Design und Konstruktion
Shaws Rumpftyp aus den späten 1980er Jahren verleiht der 31-2 für ihre Länge eine moderate Breite und eine relativ lange Wasserlinie – eine Form, die sich durch viel Innenraumvolumen und ein ausgewogenes Rudergefühl auszeichnet. Die Konstruktion folgt dem damaligen Serienstandard mit einem handaufgelegten oder mit Schneidpistole laminierten GFK-Rumpf und einem angeformten Deck; das Boot ist komplett als SolargFKR konstruiert. Der Innenausbau entspricht der Massenproduktion, was jedoch zu einem geräumigen Innenraum mit Teak-Akzenten statt einer nackten Regattayacht führt. Mit einer Verdrängung von 10.000 Pfund und 3.800 Pfund Bleiballast fällt das Boot in die Kategorie der komfortorientierten Fahrtenyachten, und das Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 38 Prozent unterstreicht seine Stabilität. Die Tradition des Unternehmens, solide, benutzerfreundliche GFK-Boote für amerikanische Fahrtensegler und Clubregattaeinsteiger gleichermaßen zu bauen, wird hier deutlich fortgesetzt. (1)
Rigg und Handhabung
Die 31-2 verfügt über ein Masttoppslup-Rigg mit reichlich Segelfläche für sportliches Segeln. Der Segelplan bietet insgesamt rund 490 Quadratfuß zwischen dem 227 Quadratfuß großen Großsegel und der 262 Quadratfuß großen Fock. Ein Flossenkiel oder ein optionaler Flachkiel mit Flügeln kombiniert sich mit einem konventionellen Spatenruder für gute Agilität. Die wichtigsten Leinen können für das Segeln mit kleiner Crew nach achtern geführt werden. Mit einer PHRF von etwa 156 bis 165 ist das Boot wendig genug für lokale Regatten, glänzt aber als gutmütiges Ausbildungsschiff und liegt komfortabel im Bereich der Cruiser/Racer, anstatt zu den reinen Regattayachten zu gehören. Eigner berichten von einem Boot, das bei mäßigem Wind sauber beschleunigt, recht gut Höhe läuft und nach gerefft stehenden Kurs hält. Die tieferen Versionen mit Flossenkiel zeigen eine bessere Leistung am Wind und weniger Abdrift, während der Flügel- oder Flachkiel einen kleinen Verlust an Höhe gegen den Wind durch die Möglichkeit einbüßt, flache Küstengewässer anzusteuern. Eine Rumpfgeschwindigkeit im mittleren Bereich von 6 Knoten sorgt für entspannte Küstentörns. (1)
Unterbringung
Unter Deck nutzt die 31-2 ihre Breite und Wasserlinie, um einen geräumigen Salon, eine praktische Pantry und eine stattliche Achterkoje zu bieten, wobei der Platz im Salon und an der Achterkoje für ein 31-Fuß-Boot großzügig bemessen ist. Die Originalaufteilungen umfassen oft einen ordentlichen Kartentisch und eine Nasszelle mit Dusche. Das sichere Cockpit verfügt über eine gute Süllrandverkleidung und vernünftige Handläufe. Das Zielpublikum waren Paare oder kleine Familien, die ein gutmütiges, leicht zu handhabendes Boot für Wochenendtörns und gelegentliche längere Törns suchten – und genau dafür ist das Boot ideal: für Wochenendausflüge oder ausgedehnte Küstentörns. Teakholz-Akzente wärmen den in Serie gebauten Innenausbau, ohne die praktischen Wohnkomforte zu beeinträchtigen, die Shaw in den Rumpf unter 31 Fuß integriert hat.
Bekannte Schwachstellen
Das Alter dieser Boote bringt häufig Probleme mit dem Deckskern zum Vorschein, und vernachlässigte Undichtigkeiten können zu weichen Stellen im Deck oder Reparaturen am Kern führen. Die Sailboat Guide wies auf häufige Fehler bei der Dichtung von Decksbeschlägen rund um Püttinge und Beschläge auf dem Kajütdach hin – ein Versagen, das Feuchtigkeit in den Kern eindringen lässt. Bei älteren Booten müssen die Kielbolzen und die Kiel-Rumpf-Verbindung inspiziert und gegebenenfalls gewartet werden. Zudem sollte das stehende Gut unabhängig vom Alter nach festem Zeitplan ausgetauscht werden. Keines dieser Probleme ist ungewöhnlich für eine Serien-GFK-Yacht aus den späten 1980er Jahren, aber sie bestimmen den Wartungshorizont für jeden noch existierenden Rumpf.
Eignerverhalten & Profil
Die 31-2 wurde als leistungsfähige Fahrtenyacht für Küstenpassagen mit einem Hauch von Clubregatta-Erbe konzipiert. Obwohl sie kein reiner Blauwasser-Spitzensportler ist, ist sie bei vernünftiger Ausrüstung und guter Ausstattung in kompetenten Händen durchaus für Offshore-Passagen geeignet. Eigner schätzen ihre Stabilität im Kabbelwasser, die einfache Handhabung mit kleiner Crew und sehen sie als ideales Boot für Einsteiger, die bereits blauwassertaugliche Eigenschaften suchen. Ein Einbaudiesel sitzt leicht zugänglich unter dem Niedergang, und das gutmütige Rudergefühl macht sie zu einem realistischen ersten Boot für ein segelndes Paar. Mit 268 gebauten Einheiten aus der Hauptproduktion sowie einigen wenigen Exemplaren aus der Wiederbelebung von 1996 ist das Modell auf dem Gebrauchtbootmarkt als durchdachte Familien-Fahrtenyacht der späten 80er Jahre gefragt.
Das Fazit
Die Pearson 31-2 ist eine durchdachte Familien-Fahrtenyacht aus den späten 80er Jahren, die Shaws vernünftiges Rumpfdesign mit praktischen, geräumigen Kabinen und einem Rigg verbindet, das sich auch mit kleiner Crew leicht bedienen lässt. Sie ist keine leichte Regattayacht, aber ihr ausgewogenes Rudergefühl, ihre solide Bauweise und ihr gutmütiges Wesen machen sie zu einem seriösen Schritt von einem reinen Daysailer hin zu anspruchsvolleren Küstenfahrten.
Vorteile
- Geräumiger Salon und Achterkoje mit einer funktionalen Kartenmasse und Dusche
- Stabile, einfache Bedienung mit kleiner Crew, gelobt von Eignern
- Optionen mit Flossen- oder Flachflügelkiel passen sich an tiefgangsbeschränkte oder offene Reviere an
- Gutmütiges Ausbildungsboot mit PHRF-Klasse für Regatta-/Fahrtenyachten
Nachteile
- Schwachstellen im Deckskern und an den Pütting-Dichtungen zeigen sich mit zunehmendem Alter
- Kielbolzen und die Kiel-Rumpf-Verbindung müssen bei älteren Rümpfen inspiziert werden
- Das stehende Gut erfordert altersbedingten Austausch









