht. Der Salon verfügt über klappbare Kojen, die so konstruiert sind, dass sie beim Segeln nicht als Stauraum für nasse Segel dienen. Der Herd in der Pantry wurde an Steuerbord installiert, um Rechtshändern gerecht zu werden, mit einer manuellen Wasserarmatur im Spülbecken, und der maßgeschneiderte Kajütenherd trägt ein Mond-und-Sterne-Motiv. Hunt and Howland integrierten die Nasszelle in einen Schrank auf Backbord, sodass sich bei geöffneten Türen eine mittschiffs gelegene Toilette ergibt. Die Wassertanks wurden als abnehmbar ausgeführt, um Inspektion und Wartung zu erleichtern, und von Anfang an wurde eine separate Nasszelle spezifiziert. Im Vorschiff dient eine Arbeitsbank in der Plicht dank einer integrierten Schraubzwinge praktisch als Werkzeugplatz, und hinter der Niedergangstreppe befindet sich ein Flaggenkasten. (1)
Bekannte Schwachstellen
Das Schmetterlings-Sonnensegel im Vorschiff ist ein attraktives Merkmal, neigt jedoch zu Undichtigkeiten, wenn sich Salzwasser an Deck sammelt – ein Punkt, den man bei jedem Boot berücksichtigen sollte, das in Revieren gesegelt ist, in denen der Bug häufig im Wasser liegt. (1)
Refits und Eignerschaft
Der eingebaute Hilfsmotor war ein Yanmar 30 PS Diesel, kombiniert mit einer separaten Nasszelle und der oben erwähnten Radsteuerung. Zu den zeitgenössischen Upgrades, die bei einzelnen Booten zu finden sind, gehören größere Barient Primärwinschen und eine elektrische Ankerwinde. Bei Ray Hunts eigenem Boot Harrier wurde experimentell mit einem Bugspriet und einer Slup-Takelung gearbeitet. Die aufklappbaren Rückenlehnen am Heckende des Cockpits und das Vordecksdachfenster zeugen von einem Entwurf, der sowohl für Regatten als auch für Komfort vor Anker ausgelegt ist. (1)
Das Fazit
Die Concordia 41 ist eine durchdachte Erweiterung einer klassischen Yawl, die das Handling und die Lastverteilung des Originals beibehält und gleichzeitig Raum und Stabilität bietet. Sie belohnt Eigner, die Handwerkskunst und ein seemannsgerechtes Decks-Layout schätzen, wenngleich der Wassereintrittsweg über das Decksschott bei schwerem Wetter Respekt erfordert.
Vorteile
- Der vergrößerte Rumpf bewahrt die Proportionen und Regatta-Eigenschaften des Originals
- Formstabile flache Kimmkanten und ein effizientes Hood-Ruder
- Entnehmbare Tanks und eine clevere Toilettenanordnung erleichtern die Wartung
- Gebaut von einer hochangesehenen deutschen Werft
Nachteile
- Das Schmetterlingsfenster leckt bei eindringendem Wasser










