Design und Konstruktion
Helmsman baute die Swede 38 mit einem massiven GFK-Rumpf und -Deck, und der Kiel selbst ist aus Eisen statt aus Blei. Das Ballast-Verdrängungs-Verhältnis liegt bei 55 Prozent und das Verhältnis von Länge zu Breite beträgt 4,07, was ihr für die damalige Zeit eine relativ schmale, zweckmäßige Rumpfform verleiht. Ein bemerkenswerter Aspekt in der Produktionsgeschichte ist, dass das Boot auch als Bausatz zum Selbstausbau verkauft wurde. Dies bedeutet, dass die Verarbeitungsqualität in der Flotte nicht einheitlich ist; einige Exemplare wurden von Amateuren fertiggestellt, anstatt direkt ab Werft an Selbstbauer verkauft zu werden. Das Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 229 ordnet sie unter den moderaten Regattayachten ein, während ein Komfort-Ratio von 34,1 und ein Immersionsverhältnis von etwa 955 Pfund pro Zoll einen Rumpf beschreiben, der sich unter Last sanft verhält und plötzliche Bewegungen dämpft. (1)
Rigg und Handhabung
Die Swede 38 ist mit einem 7/8-Slup-Rigg und einem Spatenruder ausgestattet. Eine Analyse des Segelplans aus jüngerer Zeit fällt mäßig aus: Sie trägt mehr Rigg, als es nur 24 Prozent vergleichbarer Segelboote tun, was darauf hindeutet, dass sie für ihre Größe deutlich untertakelt ist. Mit dem ISO-Referenzsegel beträgt das Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis (SA/D) 16,5, und mit einer 135-prozentigen Genua steigt es auf 19,2 – nützliche Leistung, aber das Basistrimm lässt Potenzial liegen. Das Kenterungsverhältnis liegt bei 1,54, ein Wert, der allein nach dieser Formel die Teilnahme an Hochseeregatten rechtfertigen würde, und die theoretische Rumpfgeschwindigkeit bei voller Verdrängung beträgt 7,3 Knoten. Die benetzte Fläche des Unterwasserschiffs beträgt etwa 344 Quadratfuß, und der Flossenkiel weist je nach Beladung einen Tiefgang von 6,23 bis 6,53 Fuß auf, was den Einsatz auf großen Marinas einschränkt. (1)
Unterbringung
Unter Deck ist die Swede 38 mit sieben Kojen sowie einer Pantry und einer Nasszelle ausgestattet. Diese Anzahl an Kojen bei einem 37-Fuß-Rumpf deutet darauf hin, dass ein Layout mit drei Kabinen durchaus machbar ist, und die auf dem Markt zu findenden Eigner- und Ex-Charter-Layouts spiegeln diese Flexibilität wider. Das Innenraumvolumen ist eine Folge der Breite von 9 Fuß 2 Zoll und der moderaten Verdrängung – im Tausch gegen maximalen Stauraum bietet das Boot vor Anker reichlich Wohnraum.
Refits und Eignerschaft
Da einige Rümpfe als Bausatz verlassen haben, sollte ein Käufer jede Swede 38 eher als Einzelstück denn als homogene Serienklasse betrachten. Der Eisenkiel und die massive GFK-Konstruktion lassen sich problemlos inspizieren, aber der variable Bauweg bedeutet, dass die Elektrik, der Innenausbau und die Systeme alles von Serienstandards bis hin zu einmaligen Amateuraufträgen zeigen können. Das 7/8-Rigg und die Standard-Falldurchmesser (12 mm für Fallen, 14 mm für Schoten) machen den Austausch des laufenden Guts zu einer routinemäßigen, gut dokumentierten Aufgabe.
Das Fazit
Die Swede 38 ist eine durchdacht proportionierte skandinavische Regatta-/Fahrtenyacht, deren moderate Regattaeigenschaften und Hochsee-Eignung auf ein seetüchtiges Boot im kompakten Format hindeuten. Die Option zur Selbstausstattung schmälert die Einheitlichkeit der Flotte, und das unverstagte Basismodell schränkt sie ohne Genua oder neu zugeschnittenes Segelplan ein. Der Kern des Rumpfes und die Raumaufteilung sind jedoch nach wie vor solide für das Fahrtensegeln mit Paar oder kleiner Familie oder für Clubregatten.
Vorteile
- Eisenballastierter Flossenkiel mit 55 Prozent Ballastanteil und einer theoretischen Rumpfgeschwindigkeit von 7,3 Knoten
- Kenterungsverhältnis von 1,54, das für Hochsee-Regattafahrten ausreicht
- Sieben Kojen mit Pantry und Nasszelle bei einer Länge von 37 Fuß 4 Zoll
- Solider GFK-Rumpf und Deck, einfach zu begutachten
Nachteile
- Bei Lieferung deutlich untertakelt – mehr Rigg als nur 24 Prozent der Konkurrenzmodelle
- Selbstbausätze führen zu variabler Qualität innerhalb der Flotte
- Der Tiefgang von 1,88 bis 2,00 m beschränkt sie auf große Marinas




