Design und Konstruktion
Die Hinckley 43 (Hood) ist ein GFK-Einrumpfboot mit Holzverzierungen, einem geneigten Vorsteven und einer erhöhten Heckplattform mit negativem Spiegel. Ihr fester Flossenkiel trägt ein aufholbares Schwert, was bei hochgezogenem Schwert einen geringen Tiefgang von 4'4" und bei abgesenktem Schwert einen tiefen Tiefgang von 11'6" ermöglicht – eine Konfiguration, die es dem Boot erlaubt, flach im Wasser zu segeln und gleichzeitig hoch am Wind auf See zu laufen. Mit einer Länge über alles von 42,83 Fuß, einer Wasserlinienlänge von 33,83 Fuß, einer Breite von 12,33 Fuß und einer Verdrängung von 25.500 Pfund, unterstützt durch 11.500 Pfund Bleiballast, weist der Entwurf ein Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von fast 45 Prozent und eine Komfort-Ratio auf, die zeitgenössische Zusammenfassungen als hoch beschreiben. Ein am Skeg montiertes Ruder unter einer Radsteuerung vervollständigt das Bild der Steuerung. Henry R. Hinckley verkaufte die Bootsbaufirma 1979, mitten im Produktionszeitraum dieses Entwurfs.
Rigg und Handhabung
Es handelt sich um eine Masttoppslup mit Bermuda-Rigg, das sowohl für Regatten als auch für Langstreckenfahrten optimiert ist. Die Segelflächen sind für die Bootslänge großzügig bemessen: ein Großsegel von 374 Quadratfuß, eine Fock von 483 Quadratfuß zu 115 Prozent und eine Genua von 748 Quadratfuß zu 150 Prozent, ergänzt durch einen Spinnaker von rund 1.527 Quadratfuß für raume Kurse. Die I-Dimension beträgt 58 Fuß bei einem P von 51,50 Fuß, was einer Rumpfgeschwindigkeit von etwa 7,8 Knoten entspricht. Mit ihrem hohen Ballastverhältnis und dem niedrigen Kenterungsverhältnis glänzt das Boot bei schwerem Wetter – eine Eigenschaft, die zum ursprünglichen Konzept als Regatta-/Fahrtenyacht passte, die hochseeuntaugliche Passagen ohne Überlastung meistern kann. (1)
Unterbringung
Unter Deck bietet das Boot einen geräumigen Teak-Innenraum für bis zu acht Personen. Die Bugkabine verfügt über eine Doppel-V-Koje, während die Hauptkabine zwei gerade Salonsofakojen und zwei Wachkojen sowie zwei Achterkabinen mit jeweils einer Einzelkoje bietet. Die Pantry befindet sich auf beiden Seiten direkt vor der Niedergangstreppe und ist mit einem dreiflammigen Herd, einer Kühlbox und einer doppelten Spüle ausgestattet. Eine Navigationsecke befindet sich an Backbord, und die Nasszelle liegt direkt achtern der Bugkabine an Backbord. Das Layout ist ein typisches, einfaches Acht-Koje-Fahrtenkonzept dieser Ära, wobei der Teak-Innenausbau der Kabine ihre bekannten eleganten Linien verleiht.
Refits und Eignerschaft
Mit nur etwa 17 gebauten Rümpfen über einen sechsjährigen Bauzeitraum ist die Hinckley 43 (Hood) ein seltenes Modell, dessen Eigner sie eher halten und pflegen als zu verkaufen. Als Motor ist der mit Süßwasser gekühlte Vire W-40-Diesel mit 40 PS verbaut. Der Schwertkasten und seine Dichtungen sind bei einem Rumpf aus den Jahren 1976–1981 aufgrund der Schwertkonstruktion am ehesten anfällig für Wartung. Zudem erfordern die Holzverzierungen regelmäßige Pflege, um eine Versprödung an den Übergängen zum GFK zu verhindern. Dies sind typische Merkmale des Designs und keine Mängel im eigentlichen Sinne; ein Käufer sollte sie als übliche Schwerpunkte beim Gutachten betrachten und nicht als Warnsignal.
Das Fazit
Die Hinckley 43 (Hood) ist eine kleine, gut durchdachte Ted Hood-Cruiser-Renneryacht, die einen Flachkiel mit Schwert mit hochseetauglicher Stabilität und einem geräumigen, mit Teakholz ausgestatteten Innenraum mit acht Kojen verbindet. Ihre Seltenheit und die Hood-Linie belohnen den sorgsamen Eigner, während das Schwert und die Holzverzierungen eine disziplinierte Wartung erfordern.
Vorteile
- Hohes Ballastverhältnis und niedriges Kenterungsverhältnis für Sicherheit bei schwerem Wetter
- Das aufholbare Schwert bietet einen geringen Tiefgang von 4'4" und einen tiefen Tiefgang von 11'6"
- Geräumiger Teak-Innenraum mit Schlafplätzen für acht Personen durch zwei Achterkabinen mit Wachkojen
- Klassisches Hood-Designkonzept mit eleganten Linien und Regatta-/Fahrtenrigg
Nachteile
- Nur etwa 17 Rümpfe gebaut, was Ersatzteile und vergleichbare Verkäufe einschränkt
- Schwertkasten und Holzverzierungen erfordern regelmäßige Pflege
- Der originale 40 PS Vire-Diesel ist veraltet und muss eventuell ausgetauscht werden











