Design und Konstruktion
Schöchl Yachtbau baute die 42.1 aus massivem GFK mit einem Eisenballast von rund 8.378 Pfund in einem Rumpf mit einer Verdrängung von 23.149 Pfund. Die Breite beträgt 3,98 Meter bei einer Länge von 12,90 Metern, was zu einem L/B-Verhältnis von 3,17 führt und das Boot geräumiger macht als zwei Drittel vergleichbarer Segelboote. Nissens Linien verleihen ihr ein Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 150, eine Zahl, die sie zu den „leichten Regattayachten“ zählt und bedeutet, dass 88 Prozent ähnlicher Konstruktionen schwerer sind. Dennoch garantiert derselbe Rumpf die typische Gewichtsstabilität, die die Werft als Markenzeichen aller Sunbeam-Yachten bezeichnet. Das Kenterungsverhältnis von 1,83 ist so niedrig, dass sie allein nach dieser Formel für Hochseeregatten zugelassen werden könnte, und das Komfort-Ratio von 28,2 liegt komfortabler als bei 42 Prozent ähnlicher Boote. Ein Tiefgangsverhältnis von etwa 333 kg/cm (1.866 lb/inch) rundet das Profil einer steifen, moderat leichten, hochseetauglichen Fahrtenyacht ab. (2)
Rigg und Handhabung
Das Rigg als 7/8-Slup ist auf das Segeln mit kleiner Crew ausgelegt – ein Punkt, den die ursprüngliche Besprechung betonte, als sie das Boot als perfekt für das Segeln mit minimalem Team bezeichnete. Die stehenden und laufenden Gewichte orientieren sich an praktischen Maßen: Die Schoten von Fock und Genua sind beide etwa 12,6 Meter lang mit einem Durchmesser von 14 mm, die Großschot ist 31,5 Meter lang bei 14 mm und die Spinnakerschot misst 27,7 Meter bei denselben 14 mm. Diese Dimensionen deuten auf einen unkomplizierten, gut handhabbaren Segelplan hin, anstatt einer überbesegelten Handvoll von Segeln. Eine theoretische Rumpfgeschwindigkeit von 8,6 Knoten gibt eine realistische Obergrenze unter Motor oder Segeln vor, und der 55 PS starke Volvo Penta D2-55 mit Wellenantrieb bietet die Reserve, die benötigt wird, um auch im Seegang Kurs zu halten. (2)
Unterbringung
Das Mittelcockpit ist die prägende Idee an Bord der 42.1. Es ist über dem Deck angehoben und bildet einen geschützten Salon im Freien, der gleichzeitig als private Außengastronomie fungiert. Die Aufteilung wurde als perfekt für den Einklang mit Seebädern bewertet. Unter Deck ist das Boot mit 4+2 Kojen ausgestattet – eine Zahl, die zwei Paare plus gelegentliche Gäste aufnimmt, ohne das Volumen des Mittelcockpits zu beengen. Diese Anordnung verzichtet auf Achterkabinen zugunsten des geschützten Cockpits mittschiffs. Dieser Entschluss setzt wohnbaren Raum und Wetterschutz über das herkömmliche Profil mit Achtercockpit. (2)
Refits und Eignerschaft
Eigner, die eine 42.1 in Betracht ziehen, erben eine Serie von nur 29 Einheiten mit einem klaren Produktionszeitraum und einer Kombination aus einzigem Konstrukteur und Werft. Der Volvo Penta D2-55 ist ein verbreiteter, gut unterstützter Diesel, und die Tankkapazitäten von 110 Gallonen Kraftstoff und 123 Gallonen Wasser eignen sich für längere Törns ohne ständige Nachfüllung. Die Mittelcockpit-Konstruktion und das solide Laminat bedeuten, dass bei einem Refit die Aufmerksamkeit eher auf Decksbeschläge und Persenninge als auf strukturelle Sanierungen gerichtet sein wird.
Das Fazit
Die Sunbeam 42.1 ist eine konsequente Sport-Luxus-Fahrtenyacht mit Mittelcockpit, echtem Blauwassertauglichkeit und einem für kleine Crews leicht zu bedienenden Rigg. Ihre leichte Regattadeplacement und ihr geringes Kenterungsverhältnis ergänzen sich hervorragend mit der von der Werft versprochenen Gewichtsstabilität. Das zentrale Cockpit bietet einen geschützten, privaten Wohnraum, der das Boot von der Norm des Achtercockpits abhebt.
Vorteile
- CE-Klasse A (Hochsee) für ausgedehnte Törns ab Windstärke 8 und 4-Meter-Seegang
- Das Mittelcockpit schafft einen geschützten, privaten Salon im Freien
- Leichtgewicht für Regatten mit typischer Gewichtsstabilität von Sunbeam
- Für kleine Crews geeignetes Rigg mit überschaubaren Schotmaßen
Nachteile
- Nur 29 Exemplare gebaut, was einen begrenzten Markt für Gebrauchtboote bedeutet
- Das Mittelcockpit-Layout opfert herkömmliche Achterkabinen




