Design und Konstruktion
Watkins bot die 27 mit Schwert-/Kielstummel-Konstruktion, einem Flachkiel oder einem tiefen Festkiel an, obwohl von den gebauten 514 Booten fast alle den Anker des Flachkiels tragen. Der beliebte geringe Tiefgang beträgt 3 Fuß 8 Zoll bei 3.500 Pfund Ballast bei einer Gesamtverdrängung von 7.500 Pfund; die Schwertversion hat nur 3 Fuß Tiefgang mit aufgeholtem Schwert und 7 Fuß mit abgesenktem Schwert. Der lange Flossenkiel ist aus eingegossenem Blei, und das Ruder hängt an einem Teil-Skeg. Für die GFK-Arbeiten wurden Wollglasgewebe und -matten verwendet, während Deck und Luken mit eingegossenem Sperrholz verstärkt wurden. Frühe Boote bis 1978 nutzten eine Kartonbauweise für die Kiel-Rumpf-Verbindung, die zu Undichtigkeiten neigte, aber Boote ab 1979 erhielten eine nach außen gerichtete Verbindungsebene für eine sicherere Union. (1)
Rigg und Handhabung
Die W27 ist eine Masttoppslup mit doppelten inneren Unterwanten und einer Großschot, die zum Ende des Baumankers geführt wird. Ein einzelnes Seilfall verbindet die Edelstahl-Bug- und Heckkorb. Unter Wasser ordnen das Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 252 und das Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis (SA/D) von 14,8 das Boot im Bereich der Fahrtenyachten mit moderater Verdrängung ein, und die meisten Flotten bewerten es mit einem PHRF-Wert von 234 Sekunden pro Meile. Die Breite von 10 Fuß bietet ihr eine stabile, geräumige Plattform ohne die Extreme eines Regattarumpfes. (1)
Unterbringung
Die Breite von 10 Fuß sorgt für einen breiten Salon, und Watkins installierte lange Sofakojen, die breit genug sind, um als Ankertaukoje zu dienen. Da der Salon so breit ist, benötigt das Boot dringend Handläufe im Innenraum für sicheres Bewegen auf See. Das Vordeck ist recht breit, hat jedoch keinen Ankerkasten, und die Plicht ist geräumig, aber eher flach – komfortabel zum Entspannen, weniger schützend bei Seegang. Die vollständig öffnenden Luken des Mk II und der neue Innenraum verbesserten die Belüftung und Wohnlichkeit der späteren Generation. (1)
Bekannte Schwachstellen
Der einzige klare Schwachpunkt bei frühen Rümpfen ist die undichte Schuhkarton-Verbindung, die vor 1979 verwendet wurde. Käufer und Eigner älterer Boote sollten damit rechnen, diese Naht sorgfältig zu inspizieren. Spätere Boote mit nach außen gerichteter Flanschung vermieden diese Schwachstelle durch eine Konstruktionsänderung, nicht durch Reparatur. (1)
Refits und Eignerschaft
Die Antriebskraft kam von verschiedenen Yanmar-Dieseln mit 8, 12 oder 22 PS, wobei einige Boote mit Benzin-Innenbordern oder Außenbordmotoren ausgestattet waren. Die Pilothouse W27P bleibt ein seltenes Sub-Modell aus dem Jahr 1981 für Segler, die Schutz am Steuerstand suchen. Die Mk II-Upgrades – mit nach außen gerichteter Flansche, neuem Kiel, öffnenden Luken und überarbeitetem Innenraum – markieren die bedeutendste Linie der Werft-Refits und lohnen sich auf dem Gebrauchtbootmarkt. (1)
Das Fazit
Die Watkins 27 ist eine gut durchdachte kleine Fahrtenyacht, die sich gegen bekanntere Konstruktionen ihrer Zeit über ihren Preis hinaus behauptet hat. Scotts Rumpf gepaart mit Watkins’ solidem, mit Glasfaser und Sperrholz verstärktem Deck macht sie zu einem langlebigen Boot für Wochenendtörns, während die große Breite ein ungewöhnlich großes Kabinenvolumen für 27 Fuß bietet. Der Flachkiel dominiert die Flotte und eignet sich hervorragend zum Herumtollen im Schlick, wobei die frühe Schuhkarton-Kiel-Rumpf-Verbindung der einzige klare Schwachpunkt bei der Besichtigung ist.
Vorteile
- Bessere Beschläge und Bauqualität als die Catalina 27 zum gleichen Preis
- Eingegossener Bleikiel und Teil-Skeg-Ruder für einfache Unterwasseraufbauten
- Breiter Salon mit Kojensofas und (ab 1979) einer nach außen gerichteten Decksverbindung
- Seltene Pilothouse-Variante und gut dokumentierte Verbesserungen der Mk II
Nachteile
- Rumpf-Deck-Verbindung im Schuhkarton-Stil vor 1979, anfällig für Undichtigkeiten
- Kein Ankerkasten auf dem breiten Vordeck
- Flache Plicht bietet nur begrenzten Schutz für die Crew









