Design und Konstruktion
Unter der Wasserlinie ist der Rumpf aus handaufgelegtem, massivem Polyesterlaminat mit Vinylester in den äußeren Schichten und NPG-Gelcoat zur Osmoseverhinderung gefertigt, während oberhalb der Wasserlinie ein Balsaholzkern verwendet wird. Im vorderen Bereich des Rumpfes vom Kiel aufwärts wurde das Laminat mit Kevlar angereichert, und das Deck ist ebenfalls mit einem Balsakern und massivem Laminat unter allen Beschlägen versehen. Die 40-2 zeigt ein flaches Kajütdach und einen fast senkrechten Bug, was die optische Ausrichtung der jüngsten Modelle von Hunter widerspiegelt. Mit einer Länge über alles von 41 Fuß 3 Zoll, einer Breite von 13 Fuß 2 Zoll und einer Verdrängung von rund 19.700 Pfund bei 6.027 Pfund Bleiballast sitzt das Boot auf einem Bulbkiel-Rumpf mit harter Kimm. Segler berichteten, dass diese Kombination dem Boot eine gute Formstabilität und hervorragende Kursstabilität verleiht. (1)
Rigg und Handhabung
Der Genua-Bügel über dem Kopf hält die Plicht frei und verbessert gleichzeitig die Funktionalität. Das am Bügel geführte Großschot kann von der Steuerbord-Kajütaufbau oder vom Backbord-Steuerstand aus bedient werden. Alle Kontrollen für die Vorsegel-Schot und den Traveller sind von den Steuerständen aus erreichbar, was das Einhandsegeln erleichtert. Das Vorsegeldreieck ist recht klein und das standardmäßige 110-Prozent-Vorsegel hat zwar eine hohe Effizienz, aber nur begrenzte Fläche. Das Boot kann jedoch mit einem abnehmbaren Bugspriet für Flying Gennaker und A-Segel ausgestattet werden. Am Wind lief das Testboot bei einem scheinbaren Windwinkel von 35 Grad vollgetakelt und erreichte knapp unter 7 Knoten bei 12 Knoten scheinbarem Wind. Beim Abfangen hielt es noch 5,8 Knoten bei 20 bis 25 Grad. Auf raumen Kursen erreichte es 8,6 Knoten bei 60 Grad, bevor es auf einem flachen Raumwindkurs auf 7,3 Knoten absank. Das Boot vertrug eine gute Krängung ohne Probleme. Die Rudereaktion war sehr gut, obwohl sich die Steuerung etwas unruhig anfühlte; ein Tester nahm an, dass dies durch einfache Trimmarbeiten an der Steuerleine korrigiert werden könnte. (1)
Unterbringung
Die getestete Version mit zwei Kabinen verfügte über eine großzügige Achterkabine mit einer großen Doppelkoje als Inselbett unter der Plicht und eine fast ebenso große Doppelkabine im Vorschiff, beide mit eigenen Nasszellen und separaten Duschen. Auch ein Layout mit drei Kabinen und kleineren Doppelkojen achtern wird angeboten. Im Salon waren die Bank auf Backbord und der äußere Arm des Salonsessels auf Steuerbord lang genug, um als komfortable Seekojen zu dienen. Die Pantry bot reichlich Arbeitsfläche und viel Stauraum, obwohl die beiden Spülbecken und der zweiflammige Herdche für manche als unterdimensioniert empfunden werden könnten. Die Navigationsecke war etwas zu klein, um einen Traditionalisten zu beeindrucken, aber die Verarbeitungsqualität im gesamten Innenraum ist für ein Boot aus der Massenproduktion gut. (1)
Cockpit und Deck
Hohe Sülls bieten guten Rückenhalt hinter den Sitzbänken, und der Zugang zwischen den beiden Steuerständen zum riesigen klappbaren Spiegel ist hervorragend, ergänzt durch zwei bequeme Achterkojen, die in die Ecken des Heckkorbes integriert sind. Bei dem Testboot war der Geräteträger mit einem festen Targa-Dach kombiniert, das dauerhaften Schutz und Platz für Solarpaneele bot. Der feste Cockpittisch ließ sich leicht verschieben, wenn die Klapplatten nach unten gefahren waren. Ein Tester stieß beim Heruntersteigen vom Seitendeck zweimal mit dem Kopf gegen den Vordereingang des Targa-Daches, und die Stauraumkapazität im Cockpit beschränkte sich auf einen flachen Stauraum und eine Backskiste, die nur zugänglich war, wenn der Spiegel hochgeklappt war. (1)
Bekannte Schwachstellen
Der Stauraum in der Plicht war beim Testboot begrenzt, obwohl Marlow Hunter berichtete, dass dieser bei zukünftigen Booten verbessert werden würde. Die Stehhöhe im Achterkabinenbereich war etwas gering und sollte auch bei späteren Booten besser werden. Das serienmäßige zweiflügelige Rad brauchte beim Umschalten der Richtung etwas Zeit, um zu greifen. Zu den praktischen Kritikpunkten gehören zudem die unterdimensionierten Spülen und Herde sowie das unruhige Rudergefühl. (1)
Refits und Eignerschaft
Der Hersteller gab an, dass Stauraum in der Plicht und mehr Stehhöhe im Achterkabinenbad bei nachfolgenden Rümpfen behoben würden – ein wichtiger Kontext für alle, die frühe mit späten Exemplaren vergleichen. Der 54 PS starke Yanmar-Diesel des Testbootes trieb einen Saildrive an und war in einem engen Raum rückwärts eingebaut, obwohl alle wichtigen Teile auf drei Seiten gut erreichbar waren. Bei 2.000 U/min lief sie mit 7,9 Knoten, stieg auf 8,2 bei 2.200 U/min und erreichte bei völlig freiem Wind 9,2 Knoten.
Das Fazit
Die Hunter 40-2 ist eine moderne Serien-Fahrtenyacht, die hervorragend segelt und ein wirklich geräumiges Layout mit zwei oder drei Kabinen bietet. Die Bestellung des Standard-Großsegels mit Volllatten und des tiefen Kiels anstelle des Flachkiels mit Mastfokk-Rigg würde vielen Regatta-/Fahrtenyachten einen echten Kampfgeist verleihen. Der Geräteträger und das Doppelsteuercockpit sind gut durchdacht, und der Bau unter der Wasserlinie ist solide.
Vorteile
- Schnelle, gutmütige Segelleistung mit guter Formstabilität
- Geräumiges Layout mit zwei Kabinen und eigenen Nasszellen
- Der Großschotbügel ist frei im Cockpit und eignet sich für Solarpaneele oder Targa-Optionen
- Starrer, blasenresistenter Massivrumpf unter der Wasserlinie mit Kevlar im Vorschiff
Nachteile
- Eingeschränkte Stauflächen in der Plicht bei frühen Booten
- Zu kleine Spüle und Herd in der Pantry
- Geringe Stehhöhe im Achterkabinen-Bad bei der getesteten Konfiguration
- Unruhiges Rudergefühl und langsamer Drehmomentaufbau durch Standardpropeller








