Design und Konstruktion
Der Rumpf der Tartan 40 ist im Sandwichverfahren aus einorientierter Glasfaser, Balsaholzkern, Vinylesterharz als Überzugsschicht und Isophthalsäure-NPG-Gelcoat laminiert. Dies erzeugt eine blasenresistente Struktur, bei der Gewicht und Festigkeit dort platziert sind, wo sie hingehören. Ihre Kennzahlen erzählen die Geschichte einer Regatta-/Fahrtenyacht: Ein Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis von 17,1 bestätigt echte Leichtwindqualitäten, während ein Verdrängungs-Längen-Verhältnis von etwa 250 auf einen Rumpf mit dem Innenraumvolumen hinweist, um Vorräte für Langstreckenfahrten ohne Kompromisse zu transportieren. An Deck tragen die breiten Flächen massive Teak-Fußleisten und ein formgepresstes, rutschfestes Profil, das seinen Namen absolut verdient. (1)
Rigg und Handhabung
Als Masttoppslup bringt die Tartan 40 ihre Segelfläche von 727 Quadratfuß mit einer Verdrängung von 17.250 Pfund bei einer Wasserlinie von 31,58 Fuß in Einklang. Beim Markteintritt wurden sowohl tiefes Flossenkiel- als auch Kiel/Schwert-Konfigurationen angeboten; später wurde eine Scheel-Kiel-Version mit einem Tiefgang von 5 Fuß 1 Zoll für flachere Gewässer hinzugefügt. Für Offshore-Einsätze stellten damalige Testsegler fest, dass der Mast von einem inneren Vorstag und Backstagen profitieren würde, um die oberen Segelbereiche zu unterstützen – ein wichtiger Aspekt für alle, die längere Passate oder Reisen in hohen Breiten planen.
Unterbringung
Drei Innenraumaufteilungen wurden auf der Tartan 40 debütiert, jeweils von Tim Jackett in Zusammenarbeit mit S&S entworfen und ausdrücklich für das Segeln auf See konzipiert. Der Standard Plan A platziert eine nach achtern gerichtete Navigationsecke an Backbord neben dem Niedergang und verfügt über vier Kleiderschränke; Tester befanden ihn als den seetüchtigsten, da er drei gute Seekojen in den Backbord- und Steuerbordsalonsofas sowie die Doppelkoje in der Achterkabine bietet. Plan B ersetzt die Navigationsecke des Standards durch einen feuchten Stauraum und verlegt eine nach vorn gerichtete Station vor die Achterkabine, während Plan C eine zweite Nasszelle in dieser Achterkabine ergänzt. Überall unter Deck sind Handläufe vorhanden, und die Teak-Innenausbauten bieten solide, aber unverwüstliche, abgerundete Oberflächen, um bei einer Kenterung im Seegang das Aufprallverletzungsrisiko zu minimieren. Die U-förmige Pantry an Backbord neben dem Niedergang verfügt über zwei öffnende Luken für eine starke Belüftung; die einzelne Nasszelle im Standard befindet sich direkt vor dem Salontisch – eng, aber hell, gut belüftet und leicht zu reinigen. Ein kleiner Kritikpunkt: Die achterliche Navigationsecke erhält trotz ihrer Öffnung zum Cockpit nur minimale Luftzirkulation, weshalb ein Ventilator eine sinnvolle Ergänzung wäre.
Plicht und Decksstauraum
Die große Plicht verfügt über extrem komfortable Sülls, und ein einziger tiefer, vertikaler Stauraum an Backbord fasst eine vierköpfige Rettungsinsel, den Bootsmannsstuhl, Festmacher und einen Feuerlöscher und hält sie gleichzeitig trocken. Zwei tiefe, trockene Backskisten bieten reichlich Platz für Fahrtenausrüstung. Der Kompromiss liegt im Zugang: Der Weg zum Steuerradquadranten aus diesen vertikalen Backskisten und dem Stauraum wäre bei Seegang eine echte Herausforderung, obwohl ein Wartungsluk im Achterstau des Achterkajüts die Instandhaltung und Reparaturen erleichtern würde.
Das Fazit
Die Tartan 40 ist eine durchdacht konstruierte S&S-Tartan-Fahrtenyacht, deren seegängiges Innenraumkonzept, solide Leichtwindleistung und robuster, blasenresistenter Rumpf sie zu einer ernsthaften Kandidatin für das Blauwassersegeln machen. Die limitierte Produktion von nur 72 Booten sorgt dafür, dass sie auf dem Markt selten zu sehen ist. Wer jedoch ein Exemplar findet, erbt ein Schiff, das sich sowohl bei einer 1.500-Meilen-Passage bei schwachen Winden als auch gegen eine 40-Knoten-Vorfront bewährt hat.
Vorteile
- Bewährte Hochseetauglichkeit unter unterschiedlichsten Bedingungen
- Drei seemannsgerechte Seekojen im Standardlayout
- Blasenresistenter Rumpf mit gut verteilter Festigkeit
- Echte Leichtwindleistung dank eines hohen SA/D-Verhältnisses von 17,1
- Tiefe, trockene Backskiste und Backskisten für Vorräte beim Fahrtensegeln
Nachteile
- Der Zugang zum Ruderquadranten ist bei Seegang ohne Modifikation schwierig
- Die Navigationsecke ist im Standardlayout schlecht belüftet
- Die einzige Nasszelle im Standardlayout ist sehr eng






