Design und Konstruktion
Mit einer Länge über alles von 30 Fuß 7 Zoll, einer Wasserlinienlänge von 24 Fuß 2 Zoll und einer Breite von 10 Fuß 3½ Zoll verdrängt die Nicholson 31 5,8 Tonnen und ist mit einem Langkiel mit eingegossenem Bleiballast ausgestattet. Die Konstruktion war konventionell, im Handauflegeverfahren nach Lloyd’s-Spezifikationen in GFK ausgeführt, mit Decks und Kajütaufbau mit Balsaholzkern, wodurch der Rumpf sehr solide gebaut ist. Der größte Teil des Innenraums – Pantry, Nasszellen und die Fundamente der Möbel – besteht aus laminierten Modulen, die mit dem Rumpf und den Längsträgern (Längs- und Querträger) verklebt sind, was eine extrem starke Struktur ergibt. Ein Wassertank mit 65 Gallonen ist Teil der Kielform, während unter dem Cockpitboden der Kraftstofftank mit 17 Gallonen liegt und die Batterien unter der Achterkoje platziert sind. Die Freibordlinie ist elegant, der Vorsteven läuft sanft aus, das Heck zeigt leichte Tumblehome-Eigenschaften und ein praktisches, am Spiegel aufgehängtes Ruder rundet das Profil ab. (1)
Rigg und Seeverhalten
Das konservative Rigg der Nicholson 31 und die moderate Verdrängung bedeuten, dass sie bei leichtem Wind nicht die Schnellste ist, aber der Schwerpunkt des Entwurfs liegt auf Komfort und Seetüchtigkeit statt auf Geschwindigkeit. Unter Großsegel allein ließ sie sich leicht kontrollieren und wenden – ideal für Manöver auf engem Raum. Wenn man sie sich selbst überließ, würde sie langsam luven, wenden, abfieren und wiederholen, was ihr praktisch erlaubte, an derselben Stelle zu verweilen. Mit zwei Rollen im Großsegel und der Nr. 1-Fock auf Halbwindkurs segelte sie fröhlich mit etwa 6 Knoten, und bei kurzem, steifem Wind sorgte ihr Gewicht dafür, dass sie sich mit stetigen 4 Knoten durchsetzte. Selbst wenn sie ziemlich weit übergezogen war, blieb sie gut ausbalanciert, konnte sich lange Zeit selbst steuern und zeigte nur eine leichte Luvgierigkeit in Böen. Testsegler fanden das Boot überraschend trocken; nichts drang über die Sprayhoods in die Plicht. (1)
Unterbringung
Unter Deck macht die Nicholson 31 großzügigen Gebrauch von Teakholz und Innenausbau. Der Salon wirkt auf den ersten Blick gemütlich, da die Sofakojen weit nach innen gerückt wurden, um Stauraum freizugeben. Diese Kojen sind jedoch mit der Mittellinie ausgerichtet und bilden gute Seekojen mit Fächerboxen. Eine praktische Wachkoje an Backbord schaut auf eine Reihe von Deckskoffern an Steuerbord, und es gibt reichlich Stauraum außerhalb und unter den Sofakojen sowie im Vorschiff. Das Boot bietet sechs Kojen und eine Stehhöhe von rund 1,80 m. Die Aufteilung spiegelt das ursprüngliche Designkonzept wider: eine Verdrängung, die ausreicht, um Ausrüstung und Proviant für längere Törns zu verstauen, und die nötige Ausstattung für eine Fahrtenyacht, die überall hinfahren kann.
Ausrüstung und Optionen
Ein Yanmar 2QM20 mit 22 PS antreibt die Nicholson 31. Ein Hydrovane-Selbststeuerungsgerät wurde als Option angeboten und als ausreichend für das Boot befunden, was ihren Charakter als komfortables und leicht zu handhabendes Fahrtenboot für die Welt bereitet unterstreicht. Mit 200 Litern Wasser und 78 Litern Kraftstoff unterstützen die Systeme längere Aufenthalte an Bord ohne häufige Nachfüllung.
Das Fazit
Die Nicholson 31 ist eine britische Fahrtenyacht aus kleiner Serie mit echten Blauwassertauglichkeitsnachweisen und dem Ruf eines Bootes, das jeden Hafen anlaufen kann; viele haben bereits den Atlantik überquert. Sie ist robust gebaut, gut ausgewogen und trocken segelnd, wenn auch bei leichtem Wind mäßig schnell. Für einen Käufer, der eine handliche, seetüchtige Begleiterin mit Charakter sucht, bleibt sie eine durchdachte Wahl.
Vorteile
- Außergewöhnliche Bauqualität mit schwerem massivem GFK-Laminat und Decks mit Balsaholzkern
- Gut ausgewogen und leicht zu handhaben, auch einhand unter Großsegel auf engem Raum
- Viel Stauraum und sechs Kojen mit Teak-Innenausbau
- Bewährte Hochseetörns inklusive Atlantiküberquerungen
Nachteile
- Mäßige Verdrängung und konservatives Rigg begrenzen die Geschwindigkeit bei leichtem Wind
- Nur 120 Exemplare gebaut, daher erfordert die Suche Geduld
- Langkiel und 5 Fuß Tiefgang eignen sich eher für Langstrecken als für das Hüpfen von engen Marinas








