Design und Konstruktion
Der Rumpf ist aus handaufgelegtem, massivem GFK gefertigt, das mit einem Isophthals-Gelcoat versehen ist, um Osmose zu verhindern. Ein innen laminiertes GFK-Gitter sorgt für die strukturelle Festigkeit. Über der Wasserlinie besteht das Deck als Sandwichbauweise mit Balsaholzkern, das mit mechanischen Befestigungen im Abstand von sechs Zoll sowie dem Dichtstoff 3M 5200 mit dem Rumpf verbunden ist. Eine Edelstahl-Protektorleiste schützt das Überwasserschiff, während der Standardkiel ein geschmiedeter Flügelbulbkiel ist, der mit dem Rumpf verschraubt ist. Beneteau untermauerte die Struktur mit einer fünfjährigen Garantie, die sowohl strukturelle als auch osmotische Probleme abdeckt. Die Niedergangsstufen sind auf beiden Seiten nach oben gewölbt, sodass man sicheren Halt hat, wenn das Boot krängt – ein Detail, das denselben konstruktiven Anspruch widerspiegelt, der auch in der Rumpfform selbst zum Ausdruck kommt. (1)
Rigg und Decks-Layout
Ein Aluminiummast ist direkt auf dem Kieltopp gesteppt und trägt eine Segelfläche von 687 Quadratfuß in einem Masttoppslup-Rigg mit einer Masthöhe von 52 Fuß 8 Zoll über der Wasserlinie. An Deck sind die Seitendecks für ein Boot dieser Größe schmal, was den Verkehr im Vorschiff einschränkt. Das Vordeck beherbergt einen großen, öffnenden Ankerkasten und eine doppelte Edelstahl-Ankerrolle, während ein doppelter Propangas-Kasten in das Seitendeck eingelassen ist, wobei der Gasablass über Bord geführt wird. Robuste Befestigungspunkte auf dem Kajütaufbau sind vorhanden, um eine Rettungsinsel zu sichern. Der Heckausleger (Sugar-Scoop) bietet Platz zum Schwimmen und zum Einsteigen in das Beiboot. Die Radsteuerung ist auf einer Steuersäule montiert und kann optional achtern der Kabine hinter einem Spritzschutz platziert werden. Die hydraulische Steuerung bietet einen guten Zugang zur Wartung.
Unterbringung
Unter Deck wirkt der Salon hell und freundlich, mit einer U-förmigen Sitzecke und einem ausziehbaren Tisch an Steuerbord sowie einer Navigationsecke mit Hängeschrank an Backbord. Die Hängeschränke sind bis zur Wasserlinie mit Material ausgekleidet, um Schimmel und Kondenswasser zu verhindern. Die Pantry befindet sich achtern im Durchgang an Backbord des Motors, wobei ein dreiflammiger Herd und ein Ofen nach vorn positioniert sind, sodass Kochhitze und Gerüche über den Niedergang entweichen. Die Vorschiffskabine bietet eine Doppelkoje an Steuerbord und ihr eigenes Bad mit Dusche. Achtern befindet sich in der Kabine eine sehr niedrige, breite Koje, die entlang des Rumpfbodens verläuft und von beiden Seiten leicht zugänglich ist. Sie wird durch eine Nasszelle vor der Kabine auf der Steuerbordseite des Motorraums bedient, deren eigener Bereich eine Dusche im WC-Modul enthält. Die Stehhöhe in der Kabine beträgt 6 Fuß 3 Zoll.
Zugang zu Motor und Systemen
Der 60 PS starke Yanmar-Diesel befindet sich in einem Motorraum mit hervorragendem Zugang, unterstützt durch eine in einen Pantry-Schrank integrierte Luke für den Seiteneinstieg und eine Niedergangstreppe, die sich über hydraulische Hebel öffnen lässt, um das vordere Ende freizulegen. Die Werft gibt an, dass der Raum achtern des Motors für einen Generator vorgesehen ist. Die Schalttafel ist klappbar für guten Zugang, und Halogenlampen sorgen für helles Licht bei geringem Stromverbrauch.
Bekannte Schwachstellen
Bei einem untersuchten Boot war der Zugang zur Notsteuerung gut durchdacht, aber die bereitgestellte Halterung bestand lediglich aus einem Rohrabschnitt, das locker saß und wackelte. Die Decksöffnung, durch die die Ankerkette geführt wird, war beim Testboot rechteckig mit 90-Grad-Ecken – eine Form, die den Verschleiß an den Ecken konzentrieren kann. (1)
Das Fazit
Die Oceanis 400 CC ist eine gut durchdachte Mittelcockpit-Fahrtenyacht, deren Finot-Rumpf und Deck mit Balsaholzkern eine solide, zugängliche Plattform für Küsten- und Hochseepassagen bieten – unterstützt durch hervorragenden Motorzugang und ein gut belüftetes Pantry-Layout. Die schmalen Seitendecks und niedrigen Cockpitsitzlehnen verlangen von der Crew bewusste Bewegungen, und die Notfall-Ruderanlage auf mindestens einem Boot hätte besser ausgeführt werden können.
Vorteile
- Handaufgelegter Massivrumpf mit osmosebeständigem Gelcoat und laminiertem Gitterrost
- Hervorragender Motorzugang über die Schrankluke und hydraulisch anhebbare Stufen
- Pantry so positioniert, dass Hitze und Gerüche durch den Niedergang entweichen
- Vorne und achtern befinden sich Nasszellen mit Dusche; breites Achterkoje von beiden Seiten zugänglich
Nachteile
- Schmale Seitendecks für die Bootslänge
- Niedrige Rückenlehnen der Cockpitsitze für einige Steuermänner
- Notsteuerungselemente beim inspizierten Boot locker eingebaut
- Rechteckiges Schottenöffnung mit scharfen Ecken









