Design und Abstammung
Holman & Pye legte einen Masttoppslup-Rumpf mit moderatem Regattahintergrund statt eines reinen Fahrtenyachts an. Mit einer Länge über alles von 34'4", einer Wasserlinienlänge von 28'1" und einer Breite von 11 Fuß weist das Boot ein Verhältnis von Länge zu Breite von 3,13 und ein Verdrängungs-Längen-Verhältnis von etwa 215 auf – eine Zahl, die es nach Angaben von yachtdatabase.com zu den „moderaten Regattayachten“ zählt. Das Ballast-Verdrängungs-Verhältnis liegt bei fast 52 Prozent, unter einem massiven GFK-Rumpf befinden sich ein Flossenkiel aus Eisen und ein Spatenruder. Es wurden weit über hundert Boote gebaut, meist im Vereinigten Königreich, wobei insgesamt weniger als 200 Exemplare entstanden sind; einige wenige wurden auch in Australien gebaut. Ihr Kenterungsverhältnis von 1,98 bedeutete, dass sie nach diesem einzigen Formelwert für Hochseeregatten zugelassen werden konnte, und ihr Komfort-Ratio von 22,2 bis 23,1 beschreibt ein stabiles Seeverhalten für ein Boot dieser Größe.
Konstruktion
Sowohl Rumpf als auch Deck bestehen aus massivem GFK, und die Serienboote erhielten beim Ausbau maßgeschneiderte Holzarbeiten. Da die UFO 34 auch als von Zulieferern fertiggestelltes Bausatzboot verkauft wurde, kann sich die Qualität der Fertigstellung und der strukturellen Durchführungen von Exemplar zu Exemplar unterscheiden. Diese Variation ist die einzige Konstruktionsbedingung, die ein Käufer oder Gutachter im Auge behalten muss: Ein professionell fertiggestellter britischer Rumpf und eine Nachbarn-Fertigstellung sind nicht dasselbe Objekt, obwohl sie die gleiche Colvic-Form teilen. Die benetzte Fläche beträgt etwa 365 Quadratfuß, und das Verdrängungsverhältnis liegt bei rund 1.080 Pfund pro Zoll, sodass sie unter Last berechenbar absinkt. (1)
Rigg und Handhabung
Das Masttopprigg weist ein Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis von 16,0 bei dem ISO-Referenzsegel und 19,3 mit einer 135 % Genua auf. Dennoch ergab ein Vergleichsbericht, dass sie nur noch mehr Rigg als 27 Prozent ähnlicher Segelboote besitzt und daher leicht untertakelt ist. Ihre berechnete Höchstgeschwindigkeit liegt bei etwa 7,0 Knoten gegenüber einer theoretischen Verdrängergeschwindigkeit von 7,1 Knoten. Das stehende und laufende Gut folgt vorhersehbaren Masttopf-Dimensionen: Die Fallen für Großsegel, Genua und Spinnaker bestehen aus 100 Fuß 3/8-Zoll-Leine, während die Schoten im Durchmesser von 34 bis 86 Fuß mit 1/2-Zoll-Leine geführt werden. Mit einem vom Hersteller angegebenen Tiefgang von 6'0" und einem von dem Bericht je nach Beladung zwischen 6,17 und 6,47 Fuß angegebenen Tiefgang ist sie eher ein Boot für tiefere Marinas als eine Fahrtenyacht für flache Gewässer. (1)
Unterbringung
Die Serienaufteilung bietet drei Kabinen und Schlafplätze für sechs Gäste, wobei der maßgeschneiderte Innenausbau jedem fertigen Boot einen leicht individuellen Charakter verleiht. Dieser Plan kombiniert mit der Breite von 11 Fuß sorgt für ein praktisches Innenraumvolumen für Küsten- und Hochseetörns in einem 34-Fuß-Rumpf, wobei die genaue Aufteilung der Kojen dem Tischler überlassen bleibt und nicht in der gesamten Klasse standardisiert ist.
Das Fazit
Die UFO 34 ist eine von Holman & Pye gebaute Regatta-/Fahrtenyacht mit einem echten Regierungsweltmeister-ProTOTYPE im Rücken, einem Rumpf mit moderater Verdrängung, der sich komfortabel zwischen Fahrtenyacht und Clubregattaboot bewegt, und einer Bauhistorie, die durch Eigenbauten aus Bausätzen kompliziert ist. Für Segler, die eine klassische britische 34-Fuß-Yacht aus den 1970er Jahren mit maßgeschneiderter Innenausstattung und den Voraussetzungen für Hochseeregatten suchen, lohnt sie sich bei sorgfältiger, individueller Besichtigung.
Vorteile
- Bewährte Regatta-Historie des Prototyps von 1974
- Gemäßigte Regatta-Proportionen mit 52 % Ballastanteil und hohem Kenterungsverhältnis für Hochseeregatten
- Drei-Kabinen-Layout für sechs Gäste mit maßgefertigtem Innenausbau (2)
Nachteile
- Selbstgebauter Klassiker bedeutet variable Qualität zwischen den Booten
- Gegenüber Konkurrenzmodellen etwas untertakelt; im beladenen Zustand reicht der Tiefgang für Hafenbecken auf ca. 1,98 m an (1)









