Design und Konstruktion
Schumacher und Alsberg bauten die 37 nach den Maßen des American Bureau of Shipping unter Verwendung von Handaufbau kombiniert mit Vakuuminjektion, einem 3/4-Zoll-Balsakern sowohl im Rumpf als auch im Deck und Vinylesterharz im Außenlaminat zur Verhinderung von Osmose. Inspektoren von Practical Sailor fanden keine strukturellen Mängel oder Haarrisse im Gelcoat bei Booten, die jahrelang Regatten gesegelt hatten, und der Rumpf gilt als praktisch unverwüstlich. Das Deck ist mit 3M 5200 und Edelstahlschrauben im Abstand von sechs Zoll auf einer nach innen gerichteten Flansch verklebt. Ein Kollision mit einem Wal auf einer Ozeanpassage und ein Grundberührung am Alcatraz sollen jeweils nur den Kiel verbogen haben. Die angegebene Verdrängung betrug 9.500 Pfund mit 4.500 Pfund im Kiel, obwohl Schumacher sagte, das fertige Standardboot habe eher 11.000 Pfund gewogen. (2)
Rigg und Handhabung
Das Rigg, das die Klasse prägt, ist das sogenannte fraktionierte Masttopprigg: Ein großes Großsegel mit niedrigem Streckungsverhältnis ist an einem kleinen Vorsegeldreieck mit hohem Streckungsverhältnis angeschlagen und wird auf einem verjüngten Aluminium-Ballenger-Mast mit Navtec-Stabrigg und doppelten Salingen getragen. Ein hydraulisches Achterstag spannt das Vorstag, während Backstagen das Großsegel trimmen. Steuerleute empfinden das Layout als fehlerverzeihender als ein reines 7/8-Rigg, und alle Fallen sowie Segelkontrollen sind nach achtern zum Niedergang geführt, sodass eine Person von innen aus trimmen kann. Mit einem Ballastanteil von über 40 Prozent und einem steifen, breiten Heck ist die 37 für die windigen Bedingungen der San Francisco Bay gebaut und erreicht vor dem Wind regelmäßig zweistellige Geschwindigkeiten. Sie segelt extrem hoch am Wind und kann auch bei rauen Bedingungen auf See sicher mit kleiner Crew gesegelt werden. (3)
Unterbringung
Unter Deck ist das Standardlayout eher schlicht als luxuriös gehalten: Eine V-Koje oder Segellagerung im Vorschiff, eine separate Nasszelle, ein Salon mit gegenüberliegenden Sofakojen, die zu Kojen umgebaut werden können, und eine Pantry an Steuerbord mit kleiner Kochplatte und Kühlbox. Die Spüle befindet sich mittschiffs auf dem Motorblock – unhandlich platziert, aber bei beiden Windfängen leicht ablaufend. Achterkojen flankieren den offenen Achterschiffsbereich, der zwar einen 360-Grad-Zugang zum Motor bietet, aber wenig Privatsphäre gewährt. Ein Teak-und-Holz-Boden, Ahorn- und Eichenschnitzereien sowie luftdichte Deckenschächte gleichen das einfache GFK-Innengewebe aus. Die MK II, von der nur 10 Exemplare gebaut wurden, überarbeitete den Innenraum mit einer echten Doppel-V-Koje, einer U-förmigen Pantry und einer geschlossenen Backbord-Achterkabine.
Bekannte Schwachstellen
Bei einigen frühen Rümpfen war das Schott unter dem Mastfuß mit 5200-Klebstoff auf den Kielboden geklebt, und diese Verbindung arbeitete im Laufe der Zeit durch die Ankerbewegungen. Als die Klassenregeln Kevlar-Segel erlaubten, verursachten belastete Nr. 1-Genua-Schienen Flexibilität des Decks und führten zu Rissen; die Lösung bestand aus einer Aluminium-Unterplatte unter der Schiene. Bei Booten, die in der San Francisco Bay gesegelt wurden, führte die Hydraulikleitung des Baums durch ein Decksschott im Mastloch, wodurch nach fünf oder sechs Saisons mehrere Mastabschnitte dort rissig gefunden wurden. Dies führte dazu, dass Buzz Ballenger eine verstärkende Manschette baute und die Schlauchleitung nach achtern durch einen versiegelten Decksbeschlag leitete. (2)
Refits und Eignerschaft
Die meisten 37er verließen die Werft mit Pinnensteuerung, obwohl einige MK II ein 48-Zoll-Rad fuhren und ein Eigner eine 36-Zoll-Edson-Wheel an einer nahe dem Spiegel positionierten Radsteuerung installierte. Bei Rumpfnummer 25 war der Motor noch ein 18 PS starker Zweizylinder-Yanmar 2GMF; danach stieg Alsberg auf den 37 PS starken Dreizylinder-3GMF um, der das Boot sehr gut anschiebt. Das offene Achterschiff bietet hervorragenden Zugang zum Motor, ist unterwegs jedoch im Innenraum recht laut.
Das Fazit
Die Express 37 ist ein reinrassiger Hochsee-Regattaboot, das Regattagenetik in eine gutmütige, steife und echte 37-Fuß-Yacht mit einem robusten Rumpf im Balsakern übersetzt. Der Standard-Innenraum ist spartanisch und offen, aber die MK II hat dies für Fahrtensegler verbessert. Bekannte strukturelle Schwachstellen sind bekannt und lassen sich kostengünstig beheben.
Vorteile
- Steuerte direkt aus dem Formling das Podium der Transpac-Klasse von 1985 an
- Steifer, unverwüstlicher Rumpf mit Balsakern nach ABS-Standards gebaut
- Das fraktionierte Masttopprigg ist schneller und gutmütiger als ein reines 7/8-Rigg
- Alle Leinen sind nach achtern geführt für sicheres Segeln mit kleiner Crew
- Hervorragender 360-Grad-Zugang zum Motor im offenen Achterschiff
Nachteile
- Frühe Schottenverbindungen und Risse im Decks-Rutschfahrweg müssen inspiziert werden
- Der Standard-Innenraum bietet wenig Privatsphäre und Komfort
- Die Kabelkanäle für den Mast bei Bay-Boat-Modellen beschädigen die Maste nach wenigen Saisons







