Dufour 31 — Informationen, Bewertung, technische Daten

Michel Dufour·1973·~900 hulls·Dufour Yachts
Dufour 31 drawingWerftzeichnung
Rumpfart
Einrumpf · flossenkiel
Rigg
Masttoppslup
LOA
30.83' · 9.4 m
Verdr.
9.600 lbs · 4.354 kg
Erstes Baujahr
1973

Die Dufour 31 kam 1973 als eine der kommerziell erfolgreichsten Regatta/Fahrtenyachten von Michel Dufour auf den Markt. Von diesem Jahr an wurden mehr als 900 Exemplare gebaut, gefolgt von einem Testbericht des Magazins Yachting Monthly im Dezember 1981. Sie war für ihre Zeit innovativ, und ihr Klipperbug hebt sie deutlich von den eher zweckmäßigen Kajütaufbauten zeitgenössischer Konkurrenzmodelle wie der Catalina 30 oder Pearson 30 ab. Mit einer Länge über alles (LOA) von 30 Fuß 10 Zoll, einer Länge in der Wasserlinie (LWL) von 23 Fuß und einer Breite von 10 Fuß 6 Zoll bei einem Tiefgang von 5 Fuß 8 Zoll wies sie eine dokumentierte alternative Verdrängung von 8.512 Pfund auf und wurde als schnelle Fahrtenyacht mit sportlicher Ausrichtung konzipiert.

Messwerte

Abmessungen 01

Länge über alles
30,83 ft
Länge an Deck
Länge in der Wasserlinie
23 ft
Breite
10,5 ft
Tiefgang
5,67 ft
Maximale Stehhöhe
Durchfahrtshöhe

Bauweise & Rumpf 02

Bauweise
Glasfaser
Rumpfart
Einrumpf
Kielart
Flossenkiel
Ruder
1× Skeg-aufgehängt
Ballast
3.696 lbs (Eisen)
Verdrängung
9.600 lbs
Wasserkapazität
20 gal
Kraftstoffkapazität
13 gal

Rigg & Segel 03

Rigg-Art
Masttoppslup
Vorliek Großsegel
33,3 ft
Unterliek Großsegel
10,2 ft
Vorsegeldreieck Höhe
37,6 ft
Vorsegeldreieck Basis
11,97 ft
Vorstaglänge (geschätzt)
39,46 ft
Segelfläche
395 sqft

Berechnungen 04

Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis
13,99
Ballast-Verdrängungs-Verhältnis
38,5
Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L)
352,24
Komfort-Ratio
25,54
Kenterungsverhältnis
1,98
Rumpfgeschwindigkeit
6,43 kn

Design und Konstruktion

Dufour Yachts baute die 31 als solide GFK-Rumpf mit einem festen GFK-Deck, einem Eisenballast von 3.696 lb (ca. 1.678 kg) mit einem Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 38,5 Prozent und einem Skeg-aufgehängten Ruder unter einem Flossenkiel. Der Klabauterbug war das markanteste Merkmal des Designs, und das Modell galt bei der Werft als innovativ für seine Zeit. Mit einem Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 38,5 Prozent und einem Kenterungsverhältnis von 1,98 fällt sie fest im robusten, seetüchtigen Bereich des 30-Fuß-Cruiser-Rennerspektrums.

Rigg und Handhabung

Die Dufour 31 ist mit einem kraftvollen Masttoppslup-Rigg ausgestattet, dem Yachting Monthly schnelle Fahrleistungen beim Fahrtensegeln zuschreibt. Ihr Segelfläche von 395 Quadratfuß bei einer Verdrängung von 9.600 Pfund ergibt ein Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis (SA/D) von 13,99. Als Regatta-/Fahrtenyacht ihrer Zeit wurde sie für anspruchsvolles, aber dennoch komfortables Segeln gebaut, und das Skeg-aufgehängte Ruder sorgt für hohe Kursstabilität. Die Rumpfgeschwindigkeit von 6,43 Knoten passt zum Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 352,24 und kennzeichnet sie als moderat schweren Rumpf, der eine stabile Brise benötigt. (1)

Unterbringung

Unter Deck bietet die Dufour 31 einen geräumigen Innenraum mit sechs Kojen, darunter eine Achterkoje und eine Doppelkoje im Salon, bei einer großzügigen Stehhöhe von 6 Fuß 3 Zoll. Sowohl die Pantry als auch der Kartentisch sind für ein Boot dieser Größe ungewöhnlich groß dimensioniert. Die Nasszelle befindet sich mittschiffs – eine Platzierung, die die Breite des Salons maximiert und den Zugang zum WC erleichtert, wenn das Boot krängt oder unterwegs ist.

Refits und Eignerschaft

Mit über 900 Einheiten, die ab 1973 verkauft wurden, und einer langen Produktionszeit hat die Dufour 31 Jahrzehnte voller Refit-Zyklen durchlaufen. Der Volvo Penta MD7A/MD2B-Diesel mit 26 PS im Direktantrieb, einem Kraftstoffkapazität von 13 Gallonen und einer Wasserkapazität von 20 Gallonen spricht für eine einfache, vom Eigner gewartete Plattform und nicht für ein komplexes Systemboot. Ihr für ihre Zeit innovativer Charakter und ihr Regatta-/Fahrten-Gen bedeutet, dass ein gut gepflegtes Exemplar auch heute noch ohne exotische Ersatzteile den Anforderungen eines modernen Fahrtensegels entspricht.

Das Fazit

Die Dufour 31 ist eine wirklich gelungene Regatta-/Fahrtenyacht aus den 1970er Jahren, deren Klipperbug und das mittschiffs platzierte Vorschiff als durchdachtes Design gelten. Sie ist steif, für ihre Länge geräumig und einfach im Unterhalt; mit einer Produktionszahl von über 900 Einheiten spricht sie für einen reifen, bewährten Rumpf.

Vorteile

  • Mehr als 900 Einheiten von 1973 bis heute gebaut – ein bewährtes und zahlreiches Modell
  • Geräumiger Innenraum mit sechs Kojen, 1,90 m Stehhöhe sowie einer gut dimensionierten Pantry und Kartenmaschine
  • Leistungsstarkes Masttopprigg für schnelle Fahrtenleistungen
  • Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 38,5 % und Skeg-aufgehängtes Ruder für hohe Steifigkeit und Kursstabilität

Nachteile

  • Heute selten auf Clubregatten zu sehen, was die Klassengemeinschaft einschränkt
  • Die moderate Verdrängung belohnt eher viel Wind als Leichtwind-Eleganz

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