Design und Konstruktion
Die Rumpfform der She 31 ist für Regatten unter dem IOR-Handicap-System optimiert. Mit schmalen Vor- und Achterschiffsböden sowie einem Knickspant im Mittschiff verleiht sie ihr eine sportliche, regattagerechte Silhouette, die von einem scharfen Bugprofil abgerundet wird. Der GFK-Rumpf trägt einen eisernen Flossenkiel, der akkurat in den Rumpf einlaminiert ist. Die Ballastmenge wird mit 1.542 kg angegeben. Ein nach hinten gepfeilter Flossenkiel ist mit einem Skeg-aufgehängten Ruder kombiniert, was eine gute Kursstabilität und Schutz vor Grundberührung oder Kollisionsschäden bietet. Auch das Deck ist aus GFK gefertigt und besitzt eine geformte, rutschfeste Oberfläche, die sich ideal für Crews mit nassen Füßen eignet. Die damalige Bauweise bei South Hants nutzte handaufgelegte Laminate nach den Standards von Lloyd’s 100 A1 und eine spezielle „Shedeck“-Harz-Oberfläche auf dem Deck, obwohl die amtliche Prüfung selbst nur die geformte Rutschfestigkeit beschreibt. Mit einer Verdrängung von 7.800 lbs bei einer Wasserlinienlänge von 22 Fuß und einem Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 43,6 Prozent liegt sie fest im robusten, seegütigen Bereich des 31-Fuß-Spektrums. (1)
Rigg und Handhabung
Sie ist mit einem Masttoppslup-Rigg auf einem Aluminiummast ausgestattet, der an einer Maststütze (Tabernakel) an Deck steht. Dieses Detail ermöglicht es, den Mast für Kanal- oder Brückenpassagen zu legen – ein echter Komfort für Fahrtensegler, der aus dem Ärmelkanal-Kontext stammt. Der Mast hat zwei Salingpaare, und das stehende Gut besteht aus Edelstahlkabel mit angeformten Terminals und Winkeln. Die Segelfläche beträgt 410 Quadratfuß; das Großsegel verfügt über ein klassisches Reffsystem mit zwei Reffpunkten, während die Genua über eine Rollfock für einfache Handhabung verfügt. Auf dem Wasser wird sie als schnell, gut am Wind segelnd und in fast allen Seegangsbedingungen stabil beschrieben. Das Skeg-aufgehängte Ruder ist an eine Pinne angeschlossen, die dem Steuermann hervorragende Rückmeldung gibt. Die Plicht ist geräumig und durch hohe Sülls gut geschützt. Sie bietet Sitze, die lang genug zum Schlafen sind, sowie darunter liegende Backskisten, ebenfalls gesteuert über diese Pinne. Die Decksbeschläge sind einfach, aber funktional: zwei Hauptwinschen, zwei Fallwinschen, zwei Genuaschienen, zwei Spinnakerbäume und ein Ankerkasten.
Unterbringung
Die frühesten Modelle der She 31 boten einen spartanischen Innenraum mit sehr geringer Stehhöhe, insbesondere in der Vorpiek – ein Zeichen ihrer anfänglichen Regattaorientierung. Die Werft reagierte auf die Nachfrage des Marktes mit der 9.5 Traveller, einer Fahrtenversion desselben Rumpfes mit neu gestaltetem Deck, höheren Überwasserschiffen und mehr Wohnraum. Das Layout der Traveller ist traditionell: eine V-Koje im Vorschiff, ein Salon mit zwei Sofakojen und klappbaren Wachkojen darüber, eine Pantry an Steuerbord, eine Navigationsecke an Backbord und eine Achterkoje, ergänzt durch eine separate Nasszelle mit Bordtoilette und Waschbecken. Die Furniere bestehen aus lackiertem Mahagoni und der Salon ist 1,78 m hoch. Selbst die erste Rezension bemerkt noch, dass die reine She 31 einen geräumigen und komfortablen Innenraum mit viel Stehhöhe und Stauraum bietet, was darauf hindeutet, dass spätere oder überarbeitete Ausstattungen das Boot auf diesen Standard gebracht haben.
Das Fazit
Die She 31 ist ein Sparkman & Stephens-Entwurf, der seine IOR-Gene mit Stil trägt: eine schnelle, am Wind laufende Slup mit einem gut gefertigten Flossenkiel aus Eisen und einem schützenden Skeg-Ruder, eingehüllt in einen GFK-Rumpf. Ihr an Deck stehender Mastbeschlag und die Rollgenua sprechen für praktischen Fahrtensegler, während die Traveller-Evolution zeigt, dass die Werft den Wünschen von Eignern nach Stehhöhe und einer richtigen Kabine Gehör geschenkt hat. Sie ist ein kompakter, leistungsfähiger Boot mit einem herzlichen Spitznamen und einer seriösen Stammbaum-Linie.
Vorteile
- Schnell, am Wind und stabil bei den meisten Seegangsbedingungen
- Das Skeg-aufgehängte Ruder schützt vor Grundberührung und Kollisionsschäden
- Der klappbare Mast kann für Binnengewässer abgesenkt werden
- Der Flossenkiel aus Eisen ist sorgfältig in den Rumpf eingepasst
- Geräumige, gut geschützte Plicht mit Staufächern für die Sitze
Nachteile
- Das originale Interieur ist durch die geringe Stehhöhe in der Vorschiffskabine eingeschränkt
- Die einfache Decksbeschlag-Ausstattung setzt auf von Hand vorgenommene Segelwechsel










