Design und Konstruktion
Conyplex baute die Contest 31 als massiven GFK-Rumpf mit Flossenkiel. Das ermittelte Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 53 Prozent verleiht ihr im Vergleich zu leichteren zeitgenössischen Regatta-/Fahrtenyachten eine steife, aufrechte Haltung vor dem Wind. Ihr Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 364 ordnet sie zu den sogenannten ultraschweren Fahrtenyachten ein, und das Komfort-Ratio von 32,0 deutet auf das gedämpfte, angenehme Seeverhalten hin, das ein schwerer Rumpf im Seegang bietet. Ein Kenterungsverhältnis von 1,70 und eine benetzte Fläche von etwa 247 Quadratfuß vervollständigen das Bild eines Bootes, das eher für Stabilität und Seetüchtigkeit als für reine Geschwindigkeit konstruiert wurde. Ein Tiefgang von rund 4,6 Fuß, der sich je nach Beladung ändert, ermöglicht es ihr, in flachen Marinas anzulegen, die tiefergehende Boote mit Flossenkiel nicht erreichen können. (1)
Rigg und Handhabung
Das Masttopprigg weist nach den Vergleichsdaten deutlich untertakelte Proportionen auf; mehr Segelfläche als nur etwa 15 Prozent ähnlicher Segelboote fahren vor Anker. Das ändert sich mit einer 135-prozentigen Genua: Der Segelfläche-Verdrängungs-Index steigt von 12,9 beim Referenzsegel auf 15,5 – ein Sprung, der zeigt, dass das Charakterprofil des Bootes stark von der Vorsegelpower abhängt. Die berechnete Höchstgeschwindigkeit liegt bei etwa 5,6 Knoten gegenüber einer theoretischen Verdrängergeschwindigkeit von 6,5 Knoten, und die Tiefgangsrate von 760 Pfund pro Zoll sorgt dafür, dass das Boot mit viel Substanz im Wasser steht. Die Wellenantriebs-Übertragung hinter einem einzelnen 25-PS-Volvo Penta MD2B-Diesel vervollständigt ein unkompliziertes, wartungsfreundliches Antriebskonzept. (1)
Unterbringung
Unter Deck bietet die Contest 31 Platz für sechs Personen in einem Mahagoni-Innenraum mit Pantry und einer Nasszelle. Der Holzausbau zeichnet sich durch das typische Mahagoni-Interieur jener Ära aus, wie man es auf vielen Serien-Fahrtenyachten fand, und die Anzahl der Kojen eignet sich hervorragend für eine kleine Familie oder zwei Paare auf einer Küstenfahrt. Die Breite von knapp über neun Fuß sorgt für ausreichend Platz im Salon, ohne dass der Rumpf zu einer Yacht mit breitem Heck (Barkengestalt) wird; das Verhältnis von Länge zu Breite (L/B) von 3,35 hält die Proportionen für ein Boot dieses Gewichts schlank.
Das Fazit
Die Contest 31 ist eine kleine, solide gebaute niederländische Fahrtenyacht, deren schwerer Verdrängerrumpf und hoher Ballastanteil sie zu einem stabilen, komfortablen Seeboten machen, anstatt zu einer lebhaften Regattayacht. Ihr unverstagtes Masttopp-Rigg ist der einzige klare Kompromiss, der sich leicht durch eine größere Genua ausgleichen lässt, und der eher geringe Tiefgang erweitert ihren Revierbereich. Mit 110 gebauten Einheiten und der Einstellung der Produktion im Jahr 1974 handelt es sich um eine begrenzte und etwas seltene Klasse.
Vorteile
- Solider GFK-Rumpf mit einem Bleiballast-Verhältnis von 53 % für ein steifes, stabiles Seeverhalten
- Geringer Tiefgang von fast 1,40 m erweitert die Möglichkeiten beim Anlegen und Ankern
- Sechs Kojen und der Mahagoni-Innenraum eignen sich ideal für das Fahrtensegeln mit einer kleinen Familie
Nachteile
- Bei dem Referenzsegel deutlich untertakelt; benötigt eine 135%-Genua für ein ausgewogenes Gefühl
- Die extrem schwere Verdrängung begrenzt die Höchstgeschwindigkeit auf etwa 5,6 Knoten
- 110 gebaut; geringe Verfügbarkeit auf dem Gebrauchtmarkt







