Design und Konstruktion
Paines Rumpfgeometrie ist bewusst gewählt und im besten Sinne etwas altmodisch. Der Rumpf der 32-Fuß-Yacht hat einen runden Mittelteil, das auf der Längsachse bündig verläuft, entwickelt jedoch nach achtern hin eine spürbare Steigung – eine Form, die den Boden unter den Füßen flach hält und dem Rumpf gleichzeitig eine ansprechende Linienführung verleiht. Ein tief V-förmiger Vorfuß und ein Löffelbug sitzen auf sehr ausgewogenen Diagonalen, und die kurzen Enden tragen ein Profilruder, das in die Kimm eingepasst ist und mit einer festen Kante abgeschlossen wird. Das D/L-Verhältnis liegt bei 295 knapp unter 300. Zusammen mit der Verdrängung von 11.400 Pfund zeigt dies, dass es sich um ein Boot handelt, das eher für Stabilität als für Geschwindigkeit gebaut wurde. (1)
Chuck Paine versuchte etwas Neues mit der Heckausstattung und setzte auf die Vorteile eines Skeg-aufgehängten Ruders, kombiniert mit einem Propellerschutz. Der Propeller ist geschützt und das untere Ende des Ruders wird abgestützt – eine Konstruktion, die die empfindlichen Teile schützt, ohne auf ein vollständig geschlossenes Skeg zurückgreifen zu müssen. Das Ruder selbst ist ausbalanciert, was die Steuerkräfte über die Pinne hervorragend dämpft. (1)
Rigg und Handhabung
Der Segelplan zeigt eine Slup mit der Option eines Sturm-Stagsegels – ein beruhigender Hinweis auf die Hochseetauglichkeit bei einem 32-Fuß-Boot. Die 32 ist für die Pinnensteuerung konzipiert, obwohl der veröffentlichte Segelplan auch ein Rad zeigt – eine Erinnerung daran, dass die Zeichnungen am Steuerrad Interpretationsspielraum ließen. Ein Traveller im Cockpit ist im Plan zu sehen, würde jedoch die Pinne behindern; daher müsste der Traveller auf das Kajütdach verlegt werden, wenn man an der Pinne bleiben wollte. Mit einer Segelfläche von 514 Quadratfuß und einem SA/D-Verhältnis von 16,24 ist das Rigg für die Verdrängung moderat besegelt und sollte den Rumpf antreiben, ohne ständige Sorgen wegen des Reffens zu erzeugen.
Unterbringung
Unter Deck ist die Morris 32 groß genug für ein Paar und ein oder zwei Freunde – eine ehrliche Einschätzung der gesellschaftlichen Reichweite einer 32-Fuß-Fahrtenyacht. Der Salontisch lässt sich gegen das Schott klappen, um den Salon frei zu machen, und die Pantry ist U-förmig mit einer großen Einbauschüssel, die das Zubereiten von Mahlzeiten auf See für Einhandsegler erträglich macht. Die Nasszelle erstreckt sich im älteren Stil über die gesamte Breite des Rumpfes – ein durchgehendes Querschiff, das Privatsphäre gegen echten Bewegungsspielraum eintauscht. Nichts davon ist luxuriös, aber die Volumina sind vernünftig und der klappbare Tisch ist ein kleiner Geniestreich, der den Salon nutzbar hält.
Ausrüstung und Mechanik
Der Motor ist ein Volvo 2002 als Hilfsmotor, der unter der Niedergangstreppe montiert ist – eine Positionierung, die die Maschine aus dem Wohnbereich heraushält, aber den Wartungszugang an einem engen Ort konzentriert. Die Kraftstoffkapazität beträgt 25 Gallonen und das Wasser 37 Gallonen, Zahlen, die eher zum Tempo eines Paars beim Küstensegeln passen als zu einer größeren Crew. Der Propeller befindet sich im beschriebenen geschützten Durchlass, sodass Antrieb und Ruder dieselbe geschützte Logik am Heck teilen.
Das Fazit
Die Morris 32 gilt als kleine Fahrtenyacht aus einer bestimmten Phase des Bootbaus in Maine – mit einem Rumpf von Paine, geschützter Achterausstattung, einem praktischen Slup-Rigg und einem Innenraum, der auf bescheidene Weise sowohl Privatsphäre als auch Gemeinschaft schafft. Sie ist keine Rakete, und die Unentschlossenheit bei der Wahl zwischen Pinne und Rad ist ein kleiner organisatorischer Haken beim Planen, aber als Boot für den endgültigen Erwerb wirkt sie gelassen und rundum fertig.
Vorteile
- Geschützter Propeller und abgestützter Rumpfboden durch die Kombination aus Skeg und Paine’s Lochkonstruktion
- Die über die gesamte Breite reichende Nasszelle und die U-förmige Pantry mit großem Spülbecken lassen den Innenraum größer wirken, als es die Länge vermuten lässt
- Der klappbare Salontisch sorgt für viel Bewegungsfreiheit in der Kabine
- Die Option eines Sturmstagsegels und das ausbalancierte Ruder passen perfekt zu einer durchdachten Fahrtentakelung
Nachteile
- Der Traveller im Cockpit des Segelplans steht im Widerspruch zur Pinne und muss umgesetzt werden
- Der unter der Niedergangstreppe montierte Motor kann den routinemäßigen Zugang erschweren











