Design und Konstruktion
Sowohl Rumpf als auch Deck sind aus massivem GFK gefertigt, und das Boot wurde auch als unvollendete Rumpfform zum Selbstausbau angeboten, weshalb sich die Verarbeitungsqualität von Exemplar zu Exemplar unterscheidet. Der Kiel ist aus Eisen, und der tatsächliche Tiefgang liegt je nach Beladung bei etwa 1,75 bis 1,83 Metern, was sie im Tiefgangsbereich der meisten Marina-Anlagen hält. Mit einer Breite von knapp über drei Metern und einem Längen-Breiten-Verhältnis von 3,03 ist sie ein moderat proportionierter 31-Fuß-Renner; das Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 42 Prozent und das angegebene Kenterungsverhältnis von 2,02 bedeuten, dass sie nach diesem Maßstab nicht für Hochseeregatten zugelassen wäre. Ihr Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 198 ordnet sie unter den „moderaten Regattayachten“ ein, und das Komfort-Ratio von 17,5 bis 21,0 beschreibt ein stabiles Seeverhalten für ein Boot dieser Größe. (1)
Rigg und Handhabung
Die UFO 31 ist mit einem Masttopprigg ausgestattet, und die Fachzeitschrift weist darauf hin, dass sie mehr Rigg besitzt als nur 42 Prozent vergleichbarer Segelboote, was sie für ihren Typ als etwas untertakelt kennzeichnet. Mit dem Referenzsegel ISO 8666 beträgt das Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis (SA/D) 15,5, steigt jedoch auf 18,7 bei einer 135-prozentigen Genua, sodass die Leistung im Raumwind stark davon abhängt, ob das größere Vorsegel gefahren wird. Die theoretische Rumpfgeschwindigkeit bei Verdränger ist 6,8 Knoten, und der relative Geschwindigkeitsleistungsindex liegt bei 38. Die Abmessungen des stehenden und laufenden Guts sind vollständig spezifiziert: Die Fallen für Großsegel, Genua und Spinnaker haben jeweils eine Länge von 90,6 Fuß mit 3/8 Zoll Durchmesser, die Schoten für Genua und Fock sind 30,8 Fuß lang mit 1/2 Zoll Durchmesser, und die Großschot hat eine Länge von 77,1 Fuß mit 1/2 Zoll Durchmesser. Die benetzte Fläche beträgt etwa 301 Quadratfuß, und das Immergieratio von 908 Pfund pro Zoll gibt dem Eigner Aufschluss darüber, wie fest das Boot mit zunehmender Last auf dem Wasser steht.
Unterbringung
Keine Innenraumaufteilung, keine Anzahl der Kojen und kein Tischlerdetail der UFO 31 ist veröffentlicht, und die Selbstbaulösung bedeutet, dass sich der fertige Kabinenplan von Boot zu Boot unterscheiden kann. Was gesagt werden kann, ist das äußere Maß, das jede Aufteilung begrenzt: knapp über 25 Fuß Wasserlinie bei einer Länge über alles von 30 Fuß 10 Zoll, einer Breite von 10 Fuß und einem Flossenkiel. Käufer, die das Boot mit Schwesterschiffen aus der UFO-Linie vergleichen, sollten beachten, dass der Entwurf aus der Praxis von Holman & Pye Mitte der 1970er Jahre stammt und nicht von den späteren, vom italienischen Studio Felci entworfenen Sportbooten der UFO-Reihe, mit denen sie nur den Namen teilt.
Das Fazit
Die UFO 31 ist eine moderate, leicht regattageprägte Fahrten- und Regattayacht aus der britischen GFK-Tradition Mitte der 1970er Jahre. Sie verfügt über bekannte und nützliche Riggmaße und Stabilitätswerte, weist jedoch aufgrund der Option zur Selbstbauten-Fertigstellung ungleichmäßige Verarbeitungsqualitäten auf. Sie lässt sich am besten als ein unkompliziertes, solides Holman & Pye-Design ihrer Ära verstehen und nicht als hochseetaugliche Regattayacht für Langstrecken.
Vorteile
- Solider GFK-Rumpf und Deck von Colvic Craft
- Gemäßigtes Regattaprofil mit dokumentierten Stabilitäts- und Komfort-Ratio
- Tiefgang niedrig genug für den Zugang zu den meisten Marinas
- Vollständig spezifizierte Rigg-Längen und -Durchmesser für ein einfaches Erneuern
Nachteile
- Im Vergleich zu Konkurrenzmodellen etwas untertakelt
- Das Kenterungsverhältnis schließt eine Teilnahme an Hochseeregatten aus
- Die Eigenbauten-Ära führt zu einer variablen Bauqualität










