Design und Konstruktion
Die Tempest 31 ist ein Einrumpfboot mit moderater Verdrängung, einem Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 29,8 und einem Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 274. Diese Werte ordnen sie eher in die Kategorie der Küstenkreuzer als in die der Leichtdeplacement-Regattaboote. Ihr Ballast von 2.690 lb ist aus Eisen gefertigt. Die Standardversion mit Flossenkiel hat einen Tiefgang von etwa fünf Fuß; eine Kimmkiel-Version wurde angeboten, die über zwei gut angewinkelte Kiele mit Bulben an der Basis verfügt, um den Schwerpunkt tief zu halten, und dabei etwas mehr Kielgewicht aufweist als die Flossenkiel-Version. Der Rumpf besteht aus massivem GFK, ebenso das Deck. Im Vergleich zu den früheren Fulmars – Booten, die für Regatten konzipiert waren – erhielt die Tempest einen hochwertigeren Innenausbau, was ihre Neuausrichtung auf den Markt für Familien-Fahrtenyachten statt auf Regatten widerspiegelt. (1)
Rigg und Handhabung
Als Masttoppslup weist die Tempest ein Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis von 14,8 auf, was sie im Vergleich zu High-Performance-Konstruktionen etwas untertakelt ausweist, aber für eine komfortorientierte Fahrtenyacht vollkommen passt. Das Kenterungsverhältnis von 2,1 und eine Komfort-Ratio von 22,2 unterstreichen dieses Profil für das Küstensegeln. Die theoretische Rumpfgeschwindigkeit liegt bei 6,6 Knoten, die benetzte Fläche beträgt etwa 290 Quadratfuß. Schätzungen zur stehenden Takelage und den Schoten basierend auf Daten aus dieser Zeit nennen einen Durchmesser von 12 mm für die Fock-, Genua-, Großschot- und Spinnakerschoten, wobei die Großschot mit knapp über 76 Fuß die längste ist – ein wichtiger Hinweis für Eigner, die das Rigg selbst anpassen, obwohl es sich hierbei um Schätzungen aus Datenbanken und nicht um Spezifikationen der Werft handelt.
Unterbringung
Die ursprüngliche Aufteilung bot bis zu sechs Schlafplätze in drei Kabinen: zwei geräumige Doppelkojen achtern unter der Plicht und eine V-Koje im Vorschiff mit Zugang zum Segelschrank. Die meisten verkauften Boote waren in dieser Version mit zwei Achterkabinen („Original“). Ende 1988 führte Westerly die „Classic Option“ ein, bei der eine einzelne größere Achterkabine mit separater Nasszelle achtern und eine herkömmliche V-Koje im Vorschiff anstelle der Doppelkoje standen. Im Gegenzug gewann man einen deutlich größeren Backskiste-Schrank in der Plicht. Beide Layouts erfüllten das Konzept einer Familien-Fahrtenyacht; die Entscheidung fiel darauf hinaus, ob der Eigner separate Gästeunterkünfte achtern oder mehr Stauraum und eine größere Nasszelle bevorzugte.
Das Fazit
Die Tempest 31 ist eine kleine, in geringer Stückzahl gebaute Fahrtenyacht von Dubois, die den Regattageist der Fulmar gegen breitere Achtersektionen, bessere Holzarbeiten und einen wirklich nutzbaren Drei-Kabinen-Innenraum (oder eine große Einzelkoje achtern) eintauschte. Ihre Kennzahlen klassifizieren sie als Küstenboot mit moderater Verdrängung und nicht als Hochsee-Läufer. Die Kimmkiel-Variante erhöht die Toleranz bei Grundberührungen auf Kosten eines etwas höheren Kielgewichts. Mit knapp über 100 gebauten Exemplaren und einer kurzen Nachfolger-Serie bleibt sie ein relativ seltenes, aber gut dokumentiertes Westerly-Modell. Im Jahr 1993 wurden das Rumpfdesign, der Innenraum und das Rigg überarbeitet und als Regatta 310 neu benannt, die nominell bis 1997 in Produktion blieb, wobei nur fünf Boote gebaut wurden. (1)
Vorteile
- Dubois-Performance-Cruiser-Genetik mit breiteren Achterschiffsektionen als die Fulmar
- Zwei verschiedene Innenraumaufteilungen, jeweils mit sechs Schlafplätzen, inklusive der großen Backskiste der Classic Option
- Gemäßigte Verdrängung und ein Kenterungsverhältnis von 2,1, ideal für ruhiges Küstensegeln
Nachteile
- Das Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis von 14,8 lässt das Boot im Vergleich zu modernen Performance-Yachten untertakelt wirken
- Nur knapp über 100 Exemplare gebaut; selten auf dem Gebrauchtbootmarkt
- Die Kimmkiel-Version hat mehr Kielgewicht, was etwas von der Balance des Flossenkiels abträglich ist









