Design und Konstruktion
Der Rumpf ist ein massives Laminat aus Mat und gewebtem Roving in Polyesterharz, gebaut nach schweren Spanten, die am Kiel drei Viertel Zoll stark sind, wobei angelaminierte Schotten und glasfaserverstärkte Längsträger die Struktur versteifen. Das Deck hat einen Balsakern mit Sperrholz unter den Beschlägen, und die ursprüngliche Decks-Rumpf-Verbindung wurde in den damaligen Prospekten als mechanisch und chemisch verklebt beschrieben; Lecks an dieser Verbindung sind selten, und auch in der Zeitschrift Practical Sailor fehlen jegliche Meldungen über undichte Stellen. Frühe Boote trugen externen Bleiballast, doch 1966 wurde der Kiel eingegossen (eingekapselt) und der Ballast um 350 Pfund erhöht. Die ersten zwölf Rümpfe von 1961 hatten Bronze-Schwerter, später wurden Stahlplatten mit GFK-Ummantelung verwendet. Eine nach außen gerichtete Rumpf-Deck-Verbindung, ein Detail, das in Gutachten nicht besonders geschätzt wird, hilft zumindest dabei, das Deck und die Plicht trockener zu halten. (1)
Rigg und Handhabung
Ein Masttopprigg mit niedrigem Streckungsverhältnis trägt ein großes Großsegel über einem moderaten Vorsegeldreieck, und das Regattasegeln erfordert überlappende Vorsegel mit bis zu 176 % des Lümmelverhältnisses. Die Wasserlinie des Bootes von 21 Fuß 5 Zoll ermöglicht es ihr, schneller zu segeln, als ihre Länge vermuten lässt, insbesondere auf raumen Kursen. Sie krängt leicht bis zu etwa 20 Grad, bevor sie steif wird, und läuft am besten hoch am Wind, wobei ein frühzeitiges Reffen die kluge Entscheidung ist. Ausgewogenheit ist ihr Markenzeichen: Sie läuft bei mäßigen Bedingungen allein durch das Verstellen des Schwerts stabil, entwickelt jedoch bei Überwindung eine ausgeprägte Luvgierigkeit. Berichten zufolge erreicht die Atomic 4 ihre Rumpfgeschwindigkeit bereits bei halb geöffnetem Gaspedal, während das Rückwärtsfahren nach wie vor eine Herausforderung bleibt, da der Propeller im Dornschlitz des Langkiels geschützt sein muss.
Unterbringung
Der ursprüngliche Salonplan bietet eine kleine Dinette an Backbord gegenüber einer Pantry mittschiffs, eine etwas freistehende Achterkoje und eine ungewöhnliche Kühlbox an Backbord, die über das Sofa hinausragt und sowohl innen als auch in der Plicht Luken aufweist. Im Vorschiff befindet sich eine gut dimensionierte V-Koje, aber die Toilette dahinter ist sehr klein. Der feste Herd und ein außenliegender Spülbecken, der bei Krängung nach Steuerbord vollläuft, machen die Pantry unter Segeln unbrauchbar. Im Jahr 1977 wurde die Freibordlinie erhöht und der Kajütaufbau verlängert und abgerundet, was zur Entwicklung der 27-2 mit einer Pantry achtern gegenüber einem Schreibtisch mit integrierter Kühlbox, zwei langen Sofakojen und einer größeren Quer-Toilette führte – eine konventionellere und wohnlichere Aufteilung, die nach modernen Maßstäben jedoch immer noch eng ist.
Bekannte Schwachstellen
Der hölzerne Mastfuß über dem Kiel verrottet mit der Zeit und muss ersetzt werden – ein Schaden, den mehrere Eigner auf Wassereinbruch um das Mastfutter zurückführen, was benachbarte Schotten beschädigt. Das am häufigsten genannte Problem ist die Delamination des Decks mit Balsaholzkern, insbesondere im Bereich der Püttinge. Der Ruderschaft hat kein Lager und reibt unruhig an seiner Rohrung; die Rüstschnalle der Pinne gilt als einer der schwächsten Punkte des Bootes. Verschleiß am Bolzen kann dazu führen, dass sich das Schwert auf seinem Aufholseil löst, und das Seil selbst kann durch seine Hülse scheuern. Absperrventile an den Messing-Borddurchlässen sollten durch ordentliche Seeventile ersetzt werden, und bei der Originalkonstruktion fehlten Gegenplatten unter den Decksbeschlägen. Einige Kraftstofftanks lecken, und die Gelcoat-Oberflächen sind durch Alterung stark gezeichnet. (1)
Refits und Eignerschaft
Kritische Ersatzteile – Schwerter, Tanks, Luken, Ruder – werden nach wie vor vom Hersteller verkauft, was die Kalkulation für Eigner erheblich erleichtert. Das erhöhte Deckssprung ohne neuen Rumpfformen bei der 27-2 erforderte eine anfälligere, nach außen gerichtete Decksverbindung – ein wichtiger Punkt, den man beachten sollte, wenn man sich für die spätere Konfiguration interessiert. Die Produktion der Originalbaureihe endete 1980 nach einem feuergefährdeten Jahr 1972, in dem keine Boote gebaut wurden; von 1972 bis zur Einstellung der Linie im Jahr 1979 wurden 63 bis 65 der überarbeiteten Boote gebaut.
Das Fazit
Die Tartan 27 ist ein gut ausgewogener, langlebiger Schwertkreuzer, der unter Segeln weit mehr Leistung zeigt, als man anhand seiner Länge erwarten würde, und von der kontinuierlichen Werftunterstützung für wichtige Komponenten profitiert. Ihre Schwachstellen konzentrieren sich auf veraltete Decksverbindungen, Rott im Mastweg und einige nachträglich zu installierende Beschläge, nicht jedoch auf strukturelle Mängel.
Vorteile
- Selbststeuernde Balance durch Schwerttrimm
- Solider, schwer gebauter Rumpf mit seltenen Undichtigkeiten an der Deck-Rumpf-Verbindung
- Werft stellt noch heute Ruder, Schwerter, Luken und Tanks bereit
- Lange Wasserlinie sorgt für überraschende Geschwindigkeit auf raumen Kursen
Nachteile
- Delamination des Balsadecks an den Püttingen
- Ruderschaft ohne Lager; schwaches Pinnenkopfteil
- Durchflossen der Pantry an Steuerbord bei Krängung
- Der Farymann-Diesel ist unterdimensioniert und vibriert stark








