Design und Konstruktion
Berret/Racoupeau verliehen der 40 einen Rumpf mit feinem Vorschiffseintritt, der in breite „Schultern“ übergeht, die in einem recht breiten Spiegel unter einer großen Plicht und den doppelten Steuerrädern enden. Der Rumpf selbst ist ein rein glaslaminiertes GFK-Rigg (Solid Fiberglass) von der Wasserlinie bis zum Rub Rail über das Überwasserschiff hinweg und im gesamten Unterwasserschiff, während die Decks mit einem Balsakern für Steifigkeit und Isolierung gebaut sind. Die Schotten sind mit Plexus verklebt, und das Boot ist mit einem eisernen Kiel ausgestattet, der mit Edelstahl-Kielbolzen befestigt ist. Mit einer Verdrängung von 18.210 Pfund bei einer Länge in der Wasserlinie von 34 Fuß, einer Breite von 12 Fuß 10 Zoll und dem optionalem Tiefgang von 6 Fuß 3 Zoll oder 5 Fuß 1 Zoll ist sie eine solide Fahrtenyacht mittlerer Größe. SpinSheet weist darauf hin, dass alle Exemplare, auf die der Autor gestoßen ist, aus der Beneteau-Werft in Marion, SC, stammen und dass die 40 von struktureller Seite her bei Gutachten stets gut abschneidet. (1)
Rigg und Handhabung
Die Segelhandhabung basiert auf einem Rollfockantrieb und einem standardmäßigen Rollgroßsegel im Mast, was das Setzen und Bergen der Segel für eine kleine Crew zu einer einfachen Aufgabe macht. Zwei Steuerräder bieten dem Rudergänger auf beiden Bugen eine gute Sicht auf das Rigg, und das 7/8-Slup-Rigg trägt rund 680 Quadratfuß Segelfläche. Auf dem Wasser erwies sie sich als gute Leichtwind-Yacht, eine Eigenschaft, die durch das Testen in Annapolis bestätigt und später durch die Erfahrung der Eigner bestärkt wurde. Der Yanmar-Diesel mit 40 PS treibt über einen traditionellen Wellenantrieb mit Kanzaki-Getriebe an, eine Kombination, die Eigner als sehr zuverlässig für Hafenmanöver und Anlandungen berichten. (1)
Unterbringung
Der geradlinige, moderne Innenraum stammt von Nauta, dem Interieurdesigner für die Beneteau-Modellreihe, mit Moabi-Mahagoni-Holzarbeiten, deren Glanz durch cremefarbene Polster und Paneele im Salon unterstrichen wird. Beneteau produzierte die 40 sowohl als Zwei- als auch als Drei-Kabinen-Modell. Das Boot mit zwei Kabinen, mit dem die Juroren gesegelt sind, bot geräumige Kojen im Achterbereich und einer Doppelkoje in der V-Koje, eine Nasszelle mit separater Dusche an Steuerbord am Fuße des Niedergangs und eine kompakte, funktionale Pantry an Backbord. Mehrere zu öffnende Luken und Schotten sorgen für reichlich Belüftung und Licht. Die Drei-Kabinen-Version fügte eine zweite Nasszelle hinzu und verlegte die Pantry auf die Backbordseite des Salons, wobei etwas Eigner-Personalraum zugunsten der Trennung für Gäste eingespart wurde.
Bekannte Schwachstellen
Mäßige bis schwere Grundberührungen können zu Haftungsverlusten zwischen der Innenschale und dem Rumpflaminat führen – ein strukturelles Manko, das ein Gutachter bei jedem Boot mit harter Kiellandung sorgfältig untersuchen sollte. Einige Boote neigen dazu, feine Haarrisse im Gelcoat des Decks zu zeigen. Dies ist kosmetisch, aber bei einem Deck mit Balsaholzkern erwähnenswert. Die Bronzefüllung oder die Messing-Buchse, die den GFK-Laufrohrkoker belüftet, korrodiert, wird spröde und kann nach Jahren im Salzwasser oder Brackwasser leicht brechen. Die Legierungen der Absperrschieber, die von Beneteau und anderen europäischen Werften verbaut wurden, rosten schneller als ihre amerikanischen Pendants, weshalb die Seeventile genau inspiziert werden sollten. Die Haftung der weichen Deckenverkleidung in den Achter- und Vorschiffskabinen versagt häufig, da die Schaumstoffrückseite altert. Schließlich sind die Motorstundenzähler der Yanmar-Motoren dieser Generation für ihr Versagen bekannt, was eine genaue Bestimmung der tatsächlichen Laufzeit erschwert oder unmöglich macht.
Refits und Eignerschaft
Die Batteriebank ist für den Standardbetrieb ausreichend und die OEM-Yanmar-Hitachi-Lichtmaschine eignet sich für Wochenend- oder Wochenendtörns, doch für längere Törns wären Upgrades bei Batterien und Ladungskapazität ratsam. Die werksseitige Elektronik bestand standardmäßig aus der Raymarine ST 60-Serie mit E80- oder E120-Kartenplotter und Radarbildschirmen – ein Ausgangsniveau, das die meisten Langzeit-Eigner inzwischen erweitert haben. Der Abluftdeckel des GFK-Radialwellenschachts, sofern er noch original ist, sollte zumindest sorgfältig inspiziert werden; ein Austausch wird dringend empfohlen.
Das Fazit
Die Beneteau 40 ist eine durchdacht moderne Fahrtenyacht, die sich ihre Auszeichnung als Boot des Jahres durch echte Leichtwindqualitäten und ein gutmütiges Rollgroßsegel-Rigg verdient hat – kombiniert mit einem strukturell gesunden GFK-Rumpf und einem Nauta-Innenausbau, der im täglichen Gebrauch extrem langlebig ist. Die bekannten Schwachstellen konzentrieren sich auf gealterte kleine Beschläge und verklebte Oberflächen, nicht jedoch auf die Kernstruktur.
Vorteile
- Leichtwindleistung bestätigt durch Cruising World und spätere Tests
- Einfaches Rollrigg mit hervorragender Sicht über beide Räder
- Solider GFK-Rumpf und mit Plexus verklebte Schotten, die bei Gutachten gut abschneiden
- Nauta-Innenausbau mit flexiblen Zwei- oder Drei-Kabinen-Layouts
Nachteile
- Die Legierungen von Schraubenrohr und Ballventil korrodieren bei Brackwasser- oder Salzwassereinsatz
- Das Schaumkern-Unterfutter der Deckenverkleidung reißt in den vorderen und hinteren Kabinen
- Unzuverlässige Tachometer, die die tatsächliche Motorlaufzeit verschleiern
- Grundberührungen können die Verbindung zwischen Bodenbrettern und Rumpf beschädigen








