Design und Konstruktion
Die Swan 40 verfügt über einen moderaten Verdrängerrumpf mit einem D/L-Verhältnis von 187 und einem Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis von 19,26 – Werte, die sie im lebhaften Bereich des Fahrtenyacht-Spektrums platzieren, ohne ins Ultraleichte abzugleiten. Ihr Kanu-Rumpf ist mit einer erheblichen Längs-Ausbuchtung (Roche) geformt, fällt nach achtern auf ein kleines Skeglet vom IOR-Typ ab, bevor der Kielkorb ansteigt, während der Fuß des Vorstevens knapp unter der Konstruktionswasserlinie liegt. Der Mittelteil weist auf der Wasserlinie eine moderate Breite und eine Bögenform auf, die fast im Mittschiff berührt, aber mit etwa drei Grad Steigung (Deadrise) endet. Die maximale Breite liegt genau auf Station 6, und die Vorderkante des Kiels ist um 11 Grad zurückgepfeilt, wobei sich der Bulbkiel aus der Hinterkante heraus erstreckt, anstatt nach vorn eingeklemmt zu sein. Ein Ruder mit geschwungenen Vorder- und Hinterkanten vervollständigt das Bild der Anhänge. Dies sind bewusste Entscheidungen von Frers: die gepfeilte Vorderkante des Kiels und der Bulbkiel sorgen für hocheffiziente Foils, während die Ausbuchtung und das Skeglet den Übergang zum Heck weicher machen. (1)
Rigg und Decks-Layout
Über dem Wasser ist die Swan 40 eine Masttoppslup mit drei Salingen, leichter Mastbiegung im Vorfeld, einer Babystay und Backstagen, wobei die Püttinge auf der 12-Grad-Linie liegen. Die Babystay dient nicht nur der Zierde; ihr Einsatz zeigt, dass der Mast unter Last gebogen werden muss, um die gewünschte Form zu erreichen. Alle Winschen sind aus der neuesten Lewmar Ocean-Serie, die Luken stammen von Goiot, wobei zwei öffnende Bullaugen im Kajütaufbau und sechs öffnende Luken für Licht und Luft sorgen. Ein flacher, bündiger Ankerkasten befindet sich im Vorschiff, die Seitendecks sind breit, und Nautor entschied sich für eine klappbare Badeplattform anstelle eines freiliegenden Heckausbaus. Die Süllrandverkleidung ist außergewöhnlich schmal und nach innen gezogen, wo sie auf den Kajütaufbau trifft. Ein verlängertes Brückendeck schiebt den Niedergang nach vorn, während eine kleine Plicht die Stufen des Niedergangs verkürzt. (1)
Unterbringung
Unter Deck unterbringt die Swan 40 eine Achterkabine unter dem Brückendeck und der Plicht mit einer Einzel-/Doppelkoje und einer kleinen Nasszelle achtern. Die Pantry teilt sich den oberen Teil des Motorraums für ihre Spüle – eine kompakte, aber funktionale Lösung. Ein Navigationszentrum bietet eine lange Bank, einen großen Kartentisch und eine schräge Halterung für Instrumente. Der Hauptsalon zeigt eine Wachkoje an Backbord und Schränke an Steuerbord über der Sitzecke. Vorn verfügt die Kabine über eine eigene Nasszelle und einen kleinen Stuhl zum Ausziehen von Schuhen, wobei die Stehhöhe auf etwa 1,78 m (5 Fuß 10 Zoll) ansteigt. Der Zugang zu beiden Nasszellen erfordert den Betreten der jeweiligen Kabinen – eine Besonderheit des Layouts, die Privatsphäre gegen Trennung eintauscht.
Das Fazit
Die Swan 40 ist ein durchdacht detailliertes Frers-Design, das die von der IOR abgeleiteten Rumpfcharakteristika mit einem modernen Bulbkiel und einem biegsamen Mast-Rigg verbindet. Die Kabinenaufteilung ist kompakt, aber intelligent platziert, und die Decksbeschläge sind für ihre Epoche aktuell und gut gewählt. Die schmalen, hochgezogenen Cockpit-Umflosse und der nur über die Kabinen zugängliche Nassbereich sind die deutlichsten Kompromisse.
Vorteile
- Mäßige Verdrängung mit einem SA/D-Verhältnis von 19,26 für eine agile Fahrtenleistung
- Bulbkiel mit gerundetem Vorschiff und 11 Grad Neigungswinkel
- Drei-Saling-Rigg mit Babystay und Backstagen zur Mastkontrolle
- Lewmar Ocean Winschen und Goiot Luken als Standardausrüstung
- Klappbares Badeplattform anstelle eines freiliegenden Heckausschnitts
Nachteile
- Zugang zur Nasszelle nur über beide Kabinen
- Sehr schmale, eng anliegende Cockpitsülls
- Stehhöhe in der Vorschiffskabine auf ca. 5 Fuß 10 Zoll begrenzt






