Design und Konstruktion
Jeppesen verlieh der X-37 feinere Bugsektionen als älteren X-Yachts-Modellen und einen etwas schmaleren Rumpf, bei dem die maximale Breite etwas weiter nach achtern verlagert wurde. Diese Form opfert etwas Volumen im Vorschiff für eine sauberere Vorschiffseintrittsform und mehr Stabilität im Mittelteil im Vergleich zu den älteren X-Yachts-Modellen. Sowohl Rumpf als auch Deck sind in Sandwichbauweise ausgeführt – ein Verfahren, das zur Gewichtseinsparung und zur Erzeugung einer sehr steifen Struktur dient, was die Kondenswasserbildung in heißem wie auch kaltem Klima reduziert. Das Boot verfügt zudem über eine vollständige Innenschale (Decksboden) und einteilige GFK-Bordtoiletten mit Bilgenwanne im Bodenbretts. Das Ruder ist ein tiefes Spatenruder mit laminarer Profilgeometrie, dem die Testcrew eine hervorragende Steuerkontrolle zuschrieb. (1)
Rigg und Segelplan
Die X-37 ist eine 7/8-Slup, die standardmäßig ein 44,5 Quadratmeter großes North-Großsegel und eine 34,8 Quadratmeter große Rollfock mit hohem Streckungsverhältnis führt, ergänzt durch eine Selbstwendefock von 27,2 Quadratmetern und eine 135-prozentige Genua von 43,2 Quadratmetern. Das neue Mastprofil erwies sich bei den Probefahrten als sehr steif in beide Richtungen. Unter dem 29 PS starken Yanmar 3YM30FC Dreizylinder-Diesel mit S-Antrieb und einem zweiflügeligen Flex-O-Fold-Faltpropeller erreichte das Boot etwa 7,8 Knoten bei 2.500 U/min. Unter Segeln lag die Geschwindigkeit am Wind zwischen 6,8 und 7,2 Knoten; mit dem 107 Quadratmeter großen Allround-Spinnaker vor dem Wind lag das Tachometer zwischen 8 und 10,6 Knoten. (1)
Unterbringung
Käufer konnten zwischen zwei klassischen Innenraum-Layouts wählen: einer Zwei-Kabinen-Version mit einer oder zwei Nasszellen oder einer Drei-Kabinen-Version mit einer einzigen Nasszelle. Der Innenschalenrahmen und die geformten Nasszellen verleihen dem Innenraum ein modernes, integriertes Gefühl statt eines überholzten Gerüsts.
Das Fazit
Die X-37 ist eine fokussierte Performance-Fahrtenyacht, die die ausgereiften Systeme ihrer größeren Schwestern übernommen und um einen leichteren Rumpf mit feinerer Bugform herum gruppiert hat. Sie ist sowohl unter Motor als auch unter Segeln schnell, steif im Rigg und gutmütig auf dem Ruder. Der Konstruktionsansatz zielt auf hohe Steifigkeit und Klimastabilität ab. Der Kompromiss sind ein eher schmaler Rumpf und ein tiefes Ruder, was der Leistung den Vorrang vor einem geringen Tiefgang einräumt.
Vorteile
- Feinere Bugsektionen und nach achtern versetzte Breite für einen sauberen Vorschiffseintritt und Stabilität im Mittelbereich
- Sandwich-Rumpf und -Deck für Gewichtseinsparung und Steifigkeit mit reduzierter Kondenswasserbildung
- Steifes Mastprofil und tiefes Ruder mit laminarer Profilierung für präzise Kontrolle
- Gute Geschwindigkeitswerte: ca. 7,8 knd unter Motor, 6,8–7,2 knd am Wind, 8–10,6 knd vor dem Wind mit Spinnaker
Nachteile
- Der standardmäßige Tiefgang von 6,5 Fuß schränkt die Ankerplätze in flachen Gewässern und die Toleranz bei Grundberührungen ein
- Die schmalere Rumpfform verringert das Innenraumvolumen im Vergleich zu breiteren zeitgenössischen Modellen










