Design und Konstruktion
Tripps Rumpf ist eine extrem dick aufgelegte, handaufgelegte GFK-Hülle, und die meisten, wenn nicht alle etwa 150 zwischen 1969 und 1974 gebauten Boote erhielten ihre Rümpfe zusätzlich verstärkt durch Lagen von handaufgelegtem GFK-Ankergewebe. Über der Wasserlinie trägt das Boot ein Balsaholzkerndeck auf einem robusten Rumpf, mit einer eleganten Deckssprunglinie, einem Glattdeck und einem niedrigen Steuerhaus, das auch heute noch beeindruckend wirkt. Die Schwertvariante – die CB im Modellnamen – wurde neben einer Langkiel-Version angeboten, und das Standard-Unterwasserschiff kombiniert einen eisenballastierten Flossenkiel mit einem Spatenruder. Die MkIII-Revision verlängerte den Rumpf um sechs Zoll, ersetzte den eisernen Originalkiel durch einen Bleiballastkiel und führte einen höheren Mast für mehr Leistung ein. (1)
Rigg und Handhabung
Als Masttoppslup trägt die Columbia 43 einen durchgesteckten Mast und eine 10 Fuß lange Achtercockpit, die dem Rudergänger reichlich Platz zum Arbeiten mit dem Anker bietet. Der Decksplan platziert eine große Teakdeckskiste vor dem Mast, und die originalen Winschen sowie das an Deck montierte stehende Gut haben der Zeit getrotzt. Die höhere Maststange der MkIII wurde auf dieser Basis weiterentwickelt und bringt spürbar mehr Segelfläche, während das Schwert des Kielschwertmodells den Vorteil des geringen Tiefgangs beibehält, ohne auf die Kursstabilität des Flossenkiels zu verzichten. (1)
Unterbringung
Unter Deck war das Boot für acht Personen ausgerichtet – eine großzügige Zahl für einen 43-Fuß-Rumpf dieser Ära. Die Pantry befindet sich an Backbord und ist um eine kleine Spüle, einen Spiritusbrenner und eine Kühlbox herum aufgebaut. Die Arbeitsflächen im Schiefer-Look verleihen dem Bereich eine edle Note. Vor dem Hauptsalon ist die Nasszelle mit einer vollständigen Dusche ausgestattet, ein Merkmal, das die Ausrichtung auf Langstreckentörns hinter dem Label des Regatta-/Fahrtenyachts unterstreicht. Das Glattdeck und der niedrige Steuerhausdach sorgen für ein schlankes Außenprofil, aber das Innenraumvolumen wurde eindeutig für das Wohnen an Bord und nicht für eine spartanische Regatta-Einrichtung priorisiert.
Antrieb und Tanks
Die ursprüngliche Spezifikation sah einen Universal Atomic 4 Vierzylinder-Benzinmotor vor, wobei in einigen Fällen auch ein Palmer-Benzinmotor als Ankerantrieb installiert wurde. Die Kraftstoffkapazität war auf 45 Gallonen geplant, gegenüber 35 Gallonen Wasser – Zahlen, die eher für Küstenfahrten als für lange Offshore-Passagen geeignet sind, aber zum Regatta-/Fahrtenboot-Konzept des Bootes passen. (1)
Das Fazit
Die Columbia 43 bleibt eine faszinierende Darstellung von Tripps frühen GFK-Ideen: ein Leichtdeplacement-Rumpf, der am Samstag Regatten gewinnen und am Sonntag eine Familie von acht Personen komfortabel transportieren konnte. Der handaufgelegte GFK-Rumpf, das Deck mit Balsaholzkern und die robuste Decksausrüstung verleihen dem Entwurf eine strukturelle und funktionale Basis, die sich besser gehalten hat als bei vielen Zeitgenossen. Der Bleikiel der MkIII und das höhere Rigg raffinierten das Konzept weiter. Der eisengeballaste Flossenkiel früherer Boote und die bescheidenen Pantry-Ausstattungen sind die Hauptmankos für den heutigen Käufer.
Vorteile
- Leicht verdrängender Regatta-/Fahrtenyacht mit belegter Geschwindigkeit und Komfort für Langstrecken
- Stark handaufgelegter GFK-Rumpf mit zusätzlicher Verstärkung durch Schichtholzmatte
- Acht Schlafplätze mit einer vollwertigen Nasszelle und Pantry an Backbord
- Robuste Originalwinschen und Decksbesegelung
- Bei der MkIII wurden Bleiballast und höherer Mast eingeführt
Nachteile
- Frühe Boote nutzten einen eisenballastierten Flossenkiel anstelle von Blei
- Die Pantry ist kompakt: kleine Spüle, Spiritusbrenner und lediglich eine Kühlbox
- Der Kraftstofftank mit 45 Gallonen und der Wassertank mit 35 Gallonen eignen sich für den Küstenbereich, nicht für ausgedehnte Törns











