Cheoy Lee Offshore 40 — Informationen, Bewertung, technische Daten

Philip Rhodes·1964 – 1976·~156 hulls·Cheoy Lee Shipyard
Ungefähre Zeichnung

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Rumpfart
Einrumpf · langkiel
Rigg
Masttoppslup
LOA
39.75' · 12.12 m
Verdr.
20.720 lbs · 9.398 kg
Erstes Baujahr
1964

Die Cheoy Lee Offshore 40 ist eine von Philip Rhodes entworfene BlauwasserFahrtenyacht, die in Hongkong von der Werft Cheoy Lee Shipyard gebaut wurde. Einigen Eignern ist sie auch als Empire 40 bekannt. Das Modell wurde von 1964 bis etwa 1976 produziert, wobei die meisten überlebenden Exemplare aus den späten 1960er Jahren bis Mitte der 1970er Jahre stammen. Konstruktiv handelt es sich im Wesentlichen um eine kostengünstigere Variante von Rhodes’ Reliant 41. Sie teilt sich die Formen, verwendet jedoch gusseisernen Ballast anstelle von Blei und eine vereinfachte Bauweise, um Lizenzgebühren zu vermeiden. Insgesamt wurden rund 160 Rümpfe in den Konfigurationen Slup und Yawl gebaut. Das Boot genießt den Ruf einer robusten, komfortablen Fahrtenyacht für Langstreckenfahrten mit bewährter Hochseetauglichkeit.

Messwerte

Abmessungen 01

Länge über alles
39,75 ft
Länge an Deck
Länge in der Wasserlinie
28 ft
Breite
10,75 ft
Tiefgang
6 ft
Maximale Stehhöhe
Durchfahrtshöhe

Bauweise & Rumpf 02

Bauweise
Glasfaser
Rumpfart
Einrumpf
Kielart
Langkiel
Ruder
1× Befestigt
Ballast
7.900 lbs (Eisen)
Verdrängung
20.720 lbs
Wasserkapazität
100 gal
Kraftstoffkapazität
30 gal

Rigg & Segel 03

Rigg-Art
Masttoppslup
Vorliek Großsegel
41,25 ft
Unterliek Großsegel
18 ft
Vorsegeldreieck Höhe
47 ft
Vorsegeldreieck Basis
15,83 ft
Vorstaglänge (geschätzt)
49,59 ft
Segelfläche
742 sqft

Berechnungen 04

Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis
15,73
Ballast-Verdrängungs-Verhältnis
38,13
Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L)
421,37
Komfort-Ratio
42,96
Kenterungsverhältnis
1,57
Rumpfgeschwindigkeit
7,09 kn

Design und Konstruktion

Rumpf, Deck und Kajütaufbau der Offshore 40 sind nach Lloyd’s Spezifikationen aus massivem GFK laminiert – ein robustes Verfahren, das die Seetüchtigkeit des Langkielers untermauert. Unter der Wasserlinie weist sie bei einem langen Flossenkiel einen Tiefgang von sechs Fuß auf, was für hervorragende Kursstabilität und eine geschützte Ruderanlage sorgt. Über der Wasserlinie verlieh Rhodes dem Boot eine elegante Deckssprunglinie, ein niedriges Freibord und eine schmale Breite von 10 Fuß 9 Zoll – Entscheidungen, die eher klassische Ästhetik und effiziente Leistung am Wind als Innenraumvolumen im Vordergrund stehen lassen. Mit einer Verdrängung von etwa 20.700 Pfund und 7.900 Pfund Eisenballast ist sie eine konventionell proportionierte Fahrtenyacht aus der Mid-Century-Ära. Teakholz-Verzierungen und ein Teakdeck schmücken das Äußere, während der Innenraum mit hochwertigem Teakholz ausgestattet ist. Dieser Holzausbau ist ein prägendes Charaktermerkmal und zugleich eine dauerhafte Wartungsaufgabe. (1)

Rigg und Seeverhalten

Ursprünglich war sie mit einem traditionellen Masttoppslup-Rigg und Sitka-Fichtenmasten ausgestattet, wobei auch die Yawl-Version beliebt war und Aluminiumspargen als Option angeboten wurden. Der Segelplan basiert auf einem 47 Fuß großen Vorsegeldreieck und einer 41,25 Fuß großen Vorliek des Großsegels, was zu einem 370 Quadratfuß großen Großsegel und einer 115-prozentigen Fock von rund 361 Quadratfuß führt; eine 150-prozentige Genua vergrößert die Segelfläche auf etwa 559 Quadratfuß. Am Wind profitiert sie von der geringen Breite und dem langen Kiel, weshalb ihr ein gutmütiges Seeverhalten und hervorragende Bewegungen im Seegang zugeschrieben werden. Die Kursstabilität des Langkiels macht sie zu einem stabilen Begleiter auf See, auch wenn sie in engen Häfen keine Leuchtturmwärterin ist. (1)

Unterbringung

Unter Deck bietet die Offshore 40 einen geräumigen, hochwertigen Teak-Innenraum, der sich ideal für ausgedehnte Törns oder das Wohnen an Bord eignet. Praktische Details aus dieser Ära sind unter anderem eine an Deck geladene Kühlbox – ein Merkmal, das eher auf die damaligen Vorratshaltungsgewohnheiten als auf moderne Kühlsysteme schließen lässt. Mit 380 Litern Wasser und 115 Litern Diesel ist das Boot eher für Langstreckenfahrten als für Wochenendregatten ausgerüstet, und der Atomic Four-Motor sorgt für den Hilfsantrieb. (1)

Wartung und Unterhalt

Die Pflege des Teaks ist das zentrale Thema für Eigner: Verlegte Decks und umfangreiche Innenausbauten erfordern regelmäßige Aufmerksamkeit, um gesund und ansprechend zu bleiben. Die ursprünglichen Fichtenmasten stellen, sofern noch vorhanden, eine Materialwahl aus der Bauzeit dar, die spätere Eigner oft durch Aluminium ersetzt haben. Die Einfachheit des Entwurfs und die Formgebung nach Lloyd’s-Spezifikation sorgen für wenige unerwartete Strukturprobleme, doch das Holz bleibt ein kontinuierliches Thema.

Das Fazit

Die Offshore 40 ist ein durchdachtes Rhodes-Design, das eine größere Reliant 41 in eine erschwingliche, hochseetaugliche Fahrtenyacht übersetzt. Ihr Langkiel, ihre moderate Breite und die teakholzreiche Bauweise zeichnen ein Boot aus, das für komfortable Törns und nicht für den Eindruck im Hafen gebaut wurde. Ihre Langlebigkeit unter Beweis stellt dieses Konzept eindrucksvoll unter Beweis.

Vorteile

  • Langkiel mit geschütztem Ruder und hoher Kursstabilität
  • Rumpf, Deck und Kajütaufbau nach Lloyd’s-Spezifikationen in massivem GFK laminiert
  • Geräumiger, hochwertiger Teak-Innenraum, ideal für das Wohnen an Bord oder ausgedehnte Törns
  • Bewährte Hochseerufine mit gutmütigem Handling und angenehmen Seeverhalten

Nachteile

  • Eisenballast anstelle von Blei als Kostensenkungsvariante
  • Umfangreiche Teakdecks und -Verzierungen erfordern regelmäßige Pflege
  • Die originalen Sparglieder aus Sitka-Fichte sind Material der damaligen Zeit, kein modernes Aluminium

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