Design und Konstruktion
Der Rumpf der Vindö 40 ist aus massivem GFK gefertigt und mit einem Langkiel verbunden, dessen Ballast aus Blei besteht – eine Kombination, die 41 Prozent der Verdrängung von 11.465 Pfund auf den Ballast von 4.190 Pfund verteilt und ein Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 324 ergibt, was das Boot fest in die Kategorie der schweren Fahrtenyachten einordnet. Das Verhältnis von Länge zu Breite (L/B) von 3,19 und eine benetzte Fläche von rund 258 Quadratfuß beschreiben einen breiten, voluminösen Rumpf und nicht das Profil einer Regattayacht mit Flossenkiel. Die frühere Vindö 30 von Carl Andersson hatte ihr Leben als Holzboot begonnen, bevor die Werft 1965 auf GRP umstellte; die 40 gehört hingegen der Formverfahrens-Era an, obwohl ihr Innenraum wie bei vielen ihrer Zeitgenossen im Mahagoni-Finish ausgeführt ist. Ein Kenterungsverhältnis von 1,72 und ein Komfort-Ratio-Bereich von 28,6 bis 32,3 ordnen ihren Charakter eindeutig in die Kategorie der stabilen, gutmütigen Fahrtenyachten statt in die des lebhaften Jollentyps. (1)
Rigg und Handhabung
Sie ist mit einem Masttoppslup-Rigg ausgestattet, das mit einer Referenz-Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis von 13,4 segelt, auf 16,0 steigt, wenn eine 135-prozentige Genua gesetzt wird. Die Werft selbst gibt an, dass sie mehr Rigg trägt als 58 Prozent vergleichbarer Segelboote – was für diesen Typ etwas überriggt ist. Die Segelfläche aus Großsegel und Fock beträgt 437 Quadratfuß. Unter Motor stehen eine Volvo Penta MD2B Diesel mit 25 PS zur Verfügung, die für 7,0 Knoten Leistung sorgt, oder eine kleinere MD11C mit 23 PS für kalkulierte 5,2 Knoten; beide treiben einen Wellenantrieb an. Die theoretische Rumpfgeschwindigkeit für einen Verdränger dieser Länge liegt bei 6,6 Knoten, und ein Tiefgang von etwa 830 Pfund pro Zoll zeigt, wie stabil sie im Wasser liegt, wenn sich die Last erhöht. Ihre Langkiel-Geometrie und der auf die Last abhängige Tiefgang von 4,59 bis 4,89 Fuß ermöglichen es ihr, trotz des Ballasts unter Deck in flachen Marinas zu liegen. (1)
Unterbringung
Unter Deck bietet die Vindö 40 fünf bis sechs Kojen und eine Stehhöhe, die als überdurchschnittlich für diese Klasse beschrieben wird, wobei der Mahagoni-Innenausbau eine traditionelle skandinavische Wärme vermittelt. Das Frischwasservolumen beträgt 150 Liter, und der Kraftstofftank fasst 50 Liter Diesel. Die Breite von 9,68 Fuß und das Volumen des Langkiel-Rumpfes ermöglichen eine wohnliche Kabine für ein Boot mit knapp unter 31 Fuß Deckslänge. Die Aufteilung liest sich eher wie ein unkompliziertes Layout für Fahrtensegler als wie ein für das Regattasegeln auf Gewicht reduzierter Innenraum. (1)
Das Fazit
Die Vindö 40 ist ein Produkt des Übergangs zum GFK-Schiffbau in Schweden. Sie verbindet einen massiven GRP-Rumpf und einen langen Bleiballastkiel mit einem im Mahagoni-Finish gehaltenen Innenraum und einer etwas überdimensionierten Masttoppslup-Takelung. Sie ist eine schwere, kursstabile Fahrtenyacht mit echter Vielseitigkeit durch den geringen Tiefgang und einer Bauzahl von mehreren hundert Exemplaren. Der Kompromiss liegt in der Arbeit und Aufmerksamkeit, die traditionelle Holzverzierungen erfordern, sowie in den bescheidenen Motoroptionen, die für ihre Verdrängung eher als Hilfsmotoren als als Geschwindigkeitsmaschinen geeignet sind.
Vorteile
- Bleiballastierter Langkiel mit geringem Tiefgang von 4,59–4,89 Fuß für den Hafenzugang
- Die schwere Fahrtenyacht-Verdrängung und das Kenterungsverhältnis von 1,72 kennzeichnen sie als stabil und seetüchtig
- Überdurchschnittliche Stehhöhe und 5–6 Kojen in einer mit Mahagoni ausgestatteten Kabine
- Leicht überriggtes Masttoppslup-Rigg mit Genua-Option für guten Vortrieb bei leichtem Wind
Nachteile
- Der Mahagoni-Innenraum und die traditionellen Verzierungen erfordern regelmäßige Pflege des Holzes
- Die bescheidene Dieselleistung (23–25 PS) führt zu Motoreniedelzeiten von nur 5,2–7,0 Knoten
- Die schwere Verdrängung und das 324 DL-Verhältnis setzen auf Komfort statt auf Beschleunigung










