Design und Konstruktion
Ellis' Rumpf ist im Unterwasserschiff aus massivem GFK gefertigt, während das Deck mit einem Balsaholzkern versehen ist. Beide Teile sind durch die „Hatbox“-Flanschkonstruktion verbunden, die Ouyang über ihre gesamte Modellreihe hinweg verwendete. Der Flossenkiel ist mit dem Rumpf verbolzt, und ein kurzer Bugspriet verlängert das Vorsegeldreieck, um die etwas vordere Position des Kielankers auszugleichen. Unter der Wasserlinie weist das Boot einen Tiefgang von 4 Fuß 9 Zoll auf, bei einer Breite von 10 Fuß 10 Zoll und einer Wasserlinienlänge von 25 Fuß bei einer Länge über alles von 32 Fuß 5 Zoll. Der durchgesteckte Mast trägt ein hohes Masttoppslup-Rigg mit hoher Streckung, und alle Segeltrimm-Leinen laufen nach achtern, sodass das Boot von der Plicht aus bedient werden kann. (1)
Rigg und Handhabung
Das Rigg selbst ist für den Rumpf hoch angesetzt, was der Aloha 32 hilft, bei leichtem Wind Fahrt zu machen, und die moderate Verdrängung von 9.800 Pfund sorgt dafür, dass sie gut vom Anker läuft. Mit einer Segelfläche von 518 Quadratfuß (100 %) und einem Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis (SA/D) von 18,1 ist sie lebendig, ohne nervös zu werden. Bei starkem Wind sollte das Großsegel früh gerefft werden; mit ordnungsgemäß verkürzten Segeln segelt sie aufrecht bei oder nahe der theoretischen Rumpfgeschwindigkeit von 6,7 Knoten. Anstelle eines Travellers laufen zwei Großschoten in einem umgekehrten V, jeweils an der Niedergangsluke gekreuzt. Die PHRF-Einstufung ohne Spinnaker beträgt 189 und sinkt auf 171 mit einem Spinnaker. (1)
Unterbringung
Die Aloha 32 wurde in zwei Innenraumkonfigurationen angeboten. Die eine bietet eine traditionelle V-Koje im Vorschiff und einen Salon mit gegenüberliegenden Sofakojen, die einen mittschiffs liegenden, klappbaren Tisch flankieren. Die andere ersetzt die V-Koje durch eine Werkstatt, Segelschränke und Stauraum – einen rein funktionalen Bereich, der vom Hauptsalon durch zwei Kleiderschränke abgetrennt ist. Beide Layouts teilen sich eine großzügige Nasszelle mit Dusche und einem Feuchtigkeitsschrank sowie eine U-förmige Pantry mit Spüle, einem Propangasherd mit Backofen und einer gut isolierten Kühlbox. Cruising World charakterisierte sie als komfortables, traditionell gestaltetes Fahrtenboot, das für Küstentörns mehr als ausreichend ist, wenn auch etwas leicht für anspruchsvolle Blauwasserreisen. (1)
Bekannte Schwachstellen
Potenzielle Eigner sollten nach lose sitzenden Kielbolzen achtern suchen, die berichtet wurden, nachdem Bilgewasser einige der stählernen Strukturkomponenten beschädigt hatte, an denen sie befestigt sind. Auch die hölzernen Püttinge sind anfällig für Fäulnis und sollten genau inspiziert werden. (1)
Refits und Eignerschaft
Der ursprüngliche Hilfsmotor war ein zweizylindriger Atomic-Diesel mit 16 PS, aber 1985 wechselte die Werft zu einem drei Zylinder starken Westerbeke-Motor mit 21 PS, der das Boot vor Anker nahe an die Rumpfgeschwindigkeit bringen kann. Frühere Rümpfe wurden möglicherweise bereits mit dem späteren Motor nachgerüstet. Die Kraftstoffkapazität beträgt 20 Imperial Gallonen und die Wasserkapazität 60 Imperial Gallonen, ergänzt durch einen 30-Gallonen-Fäkalientank – reichlich für längere Törns an der Küste. (1)
Das Fazit
Die Aloha 32 ist eine gut ausgewogene Fahrtenyacht für Küstenfahrten mit einem durchdachten Decksplan und einem Rigg, das das Segeln mit kleiner Crew erleichtert. Die beiden Innenraumoptionen ermöglichen es dem Käufer, zwischen Gästekojen und einer eigenen Werkstatt unter Deck zu wählen. Die Rumpf-Deck-Verbindung ist für diese Epoche strukturell solide ausgeführt. Die Schwachstellen sind spezifisch und lassen sich leicht inspizieren: Die Kielbolzen achtern und die Püttinge erfordern Aufmerksamkeit, und die geringe Verdrängung spricht gegen Offshore-Ambitionen.
Vorteile
- Der hohe Mast und die moderate Verdrängung sorgen für eine schnelle Beschleunigung und gute Leichtwindleistung
- Alle Segeltrimm-Leitungen sind nach achtern geführt für ein sicheres Handling aus der Plicht
- Wahl zwischen V-Koje oder Werkstatt im Vorschiffslayout
- Der 21 PS starke Westerbeke-Diesel treibt das Boot nahe an die Rumpfgeschwindigkeit
Nachteile
- Mögliche lose Kielbolzen im Heck aufgrund von Bilgenwasser-Schäden an der Stahlstruktur
- Holz-Knie der Püttinge neigen zu Fäulnis
- Geringe Verdrängung schränkt die Eignung für anspruchsvolle Blauwasserfahrten ein









